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Logo SoVD-Landesverband Niedersachsen e.V. Foto: SoVD-Landesverband Niedersachsen e.V. HANNOVER (kobinet) Die finanzielle Belastung für Menschen, die in einem Pflegeheim leben, wird immer größer. Mittlerweile müssen sie in Niedersachsen monatlich 3.008 Euro dazu bezahlen. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen sieht seine schlimmsten Befürchtungen bestätigt und fordert das Land auf, endlich die Investitionskosten zu übernehmen und Betroffene so zu entlasten. Wer in ein Pflegeheim kommt, muss im ersten Jahr über 3.000 Euro monatlich selbst bezahlen. Das geht aus einer Erhebung des Verbands der Ersatzkassen hervor. Damit erhöht sich der sogenannte Eigenanteil im Vergleich zu 2025 noch einmal um über 200 Euro. "Die Kosten für einen Pflegeheimplatz steigen ins Unermessliche. Das kann sich kaum noch jemand leisten", sagt Dirk Kortylak, Vorstand des SoVD in Niedersachsen. Das erleben die SoVD-Berater*innen auch in ihrem Alltag. "Zu uns kommen meistens die Angehörigen, die nicht mehr weiterwissen und finanziell am Limit sind. Wir beantragen dann Hilfe zur Pflege, obwohl die Pflegebedürftigen oft ihr Leben lang gearbeitet. Das ist wirklich unwürdig", betont Kortylak.
Simone Fischer Foto: Axel Dressel BERLIN (kobinet) 3.364 Euro im Monat müssen Pflegebedürftige inzwischen im ersten Heimjahr aus eigener Tasche zahlen, 256 Euro mehr als vor einem Jahr. Darauf macht die Sprecherin für Pflegepolitik der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Simone Fischer, aufmerksam. "Das ist nicht nur alarmierend. Das ist ein Armutszeugnis für die Bundesregierung" stellt die Bundestagsabgeordnete dieser Partei fest. "Eine wirksame Begrenzung der Eigenanteile gehört seit Jahren zu den zentralen Reformforderungen in der Pflege. Doch der Referentenentwurf zum Pflegeneuordnungsgesetz spart genau dieses Problem aus. Schlimmer noch: Er senkt die Eigenanteile nicht, er treibt sie weiter in die Höhe. Der höchste Heimzuschlag greift künftig erst nach viereinhalb statt nach drei Jahren. Und Gesundheitsministerin Warken versteckt sich hinter einer Dynamisierung der Leistungen, die zu spät kommt und nicht ausreicht, um den weiteren Anstieg der Eigenanteile zu stoppen. Die Folge dieser Politik: Immer mehr Pflegebedürftige können ihre Heimkosten nicht mehr selbst stemmen und müssen Sozialhilfe in Anspruch nehmen. Das widerspricht dem Ziel der sozialen Pflegeversicherung – und belastet schon heute die Kommunen erheblich." so Simone Fischer.
Logo: Demokratie braucht Inklusion Foto: gemeinfrei BERLIN (kobinet) In dieser Umfrage geht es darum, wie digitale Teilhabe für Menschen mit komplexem Unterstützungsbedarf besser gelingen kann, welche Erfahrungen zu diesem Thema aus der Praxis bereits gibt und welche Maßnahmen erforderlich, um bestehende Barrieren abzubauen. Ziel dieser Umfrage ist es, Erfahrungen, Anregungen und gute Praxisbeispiele zu sammeln, um daraus Impulse für die Weiterentwicklung der digitalen Teilhabe abzuleiten. Die Ergebnisse fließen in die Teilhabeempfehlungen des Bundesbehindertenbeauftragten ein. Zur Teilnahme eingeladen sind Menschen mit Behinderungen, ihre Angehörigen, Fachkräfte, Interessenvertretungen, Verbände sowie alle, die ihre Erfahrungen und Perspektiven einbringen möchten. Die Umfrage ist bis Ende Juli geöffnet und unter diesen Links zu erreichen: Allgemeine Fassung / Fassung in Leichter Sprache.
Deutschland Lage Nordrhein-Westfalen Foto: Gemeinfrei https://de.wikipedia.org/wiki/Flaggen_und_Wappen_der_L%C3%A4nder_der_Bundesrepublik_Deutschland DÜSSELDORF (kobinet) Der Bericht zur sozialen Lage im Land wird einmal pro Legislaturperiode erstellt. Zuletzt war er in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2020 erschienen. Er nimmt die Themen Einkommen, Vermögen, Armut und Reichtum in den Blick. Der Bericht stellt für die Landesregierung eine wichtige Grundlage für ihre Sozial- und Arbeitsmarktpolitik dar. Basierend auf öffentlich zugänglichen Daten der amtlichen Statistik wie etwa dem Mikrozensus 2024, der Lohn- und Einkommensteuerstatistik sowie verschiedenen Sozialstatistiken kann er auf entstehende Problemlagen aufmerksam machen. Die Berichtszeiträume richten sich jeweils nach den zum Zeitpunkt der Berichtserstellung aktuell verfügbaren Daten. Für die meisten Statistiken lagen Daten für das Jahr 2024 vor. Der Sozialbericht steht im Internet unter diesem Linkzur Verfügung.
Ferda Ataman Foto: Sarah Eick Berlin (kobinet) Eigentlich wollte die Bundesregierung die Altersdiskriminierung abbauen, wovon im Gesetzentwurf zur Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes nicht viel zu sehen ist. Eine neue Studie zeigt dabei erneut die Dimension von Altersdiskriminierung in Deutschland auf. Wer mit 65 Jahren eine Kfz-Versicherung online abschließt, zahlt dafür nämlich signifikant mehr als mit 45 – und bekommt dabei weniger Tarife angeboten. Das zeigt eine aktuelle wissenschaftliche Untersuchung des Instituts für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ), die von der Antidiskriminierungsstelle des Bundes gefördert wurde. "Dass ältere Menschen schlechtere Tarife und weniger Angebote bekommen, wenn sie eine Kfz-Versicherung online abschließen, ist für die Betroffenen schwer nachvollziehbar – sie empfinden diese Praxis als ungerechte Altersdiskriminierung", bewertet die Unabhängige Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung, Ferda Ataman, die Ergebnisse.
Bild zum bifos-Video zur Peer Counseling Weiterbildung Foto: bifos Berlin (kobinet) Das Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) lädt für Freitag, den 17. Juli 2026, von 16:00 bis 17:00 Uhr zu einer kostenfreien Online-Infoveranstaltung zur nächsten Peer-Counseling-Weiterbildung ein, die im Jahr 2027 stattindet unf für die Anmeldung mittlerweile möglich ist. Interessierte erhalten Informationen zu Inhalten, Ablauf und der aktuellen Bewerbungsphase. Außerdem besteht die Möglichkeit, Fragen direkt an die Koordinatorin der Weiterbildung, Jenny Bießmann, zu stellen, heißt es in der Ankündigung der Oniine-Infoveranstaltung.