Bundesverband
Forum selbstbestimmter Assistenz behinderter Menschen e.V.
Position: Projekte > Krankenhaus

Kampagne 2006 bis 20??
Ich muss ins Krankenhaus ... und nun?

Logo der Kampagne: Rollstuhlfahrer wird in Richtung Klinikbett geschoben

Wir bedanken uns für die Förderung durch die

Grafiklogo, öffnet ein neues Fenster zur Aktion Mensch

 

In Korperation mit der

Grafiklogo, öffnet ein neues Fenster zur Universität Witten/Herdecke

Warum die Kampagne?

Zahlreiche Erfahrungsberichte von behinderten Menschen mit Assistenzbedarf zeigen, dass bei Krankenhausaufenthalten ihr behinderungsbedingter Hilfebedarf oftmals nicht oder nicht ausreichend vom dortigen Pflegepersonal gedeckt werden kann. Seit Einführung der Fallpauschalen (DRGs) hat sich diese Situation noch verschärft. Die Mitnahme der Assistenzpersonen, die den individuellen – häufig zeitlich aufwändigen – Mehrbedarf leisten könnten, scheitert in der Regel an der Weigerung der Kostenträger, die Assistenzkosten bei stationären Aufenthalten weiter zu finanzieren. Die Kostenträger berufen sich auf die Gesetzgebung, nach der die Finanzierung der Assistenzkosten bei stationären Aufenthalten nicht weiter geleistet wird. Es gibt derzeit wenige positive Ausnahmen, bei denen die notwendigen Kosten auch bei Krankenhausaufenthalten von den Kostenträgern weiter finanziert wurden. Hinzu kommt, dass es aus den vorher genannten Gründen (DRGs) immer mehr Krankenhäuser gibt, die sich weigern, behinderte Menschen mit Assistenzbedarf aufzunehmen, wenn diese keine Assistenzpersonen mitbringen.

Die gesundheitlichen Folgen für die behinderten Menschen, wenn sie keine Assistenzpersonen mitnehmen können, sind inakzeptabel und teilweise dramatisch. Nicht mehr auszugleichende Einschränkungen durch mangelnde Mobilisierung Muskelerkrankter, Dekubiti bei Querschnittgelähmten sind nur einige der bekannt gewordenen Folgen von Unterversorgungen im Krankenhaus.

Bei behinderten Arbeitgebern kommt noch hinzu: Seither mussten in den meisten Fällen die Assistenzpersonen gekündigt werden. Diese wurden bis Beendigung des Krankenhausaufenthaltes ihres behinderten Arbeitgebers arbeitslos. Dazu kommt die "Gefahr", dass die arbeitslos gemeldeten Assistenzpersonen in neue Arbeitsverhältnisse weiter vermittelt werden und die behinderten Menschen bei der Entlassung aus dem Krankenhaus kein (komplettes) Assistenzteam mehr vorfindet.

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