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Prof Dr. Theresia Degener Foto: omp Bochum (kobinet) Die gegenwärtigen Verhandlungen über eine Konvention zur Verhütung und Bestrafung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit bei den Vereinten Nationen lässt nach Informationen von Prof. Dr. Theresia Degener wieder einmal behinderte Menschen aussen vor. "Das wäre das dritte Mal in den letzten 100 Jahren, dass Verbrechen gegen die Menschlichkeit die behinderte Personen adressier(t)en ignoriert und damit rechtlich verschwiegen werden. Weder urteilten die Nürnberger Prozesse nach 1945 über T 4 als Verbrechen gegen die Menschlichkeit, noch wurden behinderte Menschen in die Römischen Statuten, die den Internationalen Strafgerichtshof 1998 schufen, aufgenommen. Die nun von der Völkerrechtskommission entworfene Konvention soll bis spätestens 2029 verhandelt und verabschiedet werden. Es bleibt nicht viel Zeit, um die deutsche Regierung an ihre historische Verantwortung zu erinnern", berichtet Prof. Dr. Theresia Degener und verweist auf einen aktuellen Blogbeitag zum Thema.
Die Neue Norm Foto: BR München (kobinet) In der aktuellen Ausgabe Nummer 76 des Podcast Die Neue Norm geht es um das Thema Werkstätten für behinderte Menschen. In der Ankündigung des knapp einstündigen Podcasts heißt es u.a.: "In dieser Folge unseres Bayern 2 Podcasts sprechen Jonas Karpa, Karina Sturm und Raúl Krauthausen über Werkstätten für behinderte Menschen – und darüber, warum dieses System dringend grundlegend verändert werden muss. Zu Gast ist Wolfgang Raczkowsky, ein Kollege bei den Sozialheld*innen, der über 30 Jahre in einer Werkstatt gearbeitet hat und erzählt, wie er dorthin kam, welche Arbeit er dort gemacht hat, wie wenig Geld er verdiente und warum er während der Corona-Zeit schließlich kündigte."
Handball - ein Sport für ALLE Foto: Pixabay/OpenClipart-Vectors FRECHEN (kobinet) Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) blickt am 4. Juli auf seinen 75. Geburtstag – und wie relevant das Wirken des an Mitgliedern größten Behindertensportverbands der Welt ist, zeigt neben der Begeisterung rund um Paralympische Spiele auch ein Blick auf eine aktuelle Studie der Aktion Mensch zum gesellschaftlichen Zusammenhalt. Bemerkenswert ist, dass Sportvereinen der größte Stellenwert beigemessen wird, wenn es um gesellschaftlichen Zusammenhalt geht – insbesondere von Menschen mit Behinderung. Das unterstreicht die Wichtigkeit des Engagements des DBS für Teilhabe und Inklusion auch über das Jubiläumsjahr hinaus.
Info blau Symbol Foto: Susanne Göbel Münster (kobinet) Am Mittwoch, den 8. Juli 2026, findet ab 14:00 Uhr im Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) eine Verbändeanhörung zum Thema "Geplante Kürzungen in der Eingliederungshilfe und anderen sozialen Bereichen" statt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen mögliche Auswirkungen der geplanten Kürzungen auf Menschen mit Behinderungen, Kinder und Jugendliche, Alleinerziehende sowie die Arbeit von Verbänden, Vereinen und sozialen Einrichtungen. Gemeinsam sollen Betroffenheiten sichtbar gemacht, Erfahrungen ausgetauscht sowie die Möglichkeiten der weiteren Vernetzung und Zusammenarbeit erörtert werden. Darauf haben Rolf Kohn und Sonja Crämer-Gembalczyk, Fraktionssprecher*innen der Fraktion Die Linke – Die PARTEI – Tierschutzpartei im im Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hingewiesen. Auch eine Online-Teilnahme ist möglich.
Daumen unten Foto: Irina Tischer London / Berlin (kobinet) Die Kritik am deutschen Aussonderungssystem von der Förderschule, über die Werkstatt für behinderte Menschen, bis zum seperaten Wohnen in Einrichtungen ist nicht nur hierzulande groß. Auch außerhalb Deutschlands wird die deutsche Aussonderungspolitik kritisch beobachtet, wie ein aktueller BBC-Bericht zeigt. "How Germany fails disabled people", so lautet der Titel eines Dokumentar-Podcasts der BBC, der sich mit "Wie Deutschland Menschen mit Behinderungen im Stich lässt" übersetzen lässt. Dabei geht es vor allem um die Bedingungen in Werkstätten für behinderte Menschen und mangelnde Alternativen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. "Behinderte Menschen gehören der am meisten unfair behandelten Minderheit in Deutschland", heißt es in der Ankündigung des Podcasts, in dem auch Hubert Hüppe mit seiner Kritik an Sondereinrichtungen wie den Werkstätten für behinderte Menschen zu Wort kommt.