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Verena Bentele Foto: VdK Bayern BERLIN (kobinet) Anlässlich des Koalitionsausschusses am Donnerstag fordert der Sozialverband VdK Deutschland die Koalition aus CDU/CSU und SPD auf, die im Koalitionsvertrag vereinbarte Entlastung kleiner und mittlerer Einkommen endlich umzusetzen – sozial gerecht und solide gegenfinanziert. VdK-Präsidentin Verena Bentele erklärt: "Wer die Mitte der Gesellschaft wirklich entlasten will, muss mehr tun, als nur die Einkommensteuer zu senken. Gerade kleine Einkommen werden weniger durch Steuern als durch die steigenden Ausgaben für den täglichen Bedarf überproportional belastet. Hier muss die Koalition neben einer Reform der Einkommensteuer endlich handeln." Der VdK hat ein eigenes Steuerkonzept entwickelt, das eine umfassende und sozial ausgewogene Reform des Einkommensteuertarifs vorsieht. Ein zentraler Bestandteil des Konzepts ist die Anhebung des Grundfreibetrags von derzeit 12.348 Euro (für Alleinstehende) auf 15.400 Euro.
Kinder auf Spielplatz Foto: ISL DÜSSELDORF (kobinet) Der Sozialverband SoVD (NRW) Deutschland fordert die NRW-Landesregierung dazu auf, das Recht auf schulische Inklusion, also gemeinsames Lernen ohne Ausgrenzung, endlich ernst zu nehmen. Anlass sind neueste Zahlen der Studie "Inklusive Bildung zwischen Wunsch und Wirklichkeit". Dieser vom Deutschen Institut für Menschenrechte in Auftrag gegebenen Studie zufolge lehnen 82 Prozent der Eltern schulpflichtiger Kinder mit Behinderungen eine getrennte Beschulung ab. 69 Prozent der Eltern mit Kindern auf Förderschulen würden ihr Kind lieber auf eine allgemeine Schule schicken, wenn die Bedingungen dort besser wären. Bundesweit wurden rund 7.500 Eltern von Kindern mit Behinderungen zu ihren Erfahrungen befragt.
Sportler*innen-Ehrung in Tübingen mit Cary Hailfinger Foto: Thomas Dinges Tübingen (kobinet)
Und es geht doch, wenn man nach Lösungen sucht. Cary Hailfinger berichtet auf Facebook über die am 30. Juni 2026 erfolgte Sportler*innen-Ehrung, an der auch sie als Rollstuhlnutzerin gleichberechtigt teilnehmen konnte, nachdem es im Vorfeld erhebliche Aufregung darum gab, ob die Ehrung barrierefrei erfolgen kann: "Heute war es soweit, die Sportlerehrung in Tübingen fand statt. Der neu umgebaute Mark-Kemmler-Saal der Musikschule ist wohl ein perfektes Beispiel wie ein stufenloser Zugang zu einer Bühne aussehen kann. Eine Treppe, die sich auf Knopfdruck zum Hublift umfunktionieren lässt. Mit einer zulässigen Traglast von 400 kg ist dieser Lift auch für schwere Elektrorollstühle geeignet. Dass eine solche Lösung nicht überall möglich ist und zum absoluten Goldstandard gehört, darüber braucht man nicht diskutieren. Ich danke hier nochmal der Stadt Tübingen, Herrn Boris Palmer und insbesondere Frau Gundula Schäfer-Vogel für die Lösungssuche, für die diesjährige Sportlerehrung. Auch für die nächsten Jahre gibt es schon eine Lösung, die dann dauerhaft sein wird."
Kanzleramt Foto: Irina Tsicher Berlin (kobinet) Das Deutsche Kinderhilfswerk appelliert im Vorfeld des heute am 1. Juli 2026 tagenden Koalitionsausschusses an die Bundesregierung, nachhaltige Maßnahmen für eine generationengerechte Gesellschaft auf den Weg zu bringen. Aus Sicht der Kinderrechtsorganisation braucht es dringend strukturelle und finanzielle Investitionen, damit Kinder und Jugendliche in Deutschland zukünftig gleichwertige Lebenschancen haben, eine ausreichende soziale Absicherung bekommen sowie ein langfristig sicheres und gesundes Umfeld vorfinden. Dafür braucht es in Bund, Ländern und Kommunen eine ressortübergreifende Kinder- und Jugendpolitik und damit einhergehend Strategien für die flächendeckende Umsetzung der Kinderrechte, die seit mehr als 30 Jahren in der UN-Kinderrechtskonvention normiert sind.