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Vergabe des Inklusionspreis 2026 an Kultouren für alle Foto: CPH
NÜRNBERG (kobinet)
Das inklusive Projekt "Kultouren für alle" der Akademie Caritas-Pirckheimer-Haus (CPH) hat den Inklusionspreis 2026 des Bezirks Mittelfranken erhalten. Die Preisverleihung fand am 7. Oktober 2026 im Caritas-Pirckheimer-Haus in Nürnberg statt. Anwesend waren unter anderem Bezirkstagspräsident Peter Daniel Forster, der Inklusionsbeauftragte des Bezirks Mittelfranken, Lothar Baumüller, sowie Jury-Mitglieder und Vertreter:innen der Kultour-Tandems – engagierte Personen mit und ohne Behinderung, die gemeinsam inklusive Stadtführungen in Nürnberg entwickeln und durchführen. Anlässlich der Preisübergabe gab CPH-Projektleiterin Diana Löffler bekannt, dass die Aktion Mensch die Förderung des Projekts ab dem 15. Oktober 2026 für weitere zwei Jahre verlängert. Damit sind die inklusiven Stadtführungen vorerst gesichert. Das Projekt "Kultouren für alle" zielt darauf ab, Artikel 24 der UN-Behindertenrechtskonvention umzusetzen und neue Beteiligungsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderung im Bereich kultureller Bildung zu schaffen. Seit 2022 sind die inklusiven Führungen fester Bestandteil des Nürnberger Stadtbilds. Sie werden von Tandems – jeweils einer Person mit und einer ohne Behinderung – entwickelt und geleitet. Angeboten werden Führungen an acht Standorten, darunter der Hauptmarkt, das Rathaus, das Heilig-Geist-Spital, der Saal 600 und die Klarakirche.
Die Evangelische Stiftung Alsterdorf (ESA) schließt sich der Initiative WELCOMING OUT an. Als 100. PATRON unterstützt sie künftig die Initiative, die sich dafür einsetzt, Akzeptanz gegenüber queeren Menschen sichtbar zu machen und ein angstfreies Coming-out zu ermöglichen. Zum öffentlichen Start von WELCOMING OUT im Jahr 2022 gehörten 21 PATRONS zum Bündnis – mit der ESA sind es nun 100. Für die ESA ist der Beitritt Ausdruck ihres Verständnisses von Inklusion: Menschen sollen unabhängig von sexueller Orientierung oder geschlechtlicher Identität selbstverständlich dazugehören und sich nicht verstecken müssen.
Logo Diakonie Deutschland - Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e.V. Foto: Diakonie Deutschland - Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e.V.
BERLIN (kobinet)
Der Bundestag stimmte am 8. Oktober 2026 über einen fraktionsübergreifenden Antrag ab, der die Einrichtung eines umfassenden Monitorings des nicht-invasiven Pränataltests (NIPT) vorsieht. Die Bundesregierung soll die Ergebnisse bis spätestens Ende Juni 2027 vorlegen. Zudem soll ein interdisziplinäres Expertengremium aus Medizin, Ethik und Recht die Grundlagen der Kassenzulassung prüfen und Empfehlungen für eine rechtssichere und ethisch verantwortliche Weiterentwicklung erarbeiten.
Für die 69. Ausgabe des Internationalen Leipziger Festivals für Dokumentar- und Animationsfilm, die vom 26. Oktober bis zum 1. November 2026 stattfimnden, können zwei lange Dokumentarfilme und ein kurzer Animationsfilm mit Audiodeskriptionen sowie 26 Filme mit einfachen deutschen Untertiteln angeboten werden. Die Audiodeskriptionen werden durch Greta und Starks sowie die Kinoblindgänger gemeinnützige GmbH ermöglicht. Rund die Hälfte der Untertitel stammt von den Filmschaffenden selbst, die andere Hälfte wird KI-unterstützt von DOK Leipzig erstellt. Zusätzlich finden ein Lang- und ein Kurzfilm als Relaxed Screening im CineStar 2 statt. Dabei bleibt der Saal leicht beleuchtet, Zuschauer*innen können sich frei bewegen oder den Raum verlassen, und Geräusche aus dem Publikum sind erwünscht. Ein kostenloser Begleitservice für Blinde, Sehbehinderte oder Rollstuhlfahrende wird in Kooperation mit der Diakonie Leipzig angeboten. Interessierte können sich per E-Mail vorab bei Susann Hanske oder unter der Telefonnummer +49 341 56 12 12 90 melden.
Bruno Janßen Foto: Fraktion Bündnis 90/Die Grünen Kleve
Kleve (kobinet)
Der weit über die Grenzen von Kleve hinaus bekannte Lehrer des Konrad-Adenauer-Gymnasiums, Grünen-Politiker und Aktivist für die Rechte von Menschen mit Behinderungen, Bruno Janßen, ist am 1. Oktober 2026 im Alter von 64 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung verstorben. Er hat sich über Jahrzehnte für Barrierefreiheit, Inklusion und eine gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen in Kleve eingesetzt und hinterlässt eine große Lücke. Diese traurige Nachricht hat die kobinet-nachrichten, die immer wieder über das Wirken von Bruno Janßen berichtet hatten, vor kurzem erreicht.
Lucienne und Nico Mindermann aus dem Saarland haben sich von ihrer Hochzeitsreise aus Mallorca zu den aktuellen Entwicklungen im Hinblick auf die Wahl von Vertreter*innen der AfD zum Landtagspräsidenten und Landtagsvizepräsidenten in Sachsen-Anhalt zu Wort gemeldet. Dabei gehen sie der Frage nach: "Ist es nun Zeit, Angst zu bekommen?"