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Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband - Gesamtverband e. V. Foto: Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband - Gesamtverband e. V.
BERLIN (kobinet)
Anlässlich des Koalitionsstreits um das Pflegeneuordnungsgesetz hat sich Dr. Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes, für eine grundlegende Reform der Pflegefinanzierung ausgesprochen. Der aktuelle Streit um Nachbesserungen am Gesetz sei überfällig, so Rock. Die bisherige Praxis, immer mehr Kosten auf Versicherte und Pflegebedürftige zu verlagern, Leistungen zu kürzen und sich mit Darlehen nur Zeit zu kaufen, bleibe Stückwerk und werde den Herausforderungen nicht gerecht.
Zwei gebogene Kreisabschnitte, Buchstaben BdB und Text Bundesverband der Berufsbetreuer*innen Foto: nic communication & consulting / BdB
BERLIN (kobinet)
Carsten Müller (CDU/CSU), der amtierende Vorsitzende des Ausschusses für Recht und Verbraucherschutz im Deutschen Bundestag, hat sich mit Vertretern des Bundesverbands der Berufsbetreuerinnen und Berufsbetreuer (BdB) über die wirtschaftliche Situation der Berufsbetreuer, die geplante Evaluation der Betreuervergütung, den Heimbegriff im Vergütungsrecht sowie die Reform der gesetzlichen Regelungen zu Zwangsmaßnahmen ausgetauscht. Der BdB betont, dass die wirtschaftliche Situation für viele Berufsbetreuer angespannt bleibt. Viele erfahrene Fachkräfte verließen den Beruf, während zu wenig Nachwuchs nachkomme, erklärte BdB-Vorsitzende Hülya Özkan. "Wir versuchen mit aller Kraft, unsere Mitglieder im Beruf zu halten. Aber die Vergütung steht in keinem angemessenen Verhältnis zu den Anforderungen und zur Verantwortung. Viele wechseln in andere soziale Berufe, zu Behörden oder Pflegeeinrichtungen. Andere gehen in den Ruhestand, ohne dass genügend Nachwuchs nachkommt. Ohne Selbstausbeutung funktioniert das System für viele Berufsbetreuer*innen nicht mehr."
Logo Diakonie Deutschland - Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e.V. Foto: Diakonie Deutschland - Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e.V.
BERLIN (kobinet)
Eine repräsentative Umfrage des Instituts forsa im Auftrag der Diakonie Deutschland zeigt, dass die Bevölkerung bei sozialer Infrastruktur wie Kinderbetreuung, Altenpflege und Beratung keine radikalen Einheitslösungen will. Fast die Hälfte der Befragten (48 Prozent) spürt ausdrücklich ein Zusammenspiel aus staatlichen und gemeinnützigen Trägern. 36 Prozent sehen die Hauptverantwortung beim Staat, 12 Prozent bevorzugen freie gemeinnützige Organisationen. Lediglich ein Prozent möchte soziale Leistungen vorrangig privaten Unternehmen überlassen. Die Umfrage wurde vom 13. bis 17. Juli 2026 mit 2.000 Personen ab 18 Jahren durchgeführt.
Anlässlich des heutigen internationalen "Safe Abortion Day" fordert der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen die Entkriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen sowie eine flächendeckende und barrierefreie medizinische Versorgung für Betroffene. Der Aktionstag will darauf aufmerksam machen, dass der sichere, legale und zugängliche Schwangerschaftsabbruch ein Menschenrecht ist. Der SoVD fordert, dass das Land Niedersachsen gemeinsam mit den Kommunen regionale Lücken erfasst und eine flächendeckende, barrierefreie Versorgung aufbaut. Zudem müsse die Landesregierung sich im Bundesrat dafür einsetzen, Schwangerschaftsabbrüche zu entkriminalisieren und mit einer Fristenlösung außerhalb des Strafgesetzbuchs zu regeln. "Es verstößt gegen die Selbstbestimmungsrechte der ungewollt Schwangeren, diese zu stigmatisieren und Ärzt*innen zu kriminalisieren, die Abbrüche auf Wunsch der Betroffenen durchführen", sagt Swinke. Zugleich gelte es, den Zugang zu Schwangerschaftskonflikt-Beratungsstellen wohnortnah, niedrigschwellig und barrierefrei sicherzustellen.
Ob beim Jahresempfang des Bundesbehindertenbeauftragten, bei den vielen Sommercamps zum selbstbestimmten Leben behinderter Menschen oder bei Veranstaltungen in Kassel, Petra Groß war meist mittendrin dabei und hat sich für Barrierefreiheit und Leichte Sprache eingesetzt. Dabei war das langjährige Mitglied des Kasseler Behindertenbeirats und die frühere Mitarbeiterin von Mensch zuerst in der Regel nicht zu übersehen und auch nicht zu überhören. Denn sie hatte ein Mission, sie wollte, dass sich die Dinge zum Besseren entwickeln und dass behinderte Menschen die Unterstützung bekommen, die sie brauchen, um selbstbestimmt leben zu können. Nun wird Petra Groß nicht mehr dabei sein, denn am 25. September 2026 ist sie aufgrund verschiedener gesundheitlicher Probleme gestorben. Ihre Stimme wird aber sicherlich nachhallen und eine Mahnung sein, dass das selbstbestimmte Leben auch für behinderter Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf ernstgenommen werden muss.
"Die Menschen in der Ukraine leben seit Jahren mit russischen Luftangriffen. Für viele, gerade in Kiew, gehören nächtliche Luftalarme und der Weg in den Schutzraum fest zum Kriegsalltag. Doch die meisten Schutzräume sind nicht barrierefrei. Gleichzeitig wächst die Zahl der Menschen, die durch den Krieg mit Behinderungen leben – darunter verwundete Veteranen und zivile Kriegsopfer." Darauf hat mdr Aktuell in einem Beitrag aufmerksam gemacht.