Bundesverband
Forum selbstbestimmter Assistenz behinderter Menschen e.V.
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Kampagne 2006 bis 20??
Ich muss ins Krankenhaus ... und nun?

Logo der Kampagne: Rollstuhlfahrer wird in Richtung Klinikbett geschoben

Wir bedanken uns für die Förderung durch die

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In Korperation mit der

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Wo bleibt die Qualitätspflege?

Inge JefimovInge Jefimov,
73 Jahre alt und seit 33 Jahren auf den Rollstuhl angewiesen, Tetrag 5-6 Halswirbel)

Ende August 2012 bin ich (, nach einem Sturz im Badezimmer in die Asklepiosklinik Barmbek eingewiesen worden.

In der Notaufnahme wurde ich von einem Oberarzt geröntgt, Diagnose: Knie und Unterschenkel gebrochen. Der Oberarzt machte Feierabend. Hinzu kam ein anderer Arzt. Der legte mir eine Schiene an das Bein und schickte mich, trotz heftigen Widerspruch, mit einem Krankenwagen nach Hause. Nächsten Morgen musste ich wieder um 9.00 Uhr in der Klinik sein. Anwesend war wieder der Oberarzt, der mich am Vortag geröntgt hat. Der schlug die Hände über den Kopf zusammen, dass mich sein Kollege mit dem doppelten Bruch nach Hause geschickt hat. Das Bein musste erst mal eingegipst werden, da sich der Bruch in den einen Tag verschoben hat. Nach der Operation ging der Ärger weiter. Man wusch mir nach dem Gang auf die Bettpfanne nicht richtig das Gesäß ab, obwohl ich immer wieder darauf hingewiesen habe, dass ich infolge der Querschnittlähmung sehr empfindlich bin.Resultat: zwei Dekubitus und an den gebrochenen Bein eine schwarze Ferse. Dies, obwohl ich immer wieder darauf hingewiesen und nachgefragt hatte, weil mir die Ferse so weh tat. Zwei Monate brauchte der Heilungsprozess, von den Schmerzen ganz zu schweigen.

Zwischenzeitlich wurde ich zur Reha in die Asklepios Wandsbek verlegt, da war die Betreuung besser. Man war dort sehr erschrocken über die Geschehnisse. Zum Überdruss ist bei der Operation eine Schraube zu weit überdreht worden, sodass sie fünf mm über den Knochen vor stand. Die Operation mussten noch mal gemacht werden, um diese fünf mm ab zu trennen. Bemerkt hatte ich das, weil ich mein Bein vor Schmerzen nicht belasten konnte. Auch erst nach klagen über die Schmerzen hat man mich geröntgt. Die zweite Operation wurde in Wandsbek vollzogen. Meine Therapie fing wieder von vorne an. Ich möchte, das der Bericht veröffentlich wird. Es gibt viele Menschen denen das gleiche passiert. Was ich im Krankenhaus erlebt habe spottet jeder Beschreibung.

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