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261106_LBB_Treffen_Essen Foto: LB Schleswig-Holstein
Essen (kobinet)
Die Behindertenbeauftragten des Bundes und der Länder (KBB) trafen sich in Essen vom 4. bis zum 6. November 2026. "Die Belange von Menschen mit Behinderungen im Katastrophenmanagement waren ein zentrales Thema. Es wurden auch aktuelle Themen behandelt. Verschiedene Gäste aus der Kommunal-, Landes- und Bundespolitik haben sich mit den Beauftragten wesentlich zu Grundfragen ausgetauscht, die sich durch Reformen im Sozialrecht stellen", heißt es in einem Facebook-Post der schleswig-holsteinischen Landesbehindertenbeauftragten.
Hände einer älteren Person und offene Geldbörse mit wenigen Münzen Foto: Pixabay/Alexas_Fotos
HANNOVER (kobinet)
Neue Zahlen des Landesamts für Statistik Niedersachsen zeigen, dass etwa 64.500 Rentnerinnen und Rentner in Niedersachsen Wohngeld beziehen, weil sie ihre Miete nicht allein tragen können. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen warnt vor den Folgen der geplanten Wohngeldreform der Bundesregierung. "Viele von ihnen sind von der geplanten Wohngeldreform der Bundesregierung betroffen, denn die Leistungen sollen ab 2027 deutlich reduziert werden. Das heißt, sie rutschen dann in die Grundsicherung im Alter", erklärt Dirk Swinke, Vorstandsvorsitzender des SoVD in Niedersachsen. Schon jetzt berichten Mitglieder von Schwierigkeiten, ihre Wohnkosten zu zahlen. "Diese Situation wird sich auch in Niedersachsen deutlich verschärfen", so Swinke.
Vor kurzem durfte sich Nancy Frind beim Landesbehindertenbeirat in Thüringen als Botschafterin für das Budget für Arbeit und das Budget für Ausbildung vorstellen. Dabei hat sie auch ihren neuen Arbeitgeber vorgestellt, die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL). "Ich nutze das Budget für Arbeit selbst. Mir ist wichtig, dass mehr Menschen wissen, dass es beide Budgets gibt. Deshalb bin ich landes- und bundesweit unterwegs. Dabei ist mir der Austausch auf Augenhöhe wichtig", schreibt Nancy Frind auf dem Instagram-Account der ISL. Bei der Veranstaltung konnte sie neue Kontakte knüpfen und alte wieder aufgegriffen und schon erste Gespräche verabreden. "Ich möchte Menschen erreichen, die aus der Werkstatt auf den allgemeinen Arbeitsmarkt wechseln möchten, junge Menschen mit Behinderungen auf dem Weg von der Schule in Ausbildung oder Beruf und Menschen mit Behinderungen, die sich beruflich neu orientieren möchten. Welcher Weg passt, entscheidet jeder Mensch selbst. Auch die Politik war vor Ort und es gab die Gelegenheit zum persönlichen Austausch. Denn miteinander ins Gespräch zu kommen, ist wichtig!" schreibt Nancy Frind.
"Die Website der Marktüberwachungsstelle der Länder für die Barrierefreiheit von Produkten und Dienstleistungen, kurz MLBF, ist für blinde und sehbehinderte Menschen eine wichtige Anlaufstelle, wenn Produkte oder Dienstleistungen nicht den Anforderungen des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes entsprechen. Über ein Kontaktformular können Verbraucher*innen Barrieren melden und eine Prüfung beantragen. Das betrifft zum Beispiel Online-Shops, Bankdienstleistungen, Zahlungsterminals, weitere Produkte und Dienstleistungen, die unter das BFSG fallen. Ihr stoßt auf eine Barriere und vermutet, dass ein Produkt oder eine Dienstleistung gegen das BFSG verstößt? Dann könnt Ihr Euch über das Kontaktformular an die MLBF wenden und die Barriere geltend machen. Unser Tipp: Beschreibt möglichst konkret, wo die Barriere auftritt, was genau nicht zugänglich ist und wie sie Euch bei der selbstständigen Nutzung behindert. Hier geht es zur Website der MLBF ➡️ https://www.mlbf-barrierefrei.de/", so heißt es auf der Facebookseite zur Woche des Sehens.
Die Anwältin für Gleichbehandlungsfragen für Menschen mit Behinderungen Christine Steger berichtete dem Sozialausschuss des österreichischen Nationalrats über die aus ihrer Sicht positive Entwicklung bei den Schlichtungsverfahren. Dabei sprach sie sich aber auch für weitere Verbesserungen bei Inklusion, Barrierefreiheit und sozialer Absicherung aus. Im Berichtszeitraum für das Jahr 2024 wurden 965 Beratungsfälle verzeichnet, 23 Prozent mehr als im Jahr davor. Die meisten Fälle betrafen die Arbeitswelt, allgemeine Gleichstellungsfragen, das Alltagsleben und Leistungen des Sozialministeriumservice, wie es in einem Bericht des österreichischen Online-Nachrichtendienst BIZEPS heißt.