Bundesverband
Forum selbstbestimmter Assistenz behinderter Menschen e.V.
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Literaturtipps

Ratgeber für behinderte ArbeitgeberInnen und solche, die es werden wollen

Ratgeber-RingbuchDer Ratgeber für behinderte ArbeitgeberInnen und solche, die es werden wollen wurde wesentlich erweitert neu herausgegeben. Die Erweiterungen beziehen sich auf den laufenden Betrieb des Arbeitgebermodells.

Das Handbuch ist jetzt als über 100-seitige Loseblattausgabe im Ringbuch erhältlich.

Angesichts der Tatsache, dass wir rein ehrenamtlich tätig sind, bitten wir zur Vermeidung von Zahlungserinnerungen aller Art um Vorkasse durch Überweisung auf unser Konto 46555005 bei der Raiffbk Kocher/Jagst, Ingelfingen, BLZ 60069714.
IBAN: DE 78 6006 9714 0046 5550 05, BIC: GENO DE S1IB R 
Vielen Dank!

 

Preise: (incl. Versandkosten)

1) gedruckte Ausgabe im Ringbuch
23,00 €
2) gedruckte Ausgabe (nur gelocht)
15,00 €

Bestellen Sie bitte zusätzlich per eMail mit Ihrer Adresse. Zu Ihrer Sicherheit können Sie eine vierstellige beliebige Zahl mitteilen, die Sie auf Ihrer Vorab-Überweisung wiederholen.

Download der PDF-Datei oder der WORD-Datei des Ratgebers (etwas mehr als 2 MB!). Beachten Sie bitte, dass das Inhaltsverzeichnis als Linksammlung ausgestaltet wurde.

 

Kirsten Ehrhard

Buchcover HenriHenri - Ein kleiner Junge verändert die Welt

Henri ist kein Fall, Henri ist ein Kind
Bei Henris Geburt deuten nur seine etwas schräg stehenden Augen darauf hin, dass er anders ist als andere Säuglinge. Henri hat das Down-Syndrom. Seine Eltern beschließen früh: Niemals wollen sie ihren kleinen Sohn deshalb einschränken. Auf einer regulären Grundschule lernt Henri mehr, als man jemals für möglich hielt. Dann will er mit seinen Freunden aufs Gymnasium wechseln und es beginnt ein erbitterter Kampf, der bald das ganze Land bewegt. Eine Geschichte über unsere Gesellschaft und die Frage: Wie wollen wir miteinander umgehen?

 

 

 

Initiative Schlüssel für Alle

Buchcover zum Budget-BuchAus einer Mitteilung des Vereines

Liebe Freunde und Interessenten!

Nach monatelanger Arbeit ist es nun endlich soweit: Wir können das Arbeitsbuch „Persönliches Budget“ vorstellen! Dieser Wegweiser erklärt auf 76 Seiten, wie gehörlose und hörgeschädigte Menschen das Persönliche Budget beantragen können. Außerdem enthält es viele weitere Informationen zu diesem Thema, beschreibt die politischen und gesetzlichen Hintergründe, will aber vor allen Dingen helfen, mehr Selbstständigkeit zu gewinnen.

Der Verkauf gegen einen Unkostenbeitrag von 10,00 Euro startet erst am 25. April 2015.

Ihr könnt das Arbeitsbuch aber gerne vorbestellen. Gegen Vorkasse und ein Porto von 1,45 Euro senden wir es euch per Post zu.

Der nachfolgende Link öffnet ein neues Fenster Details

 

 

 

Cornelia Klößinger

Buchtitel: Wie Eltern mit Körper- oder Sinnesbehinderungen erziehen

Wie Eltern mit Körper- oder Sinnesbehinderungen erziehen
Und was die Kinder dazu sagen


Was passiert eigentlich, wenn gehörlose, blinde oder körperlich behinderte Menschen Eltern werden? Können diese Mütter und Väter ihre Kinder „normal“ aufziehen? Können sie es genauso„gut“ wie ihre Elternkollegen ohne Behinderung? Cornelia Klößinger wendet sich direkt an die betroffenen Töchter und Söhne: Wie lernt man bei einem Vater im Rollstuhl das Inlinerfahren? Gibt es bei blinden Elternteilen Gute-Nacht- Geschichten? Wie betrachten die erwachsenen Kinder ihr Aufwachsen im Nachhinein? Ein spannender Abriss aus ganz unmittelbarer
Perspektive!

 

 

Bentele, Verena

Buchtitel "Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser"

Kontrolle führt ans Ziel, Vertrauen führt aufs Siegertreppchen

Kontrolle ist gut, denn sie gibt uns Orientierung und hilft uns, unsere Ziele zu erreichen. Doch erst Vertrauen befähigt uns, unsere Potenziale voll auszuschöpfen und am Ende die Goldmedaille zu gewinnen. Niemand weiß das besser als Verena Bentele, denn sie ist von Geburt an blind. Die Ausnahmesportlerin und zwölffache Goldmedaillengewinnerin schildert ebenso persönlich wie mitreißend ihre Philosophie des Vertrauens. Anhand eines mentalen Übungsprogramms zeigt sie, wie wir Schritt für Schritt in jedem Lebensbereich unsere Grenzen verschieben können. Ihre überzeugende Botschaft lautet: Wirklich blind ist, wer nicht vertrauen kann!

Quelle: http://www.randomhouse.de/Buch/Kontrolle-ist-gut-Vertrauen-ist-besser/Verena-Bentele/e455232.rhd

 

 

 

 

Von der Theorie in die Praxis: Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. veröffentlicht Kommentar zur UN-Behindertenrechtskonvention

Cover des DV-Buches zur BRKDie UN-Behindertenrechtskonvention (BRK) hat der Behindertenpolitik auch in Deutschland neue Impulse verliehen. Obwohl sich die Praxis umfassende Fragen zu den Auswirkungen der Konvention in vielen Rechtsbereichen wie dem Sozialrecht, Betreuungsrecht, Schulrecht, Baurecht oder Wahlrecht stellt, sind Literatur und insbesondere Rechtsprechung zur BRK noch sehr rar und fragmentarisch. Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. hat nun einen Kommentar veröffentlicht, der eine handliche Textfassung (deutsch/englisch) und eine erste Kommentierung der wesentlichen Artikel enthält.

Der Kommentierung vorangestellt sind grundlegende Beiträge zur Geltung und Verbindlichkeit der BRK im deutschen Recht, zur Bedeutung des Inklusionsbegriffes und zum Konzept der angemessenen Vorkehrungen.

Der Kommentar richtet sich an alle Personen, die in Praxis und Theorie mit dem Recht der Menschen mit Behinderungen befasst sind, und soll einen konstruktiven Beitrag zum Verständnis der nach der Ratifizierung der BRK entstandenen Rechtslage leisten.

Die Autorinnen und Autoren: Dr. Valentin Aichele, Dr. Nina Althoff, Dr. Minou Banafsche, Thomas Bernhard, Dr. Jan Gehrken, Prof. Markus Kotzur, Prof. Markus Krajewski, Dr. Leander Palleit, Dr. Clemens Richter, Dr. Oliver Tolmein, Prof. Peter Trenk-Hinterberger, Prof. Gudrun Wansing, Prof. Felix Welti.

Herausgegeben von Antje Welke, 2012, 236 Seiten, 20,50 €; für Mitglieder des Deutschen Vereins 15,80 € (inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten). Veröffentlicht im Eigenverlag des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e. V., ISBN 978-3-7841-2099-7

Bestellung auf der Internetseite des Deutschen Vereines Der nachfolgende Link öffnet ein neues Fenster http://verlag.deutscher-verein.de/index.php?main_page=product_info&products_id=198&zenid=p2d40u4ul8qtocvuq8i31gf5v7

 

Rebecca und Elke Klein: Inclusion ist Menschenrecht!

Buch: Inklusion ein MenschenrechtRebecca Klein, eine stumme autistische Frau aus Augsburg, und ihre Mutter Elke Klein knüpfen seit vielen Jahren deutschlandweite Kontakte zur aktiven Behindertenbewegung. Durch diese Kontakte entstand bei Mutter und Tochter die Idee, Texte von diesen Menschen über Exklusions- und Inklusionserfahrungen zu sammeln.

Die soziale Bewegung behinderter Menschen möchte ihre Interessen selbst wahrnehmen. Inklusion und ein selbstbestimmtes Leben inmitten der Gesellschaft, unabhängig von der Art und Schwere der Einschränkungen, für ALLE Menschen mit Behinderung ist das Ziel. Die Sicherstellung der Hilfebedarfe durch persönliche Assistenz ist dafür wesentliche Voraussetzung.

Im vorliegenden Buch, das Elke Bartz gewidmet ist, kommen Menschen mit den unterschiedlichsten Behinderungen zu Wort, auch und insbesondere Menschen mit sehr schweren Behinderungen und bis zu 24 Stunden Assistenz-Pflegebedarf. Das Buch dient dem Zweck deutschlandweit für die Wohninklusion für Menschen mit schwersten Behinderungen zu sensibilisieren. Aus der Presseerklärung: "Wir wünschen uns eine flächendeckende Verteilung dieses Buches und sind hierfür auf Sponsoren angewiesen, die das Buch erwerben und zum Selbstkostenpreis oder einer geringeren Schutzgebühr verteilen. Das Buch wurde durch die Aktion Mensch gefördert, daher darf an diesem Buchprojekt nicht verdient werden."

Buchbestellungen:

Elke Klein, klein-elke-trauminsel@t-online.de,

Preisstaffel: bis 24 Expl.: 17,39 €, bis 99 Expl. 11,25 €, bis 199 Expl.: 9,98 € , ab 200 Expl.: 9,30 €

 

Hennig Scherf: Grau ist bunt - Was im Alter möglich ist

Titelseite des Buches von Henning Scherf: Grau ist bunt"Wie wollen wir in Zukunft leben? Welche möglichkeiten gibt es, mit dem Altern umzugehen? Der großen Angst vor einer immer älter werdenden Republik stellt Henning Scherf sein eigenes Altersbild entgegen. Und eine alternative Lebensform, die er selber in seiner Alters-WG praktiziert. Henning Scherf beweist, was 'Alte', was Rentner können, wenn sie wollen" (Berliner Morgenpost)

Ein Jahr lebt er schon im so genannten Ruhestand, Bremens ehemaliger Regierungschef Henning Scherf. Eine Zeit, über die er früher schon gerne nachgedacht und geredet hat. Nun hat er über das Älterwerden geschrieben, zusammen mit einer Redakteurin des Herder-Verlages lange Gespräche geführt, aus denen dann zusammen ein Text erarbeitet wurde mit dem programmatischen Titel: "Grau ist bunt - Was im Alter möglich ist“. (Radio Bremen)

Herder-Verlag 19,90 Euro ISBN : 978-3-451-05976-6

 

Im Netz der Pflegemafia

Buchdeckel "Im Netz der Pflegemafia

Die Regale reichen bis zur Decke. Sie sind rechts und links, sie sind hinten und vorne. Aktenordner stehen darin, stapeln sich kreuz und quer. Aktenordner voller Katastrophen. Sie tragen Aufschriften wie "Missstände 2001", "Missstände 2002", "Missstände 2004".

Es ist das Münchner Büro von Claus Fussek, dem bekanntesten und scharfzüngigsten Kritiker des deutschen Pflegesystems. In den Ordnern sammelt er, was ihm bekannt wird über Notstände in Heimen und bei ambulanten Diensten. Und ihm wird viel bekannt. Denn Fussek ist mittlerweile eine Institution. Angehörige von Pflegebedürftigen wenden sich an ihn, aber in erster Linie Mitarbeiter von Einrichtungen selbst, die – oft anonym, weil sie um ihren Arbeitsplatz fürchten – berichten, was sie erlebt haben.

zur vollständigen Rezension

 

Weil es dich gibt

Titelseite des Buches, es zeigt einen Teddybären auf einer ansonst leeren KinderschaukelAuch wenn es pathetisch klingen mag, Gisela Hinsbergers Buch "Weil es dich gibt" ist ein Buch, das zu Herzen geht. Sie beschreibt darin das Leben mit ihrer behinderten Tochter.

Als sie während der Schwangerschaft erfährt, dass ihr Baby einen offenen Rücken (Spina bifida) haben wird, bricht für sie zunächst eine Welt zusammen. Besonders erschüttert es sie, dass es für manche Ärzte selbstverständlich ist "ein solches Kind", sogar bei weit fortgeschrittener Schwangerschaft, abzutreiben. Obwohl sie sich nicht sicher ist – es auch gar nicht sein kann – ob ihre Liebe und ihre Kraft reichen, mit einem (schwerst-) behinderten Kind zu leben, entscheidet sie sich für ihre Tochter Sofie.

Und bald ist es für Gisela Hinsberger Gewissheit, ihre Liebe und ihre Kraft werden reichen, ein durchaus nicht leichtes Leben mit ihrer kleinen Tochter zu führen. Halt und Unterstützung findet sie in ihrem Lebensgefährten Ludger und Sofies großem Bruder Max. Sofie selbst ist ein kleines Mädchen mit ungeheuerer Lebensfreude.

Schwer ist das Leben mit ihr nicht wegen der Behinderung, sondern mit deren Begleiterscheinungen wie notwendigen Operationen und plötzlichen Krankenhausaufenthalten wegen akuter Verschlechterungen. Und schwer wird es der Familie immer wieder gemacht, die sich mit Fragen wie "muss denn 'sowas' heutzutage noch geboren werden?" konfrontiert sieht. Hinsberger polarisiert jedoch nicht. Sie zeigt auch auf, dass sie immer wieder auf Menschen trifft, die spontan helfen und sich auf Sofie einlassen können.

Die einzelnen Kapitel des Buches sind nur sehr kurz; oft umfassen sie nur eine oder zwei Seiten. Doch mehr Worte sind nicht nötig, denn sie Buchcover der zweiten Auflagestellen jederzeit mit einer ungeheueren Intensität die durchlebten Gefühle von ungeheueren Glücksmomenten bis kaum erträglicher Verzweiflung dar. Sie wirken nie übertrieben oder nur auf Wirkung ausgelegt, sondern zeigen einfach nur die Geschichte Sofies und ihrer Familie auf auf.

Sofie wird nur fünf Jahre alt. Doch das Buch ihrer Mutter ist ein klares Plädoyer für das Leben, egal wie kurz es sein mag. Sicher sind die dabei erfahrenen Gefühle wie Schmerz, Angst und Leid unendlich stark und scheinen manchmal kaum erträglich zu sein. Doch das Glück, die Liebe und Freude sind mindestens ebenso intensiv und sagen damit ein deutliches "Ja" zum Leben.

umfangreicher Vorabdruck des Buches in Der nachfolgende Link öffnet ein neues Fenster zur Interessnvertretung Selbstbestimmt Leben e.V. Die Presse.com

Der nachfolgende Link öffnet ein neues Fenster zur Interessnvertretung Selbstbestimmt Leben e.V. Weil es dich gibt (Neuauflage mit aktualisiertem Nachwort mit dem Schwerpunkt Pränataldiagnostik), ISBN 978-3-95558-062-9 , 160 Seiten, Verlag Brandes & Apsel, 15,90 Euro

 

Wohin mit Vater?

Buchtitel: Wohin mit Vater?Hollenbach (kobinet) In einem kürzlich erschienenen Buch unter dem Titel "Wohin mit Vater?" schildert der anonymisierte Autor, wie schwer es ist, in Deutschland einen menschenwürdigen Pflegeplatz zu finden. Der Autor, ein Journalist, weiß, dass die letztendlich gefundene Lösung zwar die beste oder gar einzig mögliche, aber nicht legal ist. Deshalb hat er es vorgezogen, seinen Namen nicht zu nennen.

Das 190 Seiten starke Werk zeigt, in welch verzweifelte Lage Angehörige und die auf Hilfe angewiesene Person kommen können, wenn plötzlich die Pflegeperson ausfällt und für solche Situationen keine Vorsorge getroffen wurde. Die Mutter des Autors, selbst über 80 Jahre alt, hat jahrelang ihren inzwischen 86 Jahre alten, körperbehinderten Mann gepflegt. Unterstützung hat sie lediglich durch einen ambulanten Dienst bekommen. Plötzlich stirbt die Mutter an einem Herzinfarkt. Sohn und Tochter müssen nicht nur die Beerdigung organisieren; sie stehen vor allem vor der schier unbeantwortbaren Frage, was mit dem Vater geschehen soll, der nicht mehr alleine sein kann.

Sie merken sehr schnell, dass die bunten Flyer ambulanter Anbieter häufig entweder das Papier nicht wert sind, auf dem sie gedruckt wurden, oder aber die Angebote nicht finanzierbar sind. Die Besichtigung zweier "Heime" bringt sie zu der entsetzten Erkenntnis, dass sie ihren Vater diesem System Pflege"heim" nicht ausliefern können und wollen. Erst die verstohlen zugesteckte Telefonnummer, unter der polnische Pflegekräfte "geordert" werden können, bietet die - wenn auch illegale - Lösung der Probleme.

Der Verband Deutscher Alten- und Behindertenhilfe e.V. (VDAB) sieht in einer Pressemitteilung durch das Buch die "gesamte Pflegebranche zu Unrecht unter Generalverdacht" gestellt. Dabei hat der Autor sehr differenziert dargestellt, dass es durchaus auch "gute" Einrichtungen geben mag und auch ambulante Anbieter, die gute Leistungen erbringen. Doch die Erstgenannten sind nicht flächendeckend vorhanden und die Zweitgenannten häufig nicht finanzierbar.

Michael Schulz, Bundesgeschäftsführer des VDAB, in der Pressemitteilung: "Durch die sogenannten Tatsachenberichte erfolgt die Verunglimpfung einer ganzen Branche. Die skandalösen Schilderungen geben ein nicht annähernd realitätsgetreues Abbild der Pflegewirklichkeit wieder. Die Ausführungen des Buches basieren auf schlechter und einseitiger Recherche in jeweils nur einer einzelnen Pflegeeinrichtung." Da hat Schulz Recht. Der Buchautor hat genau dies beschrieben und auch keinen Zweifel daran gelassen, dass er seine subjektiven Erfahrungen geschildert hat. Allerdings verweist er auch auf die Erfahrungen Claus Fusseks und anderen, die sich mit dem Thema befasst haben. Und die sind leider zigtausendfach belegt.

"Wohin mit Vater" ist ein Buch, das sehr deutlich macht, wie wichtig es ist, sich frühzeitig zu überlegen, wie man handeln wird, wenn man plötzlich mit einer ähnlichen Situation konfrontiert wird wie der Autor und seine Familie.

"Wohin mit Vater", S. Fischer Verlag GmbH, Frankfurt am Main, ISBN 978-3-10-061706-4, 16.80 Euro

 

Leben und Sterben, wo ich hingehöre

Titel des Buches: Leben und Sterben, wo ich hingehöreZur Rezension durch Claus Völker

In seinem neuen Sachbuch "Leben und sterben, wo ich hingehöre - Dritter Sozialraum und neues Hilfesystem" zeigt Prof. Dr. Dr. Klaus Dörner auf, dass so genannte Heime nicht nur überholt und überflüssig, sondern auch nicht verfassungskonform sind.

Dörner beschreibt die Entstehung der "Heime" als eine entwicklungsgeschichtliche Voraussetzung im Zeitalter der Moderne für die Industrialisierung. Doch diese rund hundert Jahre dauernde Phase ist längst überholt. Es besteht keine Notwendigkeit und damit keine Legitimation mehr dafür, Menschen egal, welchen Alters und mit welchem Umfang des Hilfebedarfes aus der Gesellschaft zu separieren, denn Hilfsangebote und –möglichkeiten gibt es mittlerweile  für alle Menschen. Das hätten behinderte Menschen in den vergangenen Jahrzehnten hinreichend bewiesen, wenn auch der ambulante Bereich weiter ausgebaut werden müsse.

Dabei setzt Dörner auf eine Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements. Er unterscheidet nicht zwischen haupt- und ehrenamtlich, sondern zwischen bürgerschaftlich/nachbarschaftlich und professionell. Dabei ist ihm durchaus die Notwendigkeit verlässlicher Hilfen bewusst. Er zeigt ebenso aus eigener Erfahrung als langjähriger Leiter der Westfälischen Klinik für Psychiatrie auf, wie Bürgerinnen und Bürger zur (verlässlichen) Hilfe motiviert werden können. Den Raum, in dem dies geschehen soll, damit jeder Mensch leben und sterben kann, wo er hingehört, bezeichnet Dörner als "dritten Sozialraum" neben dem privaten und öffentlichen. Und dieser wird angesichts der demografischen Entwicklung immer mehr an Bedeutung gewinnen, und zwar für diejenigen, deren Hilfebedürfnis befriedigt werden muss genauso wie zur Befriedigung des Helferbedürfnisses, das nach Dörner mehr oder weniger latent bei jedem Menschen vorhanden ist.

Paranus Verlag Neumünster, ISBN 978-3-926200-91-4. 220 Seiten, 19.90 Euro

 

Selbstbestimmt Leben - das Original                  derzeit leider vergriffen !

Titelseite des Buches "Selbstbestimmt Leben - das Original" mit den Portraitfotos der neun interviewten PersonenIn diesem Buch werden acht Menschen mit Behinderung vorgestellt, die ihr Leben selbstbestimmt gestalten.

Das selbstbestimmte Leben behinderter Menschen ist in aller Munde und hat vor über 20 Jahren seinen Siegeszug durch die bundesdeutsche Behindertenpolitik angetreten. Behinderte Menschen wollen sich nicht länger betreuen lassen, sondern fordern Bürgerrechte und Chancengleichheit. Sie wollen nicht mehr Objekt aussondernder Fürsorge, sondern Subjekt des eigenen Lebens sein.

Selbstbestimmung bedeutet, Entscheidungskompetenzen für das eigene Leben zu haben, selbst bestimmen zu können, wie die Hilfe, die benötigt wird, geleistet werden soll. Es beinhaltet, dort leben zu können, wo auch die nichtbehinderten Freunde und Nachbarn wohnen.

Und es setzt voraus, das erforderliche Geld für das eigene Leben entweder selbst verdienen zu können oder einen Rechtsanspruch auf staatliche Unterstützung zu haben, eine Grundvoraussetzung, um einen Platz in der Gesellschaft finden und behalten zu können.

Interviewt wurden:

Andreas Vega, Birgit Schopmanns, Ilja Seifert, Elke Bartz, Mike Al Becker, Kerstin Blochberger, Marita Boos-Waisdosch, Petra Groß und Hans-Reiner Bönning

Das Buch ist gegen Einsendung eines adressierten und mit 1,45 Euro frankierten DIN-C5-Umschlages erhältlich bei der Der nachfolgende Link öffnet ein neues Fenster zur Interessnvertretung Selbstbestimmt Leben e.V. Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben e.V. - ISL, Hermann-Pistor-Straße 1, 07745 Jena

Achtung: ForseA-Mitglieder erhalten das Buch zusammen mit dem nächsten INFORUM Ende September zugesandt.

 

Keiner stirbt für sich allein

Titelseite: Keiner stirbt für sich alleinIn dem 256 Seiten starken Werk befasst sich Dr. Oliver Tolmein mit dem Thema Sterben. Er beleuchtet dabei unter anderem das Sterben zu Hause, im Krankenhaus und im Pflegeheim. Freitod und "Sterbehilfe" werden ebenso thematisiert wie die Selbstbestimmung bis zum letzten Atemzug. Er zeigt sowohl die Chancen als auch die Grenzen von Patientenverfügungen auf. Das im Bertelsmann Verlag unter der ISBN-10: 3-570-00897-5 soll nach Angaben des Verlages: "Ein Buch, das in der aktuellen Diskussion einen neuen Maßstab setzt – für Menschen, die sich fundiert und vorurteilsfrei mit allen Facetten des Sterbens und der Sterbehilfe auseinander setzen möchten" sein. Es ist im Buchhandel für 14,95 Euro erhältlich.

 

 

Der letzte Mohikaner - Behinderte Cartoons 2

Während Phil Hubbes erstes Buch "Der Stuhl des Manitou" gerade zum dritten Mal aufgelegt wird, erscheint am 15. Juli 2006 sein neuestes Werk unter dem Titel "Der letzte Mohikaner - Behinderte Cartoons 2".

Und schon jetzt kann sich Hubbe darauf gefasst machen von "Phil-Unkundigen" beschimpft zu werden, dass man über behinderte Menschen gefälligst keine Witze macht. Man vielleicht nicht, aber Phil Hubbe schon. Der Cartoonist kann, darf und soll es auch, werden die Fans seine Cartoons entgegnen: Zum einen, weil es selbst durch eine Multiple Sklerose-Erkrankung behindert ist; zum anderen weil er das Thema Behinderung normalisiert.

Mit rabenschwarzem Humor zerrt er das "harte Leben mit Behinderung" ins Rampenlicht. Und wer genau hinschaut, sieht, dass er oft genug dem nicht behinderten Teil der Gesellschaft den Spiegel vorhält. Und manchmal nimmt er Floskeln einfach nur wörtlich.

"Der letzte Mohikaner" ist mit Sicherheit keine Fehlinvestition. Wer sie tätigen will, kann das 64-seitige farbige Werk zum Preis von 10 Euro bereits jetzt beim Verlag Lappan bestellen. Ab dem 15. Juli ist es im Buchhandel unter der ISBN: 3-8303-3140-1 erhältlich.

 

Also: Lasst mich irren

Titelseite: also: lasst mich irrenDas kleine, rund 50 Seiten umfassende Lyrik-Bändchen  dem Titel "Also: Lasst mich irren" von Dr. Ilja Seifert ist ein Leckerbissen für Lyrik-Freunde. Es enthält alte und neue Texte, die auch unter dem Blickwinkel der Zeiten, in denen sie verfasst wurden, interessant sind, denn Seifert stammt aus den so genannten neuen Bundesländern. Einige Texte wurden vor, andere nach der Wende geschrieben. Das Bändchen wurde vom Aachener Deutschen Lyrik-Verlag (DLV) unter der ISBN 3-89514-599-8 aufgelegt und ist in jeder Buchhandlung zum Preis von 6.90 Euro bestellbar.

 

 

 

Ein Lächeln vielleicht

Titelseite: Ein Lächeln vielleichtIn ihrem Buch mit dem Titel "Ein Lächeln vielleicht" zeigen der schwerstbehinderte, 25-jährige Björn Stommel und seine Mutter Doris Stommel-Hesseler, dass Leben mit einer Behinderung nicht automatisch ein Leben im Leid bedeutet. Es soll mit heiter-besinnlichen Texten zum Schmunzeln und Nachdenken anregen.

Der Autor Björn Stommel kam als Drilling zehn Wochen zu früh auf die Welt. Seine Geschwister starben bei der Geburt, er überlebte mit einer schweren Behinderung durch Sauerstoffmangel. Er sitzt im Rollstuhl und kann sich kaum bewegen. Doch er liebt das Leben. "Ich finde das ganze Leben lustig", erklärt er.

"Und obwohl sein ganzes, manchmal mehr, manchmal weniger lustiges Leben nicht in ein einziges Buch passt, so hat er doch, gemeinsam mit mir ein paar Dinge aufgeschrieben. Das Buch ist keine Leidensgeschichte. Björn hat es erreicht, mit seiner Idee '1 Euro für die Lebenshilfe' den gewünschten Computer für Lernsoftware an den Förderbereich der Lebenshilfe-Werkstatt in Much zu spenden. Eine wichtige Erfahrung für ihn, dass er selbstn etwas erreichen konnte", berichtet Doris Stommel-Hesseler. Sie hat Gedichte und kleine Erzählungen in das Buch einfließen lassen, die Einblick in ihr Leben und in das Zusammenleben mit ihrem behinderten Sohn geben, sowie Texte von ganz alltäglichen Dingen.

"Ein Lächeln vielleicht" ist zum Preis von 9.90 Euro (1 Euro pro verkauftem Buch geht an die Lebenshilfe) unter der ISBN-Nr.3-00-013569-3 im Buchhandel oder direkt bei Doris und Björn Stommel, Mittelsaurenbach 3, 53809 Ruppichteroth, Fax und Anrufbeantworter 02295 903658,Tel. 02295 5364 erhältlich.

Leseproben finden Sie auf den Der nachfolgende Link öffnet ein neues Fenster zur Buchbesprechung Internetseiten des Buches

 

ABC der Pflegeversicherung

Titelseite: ABC der PflegeversicherungIn seiner 5. Auflage ist das "ABC der Pflegeversicherung - Aktuelle Tipps und Ratschläge für Menschen mit Behinderung und deren Angehörige" vom Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter (BSK e.V.) erschienen. Die Neuauflage des bewährten Ratgebers konnte durch die Unterstützung der DAK Künzelsau finanziert werden.

In drei Kapiteln werden die Themen Rechte und Pflichten für Versicherte, Selbstbestimmte Assistenz sowie die Pflegebedürftigkeits-Richtlinien erläutert. Der Ratgeber ist beim BSK, Postfach 20, 74238 Krautheim, Tel.-Nr. 06294 2810 oder per E-Mail an zentrale@bsk-ev.org gegen eine Schutzgebühr von 2,50 Euro einschließlich Porto/Versand gegen Rechnung erhältlich.

 

 

Broschüre über Beschäftigung osteuropäischer Pflege- und Haushaltshilfen

Bei der Beschäftigung von ausländischen Pflegekräften und Haushaltshilfen aus osteuropäischen Ländern gelten zahlreiche ausländerrechtliche Beschränkungen, die in der Bevölkerung kaum bekannt sind. Die mit der Saarländischen Pflegegesellschaft und den Krankenkassen erstellte Broschüre gibt Aufschluss über die im Wesentlichen zu beachtenden ausländerrechtlichen sowie steuer- und sozialversicherungsrechtlichen Vorschriften. Die Broschüre ist kostenlos erhältlich bei der Pressestelle des Gesundheitsministeriums unter Telefon 0681 501-3666 oder kann per Fax 0681-501-3169 oder unter presse@justiz-soziales.saarland.de bestellt werden.

Einfach Europa?! - Was Sie über die Politik für behinderte Frauen und Männer in Europa und der Welt wissen sollten

Titelseite: Einfach Europa (in leichte Sprache)Anlässlich des Europäischen Protesttages für die Gleichstellung behinderter Menschen hat der Behindertenverband NETZWERK ARTIKEL 3 eine 120 Seiten starke Broschüre vorgestellt, die einen Überblick über die Politik für behinderte Menschen in Europa und der Welt gibt und die entsprechenden Strukturen verständlich erklärt. Bei einer Veranstaltung im Kleisthaus in Berlin wurde die von den JournalistInnen Dr. Sigrid Arnade und Hans-Günter Heiden erarbeitete Broschüre mit dem Titel: "Einfach Europa?! - Was Sie über die Politik für behinderte Frauen und Männer in Europa und der Welt wissen sollten" vorgestellt.

"Da die europäische und internationale Behindertenpolitik für viele Menschen noch ein 'Buch mit sieben Siegeln' ist, aber in der politischen Arbeit immer wichtiger wird, haben wir diese Broschüre erarbeitet. Denn wer sich einmischen will, muss auch wissen, was wo entschieden wird und welche Rechte es gibt", erklärte Hans-Günter Heiden, der sich seit vielen Jahren auf diese Thematik spezialisiert und die Broschüre maßgeblich erarbeitet hat. Ob es um die Antidiskriminierungsrichtlinien der Europäischen Union, die UN Konvention für die Menschenrechte behinderter Menschen oder darum geht, welche AnsprechpartnerInnen es auf europäischer Ebene für behinderte Menschen gibt, hat die neue Broschüre viele Antworten parat. Und dies vor allem auch in verständlicher Sprache. "Diese Broschüre haben wir nämlich in zwei Fassungen geschrieben. Es gibt eine Fassung in der Standardsprache und eine in leichter Sprache. Diese Fassung wurde von Mensch zuerst - dem Netzwerk People First Deutschland - also von Menschen mit Lernschwierigkeiten selbst überarbeitet und überprüft. Diese beiden Fassungen sind bei der Printausgabe auf 120 Seiten zusammengefasst, so dass man die Broschüre sowohl von vorne in der Standardsprache oder von hinten in leichter Sprache lesen kann", erklärte Dr. Sigrid Arnade bei der Vorstellung der Broschüre. Eine praktische Spiralbindung erleichtert die Handhabung für motorisch gehandicapte LeserInnen.

Die Broschüre ist kostenlos erhältlich. Sie kann als Printversion beim NETZWERK ARTIKEL 3 e.V. und einer Reihe von anderen Behindertenorganisationen bezogen werden, die die Broschüre ideell unterstützt haben. Für den Einzelversand der Printversion wird jedoch eine Schutzgebühr von 2 Euro für Porto/Verpackung erhoben. Ein Download der Broschüre ist von der Homepage des NETZWERK ARTIKEL 3 e.V. und der Fürst Donnersmarck Stiftung möglich. Die Veröffentlichung der Broschüre wurde von der Aktion Mensch, der Friedrich-Ebert-Stiftung, der Fürst Donnersmarck-Stiftung zu Berlin und vom Verein "Fraktion 2002" e.V. finanziell gefördert.

Die Broschüre bestellt werden beim NETZWERK ARTIKEL 3, Krantorweg 1, 13503 Berlin, Tel. 030 4364441, Fax 030 4364442, E-Mail hgh@netzwerk-artikel-3.de. Im Internet ist die Broschüre unter http://www.netzwerk-artikel-3.de/aktuel.php eingestellt.

 

Kathrin spricht mit den Augen

Titelseite: Kathrin spricht mit den AugenWer erwartet, dass es sich bei dem Buch "Kathrin spricht mit den Augen" um die Beschreibung eines "schweren, Leid verbundenen Schicksals" handelt, wird enttäuscht. Es ist die Geschichte eines Mädchens, das vor Lebensfreude sprüht, auch wenn es manchmal traurig darüber ist, mit den Augen mit ihrer Familie und nur mit Hilfe von Technik mit Fremden kommunizieren zu können. Wer den Texten nicht glaubt, der wird spätestens von den Fotos des Wirbelwinds im Rollstuhl überzeugt.

Seit der Erstauflage des kleinen Buches, dass Kathrin Lemler zusammen mit Stefan Gemmel verfasst hat, sind rund zehn Jahre vergangenen. Kathrin wird bald ihr Abitur an einem Regelgymnasium machen, beschäftigt zu ihrer Unterstützung Assistentinnen und plant schon jetzt ihr Studium. Sie ist eine junge Frau, die mit allen vier Rädern fest im Leben steht.

Die deutschsprachige Ausgabe mit 44 Seiten ist in der edition zweihorn unter der ISBN 3-935265-21-2 und die englischsprachige unter dem Titel "Kathrin talks with her eyes" unter der ISBN 3-935265-24-7 zum Preis von jeweils 9,90 Euro erschienen.

Nichts über uns – ohne uns

Noch druckfrisch ist das Buch "Nichts über uns – ohne uns" zum interdisziplinären Forschungsansatz Disability Studies. Herausgegeben haben es Dr. Gisela Hermes und Prof. Dr. Eckhard Rohrmann. Erschienen ist das 253 Seiten starke Werk im AG-SPAK Verlag (ISBN: 3-930 830-71-X) zum Preis von 19 Euro.

Die Disability Studies sehen Behinderung nicht als  individuelles Problem. Vielmehr ist sie das Produkt gesellschaftlicher Bedingungen und Verhältnisse. Ausgrenzende gesellschaftliche Bedingungen sind die Ursache dafür, dass behinderte Menschen an der sozialen Teilhabe in allen gesellschaftlichen Lebensbereichen behindert werden.

Das Ziel von Forschung und Politik müssen es deshalb sein, diese gesellschaftlichen Missstände zu analysieren und zu verbessern. Im Vorwort des Buches heißt es daher: "Im Sinne der Disability Studies sind Menschen mit Behinderungen nach dem Motto `Nichts über uns ohne uns` als Subjekte und als Expert/inn/en ihrer eigenen Situation aktiv in Politik und Forschung mit einzubeziehen".

Um die Belange behinderter Menschen und die Sichtweisen der Betroffenen angemessen aufgreifen zu können, seien die Disability Studies auf einen intensiven Austausch zwischen Forschung, Politik und Praxis angewiesen. Das Buch versammelt Beiträge von Autorinnen und Autoren mit unterschiedlichen disziplinären und biografischen Hintergründen, die aus ihrer jeweiligen Perspektive die Disability Studies vorstellen und das Spannungsfeld zwischen der politischen Behindertenbewegung und Forschungsansatz Disability Studies beleuchten und zeigen, auf welche Weise dieser in den verschiedenen Fachdisziplinen und Lebensbereichen umgesetzt wird.

Das Buch enthält die Kapitel "Disability Studies und die politische Behindertenbewegung", "Kulturwissenschaften und Disability Studies" und Behinderung in Alltag und Gesellschaft. Verlag AG SPAK, 2006, ISBN: 3-930 830-71-X, 253 Seiten, 19 Euro.

Zwei Bücher zur Sterbebegleitung

Sterbebegleitung statt Sterbe"hilfe" fordern Palliativmediziner und die Hospizbewegung. Wie mit sterbenden Menschen zu kommunizieren ist und wie sie zu begleiten sind, zeigen zwei Bücher des Forum-Verlages.

Das 308 Seiten starke Buch mit dem Titel "Sterbende begleiten" (19.80 Euro, ISBN Nr.: 3-86586-011-7) will zeigen, wie man Menschen am Ende ihres Lebens begleiten kann. Dabei wird auch auf die Situationen, von Kindern, dementen und behinderten Menschen eingegangen.

Das zweite Buch trägt den Titel "Im Dialog mit Sterbenden". Es zeigt unter anderem, wie auch mit Menschen kommuniziert werden kann, die nicht mehr sprechen können bzw. wie nonverbale Botschaften verstanden werden können. (280 Seiten, 19.80 Euro, ISBN Nr.: 3-86586-000-1)

Die Internetseite des Verlags lautet Der nachfolgende Link öffnet ein neues Fenster zum Forum-Verlag www.forum-verlag.com.

QA Einblicke

Die Fördergemeinschaft der Querschnittgelähmten in Deutschland (FGQ) hat einen neuen Bildband des renommierten Fotografen Rasso Bruckert herausgegeben. "Geschossen" wurden die Fotos an einem ungewöhnlichen Ort: einer Klinikstation für querschnittgelähmte Menschen.

Wer düstere, von Verzweiflung und Mutlosigkeit geprägte Bilder erwartet, wird enttäuscht, denn trotz aller Probleme und des sicherlich auch vorhandenen Leidens, keimen dort auch neue Zuversicht und Lebensmut. Rasso Bruckert hat einen anderen Blickwinkel auf Behinderung wie viele. Der selbst querschnittgelähmte Fotograf hat schon durch seine erotischen und niemals pornografischen Bilder behinderter Frauen und Männer für Furore gesorgt.

Für den gerade erschienenen Bildband "QA Einblicke" hat Bruckert zwei Jahre lang das Leben auf der Querschnittstation der Heidelberger Orthopädischen (Universitäts-) Klinik beobachtet und dokumentiert. Er wahrt die Distanz zu den Betroffenen und verletzt ihre Würde nicht, obwohl er den Blick auch auf Details richtet. Wieder gelingt ihm die schwierige Gratwanderung zwischen Dokumentation, Stimmungsbild und Voyeurismus.
Die Schwarz-Weiß-Bilder zeichnen eine behinderte Realität wieder, die ihre Normalität hat oder dazu wird. Kurze Interviews mit Betroffenen und Mitarbeitern der Querschnittgelähmtenstation runden den Band ab.
Den 115-seitige Bildband (19,90 Euro zzgl. Versandkosten) gibt es bei der Fördergemeinschaft der Querschnittgelähmten in Deutschland e.V. (FGQ), Sekretariat, Silcherstraße 15, 67591 Mölsheim, Tel. 06243 5256, Fax 06243 905620 E-Mail FGQ-moelsheim@t-online.de

 

Schluss mit Lust und Liebe?

Was geht noch nach einem Unfall? Muss ich nach einem Herzinfarkt ohne Sex leben? Behinderte in unserer Einrichtung haben keine Sexualität! Der Ratgeber "Schluss mit Lust und Liebe?" will Fragen beantworten sowie Vorurteile und Unsicherheiten ausräumen.

In dem 255 Seiten starken Werk kommen Betroffene sowie Ärzte und Pädagogen zu Wort. Das im Ernst Reinhardt Verlag erschienene Buch ist zum Preis von 29,80 Euro unter der ISBN 3-497-1670-5 im Buchhandel oder direkt beim Verlag unter der E-Mail-Anschrift info@reinhardt-verlag.de erhältlich.

 

Leitfaden für Assistentinnen und Assistenten, und solche, die es werden wollen

Pauline Schneiberg vom VbA München hat im Rahmen eines Equal-Projektes einen interessanten Ratgeber verfasst. Der kostenlose Leitfaden ist gegen Einsendung eines mit 1,44 Euro frankierten DIN A5-Rückumschlages zu erhalten. (Bei Bestellungen einer größeren Stückzahl vorher telefonische Rücksprache halten.) Bestellanschrift: Pauline Schneiberg, Assistenzbörse Stellenvermittlung für persönliche Assistenz, Vba Selbstbestimmt Leben e.V, Westendstraße 93, 80339 München.

Für Rücksprachen: Tel. 089 54 03 46 82 oder 80, Fax 089 54 03 46 85, eMail assistenzboerse@vba-muenchen.de

 

Leinen los ins Leben!

"hurras rufe, alle leserInnen! goldiges lockeres und darbes trauriges verfasste. hurra, mein buch gibt's zu kaufen. frech bitte ich euch, es zu lesen und dafür zu werben. satten spaß euch damit wünsche. freue mich um jede rückmeldung. E-mail: kl-ser@t-online.de. restlos tüftle nach, ob riesen interesse fürs buch besteht. mir ist klar, dass ich nur tarnende autistin bin, aber auch schlaue, nachdenkliche frau. bedenkenlos ich nie buch rausgab" So schreibt Rebekka und wirbt für ihr Buch.

Die Autorin Rebecca Klein wurde 1979 in Augsburg geboren. Sie ist eine nicht sprechende, autistische Frau, die viele Jahre ihrer Kindheit wegen ihrer schweren Verhaltensauffälligkeiten in einem Heim für geistig behinderte Menschen verbrachte. Die Wochenenden verbrachte sie zuhause bei ihren Eltern. Da sie weder über Sprache, Blickkontakt, gezielte Handlungen, Gestik, Mimik, noch durch "angemessenes" Verhalten kommunizieren konnte, wurde sie bis zu ihrem 14. Lebensjahr als schwer geistig behindert eingestuft.

Ende 1993 begann sie sich, mit Hilfe ihrer Mutter, über die Methode der "Gestützten Kommunikation"(FC), schriftlich zu äußern. Diese unglaubliche Wende in ihrem Leben beschrieb sie als "mumienzeit vorbei". Nun war sie erstmalig in der Lage, ihre Intelligenz unter Beweis zu stellen. Rebecca hatte sich ihre Lese- und Schreibfertigkeit autodidaktisch angeeignet. Mit 15 Jahren verließ sie das Heim und zog wieder in die elterliche Wohnung ein.

Seitdem arbeitet sie schriftlich in ihrer eigenen originellen "Sprache" ihre sprachlose Vergangenheit auf und bereist parallel dazu mit ihren Eltern die ganze Welt. Ihre chronologisch geordneten Gedichte, Berichte und Reiseerzählungen bieten einen einzigartigen Einblick in ihren langsamen Heilungsprozess, in ihre innere Welt und ihre Sichtweise von der äußeren Welt. Mit ihrer ersten Veröffentlichung "leinen los ins leben" lässt sie ihre LeserInnen daran teilhaben.

ISBN 3-8311-4671-3, Books on Demand GmbH, 16,50 Euro, 217 Seiten

 

"Disability Studies in Deutschland - Behinderung neu denken!" Dokumentation der Sommeruni 2003
Gisela Hermes, Swantje Köbsell (Hg.)

Im Rahmen des Europäischen Jahres der Menschen mit Behinderungen 2003 (EJMB) veranstaltete das Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) e. V. in Bremen die 14-tägige Sommeruniversität zum Thema „Disability Studies in Deutschland“ - Behinderung neu denken.

Über 500 Menschen ergriffen die Gelegenheit, an den zahlreichen einwöchigen Weiterbildungen, den über 50 Nachmittags-Workshops und einem breiten Kulturprogramm teilzunehmen. Die sehr umfangreiche Dokumentation, welche die Inhalte und Diskussionen der Sommeruni wiedergibt, soll dazu beitragen, dass auch diejenigen, die nicht an der Sommeruni teilnehmen konnten, durch die Vielfalt der spannenden Beiträge einen Einblick in die Diskussion um Disability Studies in Deutschland erhalten.

Die 280 Seiten starke Dokumentation im DIN A 4 Format ist unter der ISBN 3-932951-74-3 im Buchhandel erhältlich. Sie kann gegen Rechnung (Schutzgebühr 10 Euro) direkt bei bifos unter Email schriftenreihe@bifos.de, oder Fax 0561 / 72885 44 bestellt werden.

Publikation 20 Jahre Assistenz
Behinderte auf dem Weg zu mehr Selbstbestimmung

Bestellungen bitte an ForseA, Elke Bartz, Nelkenweg 5, 74673 Mulfingen-Hollenbach

Die Publikation über Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Persönlichen Assistenz ist bereits in der vierten Auflage vom Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung gefördert. Daher kann sie kostenlos weitergegeben werden.



Faire Assistenz für Menschen mit Behinderung

Bestellungen bitte an ForseA, Elke Bartz, Nelkenweg 5, 74673 Mulfingen-Hollenbach

Diese Broschüre lässt behinderte Menschen erklären, warum für die gerechte Bezahlung von Assistenz ein Leistungsgesetz mit Abschaffung oder wenigstens menschlicher Gestaltung der Vermögens- und Einkommensfreibeträge kommen muss.



Ratgeber für behinderte Eltern

Lange schon warten Behinderte und chronisch kranke Eltern auf Informationsmaterial über spezielle Hilfsmittel, die ihren Alltag bei der Familienarbeit erleichtern können. Jetzt können sie dazu im Ratgeber „Kinderanhänger für E-Rollstuhl gesucht - Spezielle Hilfsmittel für behinderte und chronisch kranke Eltern“ nachlesen. Nach der Veröffentlichung des ersten Bandes „Assistenz bei der Familienarbeit für behinderte und chronisch kranke Eltern“ ist nun der zweite Band der bbe-Ratgeberreihe mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend erschienen.

Die Broschüre ist ab Dezember 2002 bei der Broschürenstelle des BMFSFJ unter 0180 - 53 29 329 kostenlos erhältlich. Alternativausgaben für sehbehinderte und blinde Menschen gibt es ebenfalls kostenlos bei der Informations- und Dokumentationsstelle des bbe e.V., Am Mittelfelde 80, 30519 Hannover, Tel.: 0511 - 69 63 256, E-Mail: bbe.indokus@gmx.de



Astrid Wörn
www.heuteihrmorgenwir.de

Unter dem Titel www.heuteihrmorgenwir.de ist der erschütternde Bericht einer Tochter erschienen, die ihre an Demenz erkrankte Mutter auf einer Odyssee durch neun Pflegeheime begleitet hat. Auf knapp 150 Seiten schildert Astrid Wörn die Leidensgeschichte ihrer Mutter, die beginnt, als sie diese nicht mehr zuhause pflegen kannt und sie einem Pflegeheim anvertraut. Sie zeigt ihr Bemühen auf, alles zu tun, damit ihre Mutter ihren Lebensweg in Würde und Selbstbestimmung bis zum Ende gehen kann. Dass sie zwischendrin immer wieder scheitern muss, liegt nicht an einem persönlichen Versagen, sondern am Versagen des unmenschlichen Systems von Minutenpflege, Überbürokratisierung, aber auch am Wegsehen und Ignorieren derer, die es eigentlich besser wissen müssten: dem Pflegepersonal, den Heimleitungen, Ärzten und der Heimaufsicht. Aber auch andere Angehörige von Pflegeheimbewohnern sehen in ihrer hilflosen Verzweiflung oft eher weg, anstatt gemeinsam gegen die Missstände vorzugehen. Diejenigen, die keine engagierten Angehörigen wie Astrid Wörn haben, die bis zum bitteren Ende für sie eintreten, sind die Verlierer dieses grausamen "Spiels".

Astrid Wörn klagt nicht undifferenziert an. Sie versucht Erklärungen dafür zu finden, warum Verantwortliche menschenverachtende Behandlungen alter Menschen zulassen, warum Wegsehen zum Standard geworden ist. Sie kann keine Erklärung finden, denn es gibt keine für das Verhalten einer humanitären Gesellschaft, die dieses Attribut angesichts ihres Umgangs mit den Schwächsten kaum noch verdient. Wörn will mit ihrem Bericht aufrütteln und Mut machen, sich zu solidarisieren, damit Missstände beseitigt werden und jeder Mensch ohne Angst und in Würde altern kann.

Ergänzt wird das im Vektor-Verlag unter der ISBN 3-929304-50-3 erschienene Buch (Preis 14 Euro) von einem Vor- und Nachwort von Claus Fussek, der oft pathetisch als "Engel der Alten" bezeichnet wird, weil er sich für alte Menschen einsetzt. Dabei ist Fussek wahrlich kein Engel. Vielmehr ist es ihm gelungen, sich seine Menschlichkeit zu bewahren.

Der nachfolgende Lin öffnet ein neues Fenster zum VerlagWeitere Besprechung dieses Buches



Dr. Ilja Seifert
Lob der Unvollkommenheit

Das 65 Seiten umfassende Werk erschien unter der ISBN 3-320-02942-8 im Karl Dietz Verlag GmbH Berlin zum Preis von 4,90 €

In seinen essayistischen Betrachtungen zur Biomedizin, Gentechnik, Menschenbild und Gesellschaftskonzepten setzt sich Dr. Ilja Seifert unter anderem mit Fragen der Biomedizin und Ethik auseinander. Seifert, der vielen als ABiD-Vorstandsmitglied und ehemaliger PDS-Bundestagsabgeordneter bekannt ist, nimmt die Entwicklung der Forschung mit dem „Rohstoff Mensch“ unter die Lupe und plädiert für die Menschenrechte aller Menschen, gleichgültig ob geboren oder nicht. Für ihn gibt es kein lebensunwertes Leben, das verhindert oder beseitigt werden muss. Er bekennt sich klar gegen das Klonen und zeigt Gefahren auf, die dadurch für die gesamte Menschheit entstehen können. Und dennoch: Bei aller Deutlichkeit seiner Standpunkte wird klar, dass er sie durchaus kritisch hinterfragt und es Punkte gibt, an denen es schwer fällt, eindeutige Positionen zu beziehen. Letztendlich siegt jedoch immer die Forderung, das Recht eines jeden Menschen auf Würde und Unvollkommenheit zu wahren und zu verteidigen.



Gisela Hermes, Susanne Göbel, Ottmar Miles-Paul
Graadse leeds

Das Buch (2. Auflage) mit der ISBN 3-932951-15-8 (Preis 8 Euro) kann unter der eMail-Anschrift schriftenreihe@bifos.de, Telefon 0561 72 88 542, oder Fax 0561 7288544 bestellt werden. Unter Der folgende Link öffnet ein neues Fenster zu bifoswww.bifos.org gibt es weitere Bücher- und Bookletangebote zum Thema Selbstbestimmung behinderter Menschen

Das Erfolgsbuch mit dem Titel, der auf deutsch „jetzt erst recht“ bedeutet, erzählt die Lebensgeschichten von fünfzehn Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen. Gisela Hermes, Susanne Göbel und Ottmar Miles-Paul haben sie auf 160 Seiten zusammengetragen. Es zeugt in seinen spannenden Erzählungen davon, wie behinderte Menschen leben und wie sie sich in allen gesellschaftlichen Bereichen einbringen können.

 

Was muss ein Kostenträger wissen und was geht ihn nichts an ?

Das Werk mit der ISBN: 3-00-010358-9 richtet sich vorwiegend an behinderte Menschen, Gesetzliche Betreuer, Heimleitungen, Fachkräfte in der Behindertenhilfe, Datenschutzbeauftragte, Fachkräfte in der Kostenträgerverwaltung, Studierende (Rechtswissenschaften, Sozialarbeit, Behindertenpädagogik). Es ist zu beziehen beim St. Josefs-Stift Eisingen gGmbH, Sekretariat, Pfarrer-Robert-Kümmert-Straße 1, 97249 Eisingen, Tel.: 09306-209207. Fax: 09306-209270, eMail: geschaeftsleitung@josefs-stift.de zum Preis von 9,90 Euro

Behinderte Menschen, die auf Leistungen der Träger der Sozialhilfe angewiesen sind, müssen häufig eine „finanzielle Peepshow“ hinlegen, um diese Leistungen zu erhalten. Das Buch stellt dar, wie weit die Informationspflicht geht. „Was muss ein Kostenträger wissen und was geht ihn nichts an ?“ lautet der Titel des Buches. Herausgeber ist Dr. Ulrich Spielmann, Geschäftsführer des Josef-Stifts in Würzburg. Im 112-Seiten starken Werk beschreiben mehrere Autorinnen und Autoren, wie weit die Auskunftspflicht behinderter Menschen den Kostenträgern gegenüber geht, bzw. wo ihre Grenzen sind. Es zeigt auf, wie viel die berufliche Schweigepflicht, nicht nur der Ärzte, sondern auch der anderen Berufsgruppen in der Behindertenhilfe in dieser Situation wert ist? Das Buch thematisiert die Probleme des ungebändigten Wissensdurstes von Sozialhilfeverwaltungen, die, weil sie die Kosten tragen, glauben, jegliche Befunde über behinderte Menschen beanspruchen zu dürfen, wie sensibel diese Daten auch immer seien. Das Buch stellt dieses Problem aus unterschiedlichen Perspektiven dar (Verfassungsrecht, Sozialrecht, Datenschutz, Kostenträger, Wohlfahrtsverband, Arzt, Heimleiter, gesetzliche Betreuer).



Rüdiger Bröhling
zwischen Autonomie und gesellschaftlicher Behinderung - Zur Ökonomie der Persönlichen Assistenz für pflegeabhängige Menschen

Zu beziehen ist das Buch unter der ISBN 3-8185-0357-5 unter anderem bei der Forschungsgruppe Politische Ökonomie, Institut für Politikwissenschaft, Philipps-Universität Marburg, Wilhelm Röpke-Straße 6, 35032 Marburg

Das rund 215 Seiten starke Werk des Marburger Diplom-Politologen Rüdiger Bröhling beschreibt die Geschichte der Behindertenbewegung in Deutschland und das Konzept des selbstbestimmten Lebens. Er focussiert sich auf die Situation assistenznehmender Menschen, die Entwicklung des Zivildienstes und ihre Bedeutung für Assistenznehmende. Sehr anschaulich beschreibt er weiterhin die negativen Auswirkungen der Pflegeversicherung im Kontext zu den Leistungen der Sozialhilfe. Sehr gut hat er die Chancen und Gefahren Persönlicher Budgets beschrieben, die künftig vermutlich eine große Rolle bei der Finanzierung der Assistenz spielen werden.

Die wissenschaftliche Ausarbeitung der Texte waren eine große Fleißarbeit, wie die zahlreichen Quellenhinweise bestätigen. Das Buch bietet eine gute Informationsbasis für alle, die sich intensiv mit dem Thema der Persönlichen Assistenz, ihrer Bedeutung für behinderte Menschen, sowie politischen und ökonomischen Aspekten befassen. Für den absoluten Laien wird es jedoch in einigen Passagen nicht unbedingt leicht zu lesen sein.




Lothar Sandfort
Hautnah

erschienen bei der AG SPAK Bücher, Holzheimer Str. 7, 98233 Neu-Ulm, Der nachfolgende Link öffnet ein neues Fenster zum Verlag www.leibi.de/spak-buecher, Tel. 07308 919261, Fax 07308 919095. Zu beziehen auch über den Buchhandel: ISBN 3-930 830-30-2

Hautnah ist der äußerst passende Titel des Buches, das ein Tabuthema aufgreift, nämlich die Sexualität behinderter Menschen. In Zeiten vermeintlicher sexueller Aufklärung und Freizügigkeit, in der Tabus längst überwunden scheinen, werden behinderte Menschen noch immer als sexuelle Neutren angesehen. Gleichzeitig werden, so kurios es klingen mag, sehr viele behinderte Menschen Opfer sexuellen Missbrauchs. Doch von Missbrauch handelt das Buch des selbst behinderten Psychologen Der nachfolgende Link öffnet ein neues Fenster zum ISBB TrebelLothar Sandfort nicht. Er vermittelt vielmehr, wie behinderte Menschen Selbstbewusstsein entwickeln können, ihren eigenen Körper nicht mehr als defizitär, sondern als lustvoll zu empfinden und so auf Partnerinnen und Partner erotisch und anziehend zu wirken. Sandfort greift weiterhin wie Sexualität in Einrichtungen und Sexualität von Menschen mit Assistenzbedarf auf. Außerdem stellt er sein Institut vor, in dem er Paare und Einzelpersonen berät, sowie Workshops für Männer und für gemischte Gruppen durchführt. Im Anhang geht er unter anderem auf Themen wie Elternschaft ein und listet Anschriften von Beratungsstellen auf.

 

Thomas Plaßmann
Ein Leben lang

ISBN 3-925850-26-0, 112 Seiten, zu beziehen im Buchhandel oder direkt bei der Nest-Verlag GmbH, Große Eschenheimer Straße 16-18, 60313 Frankfurt/ Main zum Preis von 8 Euro.

Fehlt Ihnen ein Geschenk für Leute mit Humor? Oder haben Sie gar selbst welchen ? Dann ist das kürzlich erschienene Buch von Thomas Plaßmann mit dem Titel "Ein Leben lang" sicher das Richtige. Der in Essen wohnende Karikaturist zeichnet mit äußerst spitzer Feder ein Bild seiner Mitmenschen. Seine Klotzes, Plaumanns und Dr. Kleinschmidt halten einem den Spiegel des Lebens vor. Sanft geht Plaßmann, Vater von drei Kindern, nicht mit uns um, spart keine Tabuthemen aus. Das Lachen bleibt im Hals stecken, wenn er über den Wert alter Menschen für die Gesellschaft nachdenkt. Doch er "quält" nicht nur, sondern lässt auch befreit auflachen. Realsatire, wie sie das Leben schreibt, von der Geburt bis zum Tod: nichts entgeht dem 1960 geborenen Künstler. Lesens- und auch ansehenswert!

 



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