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Menschen, die zum Beispiel hörende Kinder tauber Eltern sind, können so empfinden, als ob sie in zwei Welten leben würden. Sie übersetzen zum Beispiel für ihre Eltern in Lautsprache und bekommen gleichzeitig die Diskriminierung mit, die ihre Eltern erfahren. Gleichzeitig werden sie gegebenenfalls nicht richtig von der Gehörlosengemeinschaft anerkannt, obwohl sie möglicherweise gerne "allies", also freundschaftlich verbunden wären. Und dadurch, dass beispielsweise Deutsche Gebärdensprache (DGS) noch nicht überall voll als eigene Sprache anerkannt ist, kann es passieren, dass Dohas sprachliche Deprivation erleben. ZU dieser Thematik hat Anna Cebulla vom Kompetenzzentrum für Menschen mit Sinnesbehinderung Nordrhein-Westfalen ein Interview mit der Coda Magdalena Grybz geführt.
Logo Deutscher Behindertenrat (DBR) Foto: Deutscher Behindertenrat
Berlin (kobinet)
In seinem neuesten Newsletter verweist der Deutsche Behindertenrat (DBR) auf die im September 2026 in mehreren Bundesländern stattfindende Landtagswahlen. Die erste Landtagswahl in Sachsen-Anhalt bereitet dem Verbändebündnis Anlass zu großer Sorge. "Wahlen sind immer ein Moment, in dem politische Weichen gestellt werden. Für Menschen mit Behinderungen ist das besonders relevant: Ob Teilhabe gelingt, Barrieren abgebaut werden und notwendige Unterstützung gesichert ist, hängt wesentlich von politischen Entscheidungen ab. Auch der Deutsche Behindertenrat (DBR) bleibt deshalb im politischen Austausch und bringt die Perspektiven von Menschen mit Behinderungen in aktuelle Prozesse ein. Ein Schwerpunkt der vergangenen Wochen war erneut die Eingliederungshilfe: Mit einem Offenen Brief hat der DBR vor den geplanten Einsparungen und möglichen Verschlechterungen gewarnt. Gemeinsam mit weiteren Verbänden und Bündnissen wird derzeit an einer erneuten Positionierung gearbeitet", heißt es u.a. in der Einführung zum Newsletter vom Team des Deutschen Behindertenrates. Politisch bleibe also viel in Bewegung. Und gerade in Zeiten, in denen wichtige Entscheidungen anstehen, gelte: "Menschen mit Behinderungen müssen gehört und beteiligt werden – nicht nur an der Wahlurne, sondern auch bei den politischen Entscheidungen, die ihr Leben unmittelbar betreffen".
Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) verleiht am 16. März 2027 bei einer Jubiläumsgala in Berlin zum 25. Mal den Deutschen Hörfilmpreis. Bis zum 15. Oktober 2026 können Vorschläge für Hörfilm-Produktionen in den folgenden sechs Kategorien eingereicht werden:
Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) hat am 10. und 11. September 2026 in Berlin ihre Mitgliederversammlung abgehalten. Einstimmig aufgenommen wurde JuMemB, der Verband junger Menschen mit Behinderungen. Damit hat die Selbstvertretung behinderter Menschen in Deutschland erstmals eine bundesweite Vertretung, die von jungen behinderten Menschen selbst getragen wird. JuMemB ging aus der Frage hervor, warum es für Kinder und Jugendliche keine eigene bundesweite Selbstvertretung gibt. Aus einem ersten Treffen im Februar 2022 mit rund 15 Personen sind inzwischen 27 Aktive geworden; im März 2026 gründete sich der Verein und wählte Lilith, Lukas und Theresa in den Vorstand. Vertreten werden junge Menschen von zwölf bis 27 Jahren. Die Mitgliederversammlung benannte Justus Lauer zugleich als Beirat für Jugend-Behindertenpolitik.
Schwarzes Handtelefon leigt auf einem Tisch Foto: H. Smikac
SAARBRÜCKEN (kobinet)
Der Sozialverband VdK Saarland warnt aktuell eindringlich vor betrügerischen Anrufen zum Thema Hausnotruf, nachdem im Raum Völklingen bereits mehrere solcher Versuche bei Mitgliedern gemeldet wurden. Die Täter geben sich am Telefon als Mitarbeiter des VdK oder einer vermeintlichen Partnerfirma aus und versuchen gezielt, sensible Informationen wie die Krankenkassen- und die VdK-Mitgliedsnummer abzufragen. Der VdK stellt hierzu unmissverständlich klar, dass er zwar mit seriösen Kooperationspartnern zusammenarbeitet, den Hausnotruf jedoch nicht aktiv am Telefon bewirbt. Mitglieder werden zu diesem Thema nicht unaufgefordert angerufen, und es werden unter keinen Umständen persönliche Daten telefonisch abgefragt. Betroffene sollten solche Gespräche sofort abbrechen, keinesfalls Auskünfte erteilen und sich im Verdachtsfall direkt an das VdK-Servicetelefon unter 0800 835 7227 wenden, um den Vorfall zu melden.
Logo Der Paritätische Wohlfahrtsverband Landesverband Baden-Württemberg Foto: Der Paritätische Wohlfahrtsverband Landesverband Baden-Württemberg e.V.
STUTTGART (kobinet)
Anlässlich des heutigen Internationalen Tages der Demokratie fordert der Paritätische Wohlfahrtsverband Baden-Württemberg eine nachhaltige Stabilisierung der sozialen Infrastruktur im Land. Die Träger der Freien Wohlfahrtspflege und Fachverbände müssten stärker in politische Entscheidungsprozesse einbezogen und unterstützt werden, da sie mit ihren Angeboten einen unverzichtbaren Beitrag zum sozialen Zusammenhalt und zur Demokratie leisteten. Die Landesregierung solle die Sorgen der Menschen ernst nehmen und soziale Sicherheit zur Priorität machen.