Bundesverband
Forum selbstbestimmter Assistenz behinderter Menschen e.V.


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Kobinet Nachrichten

Kein Entkommen aus der Armutsfalle: Wohngeldkürzungen treffen die Falschen 29 Jun 2026 03:00:05

Verena Bentele
Verena Bentele
Foto: VdK Bayern

Berlin (kobinet) Bund und Länder planen massive Einschnitte beim Wohngeld: Laut einem Gesetzentwurf des Bundesbauministeriums sollen 2027 insgesamt rund 1,5 Milliarden Euro eingespart werden, ab 2028 soll die jährliche Kürzung sogar auf über zwei Milliarden Euro steigen. VdK-Präsidentin Verena Bentele erklärte dazu: "Bund und Länder wollen ausgerechnet bei Menschen sparen, die schon heute kaum ihre Miete bezahlen können. Was das Bauministerium hier vorlegt, ist eine der größten Sozialkürzungen der letzten Jahre. Und sie trifft diejenigen, die sich am wenigsten dagegen wehren können. Über die Hälfte der Wohngeldhaushalte sind Seniorinnen und Senioren mit kleinen Renten. 44 Prozent sind Familien, viele davon Alleinerziehende. Diese Menschen haben kein Polster, kein zweites Einkommen und keine Rücklagen – sie haben das Wohngeld. Nun sollen sie erhebliche Teile dieser Unterstützung verlieren."

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10 Jahre Merkzeichen taubblind – Jetzt echte Teilhabe möglich machen 29 Jun 2026 02:45:01

Sharepic mit Bild von Helen Keller mit Hinweis auf 10 Jahre TBL
Sharepic mit Bild von Helen Keller mit Hinweis auf 10 Jahre TBL
Foto: DBSV

Berlin (kobinet) Zum Geburtstag der taubbinden Autorin Helen Keller am 27. Juni 2026 hat der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) während seines Verbandstags eine Resolution mit dem Titel "10 Jahre Merkzeichen taubblind – Jetzt echte Teilhabe möglich machen!" verabschiedet. Seit 10 Jahren wird Taubblindheit in Deutschland als Behinderung eigener Art anerkannt. Im Schwerbehindertenausweis steht dafür das Merkzeichen TBl. "Nun müssen Politik und Verwaltung endlich auch die Unterstützung taubblinder Menschen auf eine stabile Grundlage stellen", so die Forderung des DBSV.

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Behindertenfeindliche Sparpolitik der Bundesregierung empört zunehmend auch Menschen im Nichtbehinderten-Journalismus 28 Jun 2026 21:53:03

Symbol Ausrufezeichen
Symbol Ausrufezeichen mit Schatten
Foto: ht

Staufen (kobinet) Um sich darüber zu empören und es politisch und moralisch vollkommen inakzeptabel zu finden, wie die derzeitige Regierungspolitik, die für Rüstung und Kriegstüchtigkeit an dreistelligen Milliardensummen locker macht ...

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Momentaufnahme 438 28 Jun 2026 10:00:02

Süßkirschen in der Hand for einem T-Shirt mit Kirschmotiv
Süßkirschen
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Nie wird das Leben genießen, wer nicht den Alltag zu  genießen weiß.

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Weiterer inklusiver Wohnraum in Bayern 28 Jun 2026 09:00:00

Flagge Bundesland Bayern
Flagge Bundesland Bayern
Foto: Gemeinfrei, public domain

MÜNCHEN (kobinet) Seit ihrer Gründung im Jahr 1987 steht die Camphill Dorfgemeinschaft Hausenhof für ein inklusives, anthroposophisch geprägtes Zusammenleben. Auf dem Gelände leben, arbeiten und lernen rund 90 Menschen – mit und ohne Assistenzbedarf – in einer Kombination aus Landwirtschaft, Werkstätten und Wohn‑ und Freizeitangeboten. Der Neubau "Chrysopras" erweitert das bestehende Angebot um 16 barrierefreie Wohnplätze und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Entlastung des regionalen Wohnungsmarktes für Menschen mit Behinderung. Die Camphill Dorfgemeinschaft Hausenhof in Dietersheim hat kürzlich die offizielle Einweihung des Neubaus "Chrysopras" gefeiert und ihr innovatives Konzept für inklusiven Wohnraum präsentiert. Der Freistaat Bayern hat das Projekt mit bis zu drei Millionen Euro gefördert.

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Reform mit Augenmaß: kein neuer Druck auf Krankenhäuser, Beschäftigte und Kommunen 28 Jun 2026 07:18:19

Wappen Bundesland Niedersachsen
Wappen Niedersachsen
Foto: Gemeinfrei, public domain

HANNOVER (kobinet) Vor dem Hintergrund, dass die gesetzliche Krankenversicherung vor erheblichen finanziellen Herausforderungen steht, hat der niedersächsische Sozialminister Dr. Andreas Philippi Maßnahmen zur Stabilisierung der Beitragssätze grundsätzlich begrüßt. Dieser Prozess darf aber, so schränkte Philippi ein, nicht zu Lasten der Strukturen gehen, die für eine qualitativ hochwertige, innovative und krisenfeste Versorgung unverzichtbar sind. Dies gilt nach den Worten des Ministers vor allem für die Krankenhäuser und auch mit Blick auf zukünftige Herausforderungen, denen sich die Krankenhäuser in möglichen Krisenfällen stellen müssen. Bisher galt immer ein einfaches Prinzip: Steigende Kosten in den Krankenhäusern, insbesondere bei den Löhnen, werden ausgeglichen. Das ist eine notwendige Grundlage für eine stabile Versorgung. Niedersachsens Sozialminister stellt dazu fest: "Die von der Bundesregierung vorgeschlagene Regelung des GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz weicht davon ab. Künftig soll die Anpassung an die Grundlohnsumme gebunden und zusätzlich gekürzt werden. Dadurch werden reale Kostensteigerungen nicht mehr vollständig berücksichtigt. Es entsteht eine strukturelle Unterfinanzierung."

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