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Bundesverband
Forum selbstbestimmter Assistenz behinderter Menschen e.V. |
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Position: Projekte > 2004 Marsch
Marsch aus den Institutionen:
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Dr. Richard Auernheimer Staatssekretär im rheinland-pfälzischen Ministerium für Arbeit, Soziales, Familie und Gesundheit und Behindertenbeauftragter des Landes Rheinland-Pfalz Teilhabe, Gleichstellung
und Selbstbestimmung der Menschen mit Behinderungen müssen
ermöglicht, durchgesetzt und verwirklicht werden. Dazu braucht
es Anstöße, denn nichts verändert sich von selbst.
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Uwe Frevert, Kassel Vorstand der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland - ISL e.V. Solange Behinderteneinrichtungen existieren, wird es allein aus wirtschaftlichen Gründen immer Gründe geben, behinderte Menschen auf Einrichtungen zu verweisen. Denn die Einrichtungen müssen aus wirtschaftlicher Sicht immer darauf drängen, dass ihre Plätze gefüllt sind.
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Claus Fussek, München Als Sozialarbeiter kämpfe ich schon seit vielen Jahren dafür,
dass alte und behinderte Menschen mitten in der Gesellschaft leben
können. So lange wir nicht die entsprechenden ambulanten
Hilfestrukturen aufgebaut haben, muss sich die Situation in den
bestehenden Einrichtungen dringend verbessern. Jeder Mensch muss
die Möglichkeit haben, essen zu können, soviel er möchte
und so schnell – oder langsam – wie er es kann, bei
Bedarf zur Toilette gehen zu können, täglich gewaschen
zu werden und an die frische Luft zu kommen. Verstöße
gegen Menschenrechte dürfen nicht weniger geahndet und geächtet
werden als Verstöße gegen das Tierschutzgesetz. Niemand
kann mehr sagen, er hätte nicht gewusst, was in vielen deutschen
Heimen geschieht. Dafür haben die Medien zu oft darauf hingewiesen.
Isolierende Mauern müssen abgerissen – schützende
Mauern aufgebaut werden. |
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Petra Groß, Kassel
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Karl Hermann Haack Zum Auftakt der Kampagne schickte uns der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen folgendes Grußwort |
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Hubert Hüppe |
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Markus Kurth Zum Auftakt der Kampagne schickte uns der behindertenpolitische Sprecher der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Markus Kurth, folgendes Grußwort |
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Gotthilf Lorch, Tübingen
Als Vorsitzender der Allianz für Mobilität, Integration, Communikation und Innovation e.V. – für Alt und Jung mit und ohne Behinderung in Rumänien – AMICI e.V. - bin ich viel in Osteuropa unterwegs. Auch wenn in Osteuropa und in den Entwicklungsländern große Armut herrscht und Menschen mit Behinderungen kaum irgendwelche Chancen haben, ist ihre Lebenssituation oftmals trotzdem besser als die übliche "Satt und Sauber-Pflege“ in vielen unserer Pflegeheime, da sie, wenn auch gezwungenermaßen, in ihrer Familie leben können. |
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Martina Puschke, Kassel Weibernetz e.V. Weltweit ist die sexualisierte Gewalt
eines der vordringlichsten Probleme behinderter Frauen. Täglich
werden behinderte Frauen missbraucht, vergewaltigt und in ihrer
körperlichen Integrität und Würde verletzt. Viele
Frauen mit Behinderung wissen nicht, wie sie sich zur Wehr setzen
können. Oder sie leben in Strukturen, in denen sie ihre Rechte
nicht kennen.
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Gernot Rönz Marathonläufer und Mitarbeiter des Hessischen Landtagsabgeordneten von Bündnis 90/Die Grünen, Dr. Andreas Jürgens Ich wünsche der Kampagne "Marsch aus den Institutionen - Reißt die Mauern nieder!" viel Erfolg und hoffe, dass sie ein Meilenstein für die Verbesserung selbstbestimmter Lebensformen wird. Die persönliche Umgebung ist für jeden Menschen der wichtigste Bereich seines Lebens und kann nicht fremdbestimmt werden. Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Marathons in Berlin wünsche ich das unbeschreiblich schöne Gefühl, die Ziellinie zu überqueren.
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Rita Schroll, Kassel
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Dr. Ilja Seifert,
Berlin Zum Auftakt der Kampagne schickte uns der behindertenpolitische Sprecher der PDS und Mitglied des Parteivorstandes Dr. Ilja Seifert, folgendes Grußwort
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Josef Ströbl, Hofgeismar Netzwerk People First Deutschland Ich bin gegen Großeinrichtungen wegen unserer Vergangenheit. Da ist die Gefahr gegeben, dass Missbrauch gemacht wird. Es ist nicht gut, wenn viele Leute in einem Zimmer zusammen leben müssen. Ich höre manchmal, dass von Betreuern gesagt wird: "Wenn behinderte Menschen in einer eigenen Wohnung leben müssten, kommen sie nicht zurecht und wollen wieder zu uns ins Heim zurück." Denen sage ich dann: "Stellen Sie sich mal vor, wenn Sie 20 Jahre und mehr im Heim leben müssten. Dann würden Sie bestimmt auch sagen, 'ja es geht mir doch gut', denn man gibt dann leicht nach und will dort keine Schwierigkeiten haben." Also man sagt leicht "Ja" zu etwas, obwohl es einem eigentlich schlecht geht, wenn man keine Möglichkeiten hat, sich anders zu entscheiden. Deshalb muss es immer mehrere Möglichkeiten geben, zwischen denen man wählen kann. Das ist sehr wichtig und das ist ein Muss! |
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