Bundesverband
Forum selbstbestimmter Assistenz behinderter Menschen e.V.


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Kobinet Nachrichten

Proteste für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen vor dem Europaparlament 02 Oct 2026 08:09:19

Sharepic zum Freedom Drive 2026
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Foto: ENIL

Brüssel (kobinet)

"No More Excuses - Our Time is NOW!" Unter diesem Motto, das in deutsch übersetzt "Keine weiteren Ausreden - Unsere Zeit ist Jetzt!" bedeutet, fanden vom 29. September bis 1. Oktober 2026 eine Reihe von Veranstaltungen und eine Demonstration zum Freedom Drive in Brüssel statt. Zur Demonstration, die zum Europäischen Parlament führte, hatte das Europäische Netzwerk zum selbstbestimmten Leben behinderter Menschen (European Network on Independent Living, ENIL) aufgerufen. Bereits seit 2003 demonstriert die europäische Interessenvertretung für ein selbstbestimmtes Leben behnderter Menschen immer wieder mittels des Freedom Drive für Gleichstellung und Selbstbestimmung. "Menschen mit Behinderungen protestieren vorm EU-Parlament für ein selbstbestimmtes Leben. Aktivist Florian Sanden kritisiert geplante Sozialkürzungen", heißt es in der Einleitung eines Interviews von Andrea Schöne von der Tageszeitung taz, das diese mit Florian Sanden von ENIL angesichts der aktuellen Proteste in Brüssel führte. Der taz-Beitrag steht unter der Überschrift: "Hunderttausende wollen nicht mehr fremdbestimmt werden".

Link zum taz-Interview mit Florian Sanden, der übrigens seit dem 11. September 2026 auch im erweiterten Vorstand der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) aktiv ist

Link zur Internetseite von ENIL mit weiteren Informationen zum Freedom Drive 2026

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REHADAT bündelt Jobcoaches am Arbeitsplatz in zentraler Übersicht 02 Oct 2026 05:31:20

REHADAT Logo
REHADAT Logo
Foto: REHADAT

KÖLN (kobinet)

REHADAT bietet ab sofort eine zentrale Übersicht für Jobcoaches am Arbeitsplatz an, um Menschen mit Behinderungen, Arbeitgeber sowie Beratungsstellen die Suche nach qualifizierten Ansprechpersonen zu erleichtern. Zum Start am 1. Oktober 2026 umfasst das Verzeichnis Jobcoaches aus Nordrhein-Westfalen, Hessen und Sachsen. Weitere Bundesländer sollen in den kommenden Monaten folgen. Das Angebot richtet sich an alle Beteiligten der beruflichen Teilhabe. Die zuständigen Inklusionsämter stellen die Daten der Jobcoaches bereit und prüfen diese. Jobcoaching am Arbeitsplatz findet direkt am Arbeits- oder Ausbildungsplatz statt. Ziel ist die Entwicklung passgenauer Lösungen für den Arbeitsalltag, um die selbstständige Ausübung der Arbeit zu fördern und das Arbeits- oder Ausbildungsverhältnis zu stabilisieren.

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GMU übernimmt Trägerschaft des Palliativversorgungs-Projekts DeafPal 02 Oct 2026 05:11:20

Logo des Landesverband Bayern der Gehörlosen
Logo des Landesverband Bayern der Gehörlosen
Foto: Landesverband Bayern der Gehörlosen

MÜNCHEN (kobinet)

Der Gehörlosenverband München und Umland e. V. (GMU) hat die Trägerschaft des Projekts DeafPal übernommen. Das Projekt zielte ursprünglich darauf ab, die grundlegende Palliativversorgung für taube Menschen zu verbessern. Entwickelt wurde es als Forschungsprojekt der Hochschule Landshut unter der Leitung von Prof.in Dr. Uta Benner und Prof.in Dr. Sabine Fries. DeafPal entstand in partizipativer Zusammenarbeit mit tauben Menschen, deren Erfahrungen und Perspektiven direkt in die Umsetzung einflossen. Gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst lief das Projekt von Januar 2021 bis Dezember 2023 und wurde bis Juni 2024 verlängert. Nun stellt die GMU eine überarbeitete Website unter www.deafpal.de bereit. Ein Schwerpunkt liegt auf Inhalten in Deutscher Gebärdensprache (DGS): Aktuell sind 30 Gebärdensprachvideos zum Thema Palliativversorgung verfügbar, weitere sind in Planung.

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Arbeitslosigkeit Schwerbehinderter mit über 193.000 anhaltend hoch 02 Oct 2026 05:06:20

Logo der Bundesagentur für Arbeit
Logo der Bundesagentur für Arbeit
Foto: BA

Nürnberg (kobinet)

Die Arbeitslosigkeit schwerbehinderter Menschen in Deutschland bleibt anhaltend hoch. Auch wenn im September 2026 der Höchstwert von 194.164 arbeitslos gemeldeten schwerbehinderten Menschen mit 193.329 leicht unterschritten wird, ist der Anstieg der Arbeitslosigkeit schwerbehinderter Menschen in den letzten Jahren in Deutschland unverkennbar. Im September 2025 waren beispielsweise über 8.000 schwerbehinderte Menschen weniger arbeitslos gemeldet als derzeit. Im September 2025 lag diese noch bei 185.269, wie aus den aktuellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit hervorgeht. Ein Blick zurück in die Zeit vor der Corona-Pandemie zeigt, wie dramatisch sich die Situation schwerbehinderter Menschen am Arbeitsmarkt in den letzten Jahren entwickelt hat. Im September 2019 waren mit 153.538 fast 40.000 schwerbehinderte Menschen weniger arbeitslos gemeldet als heute.

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Berufliche Rehabilitation braucht verlässliche Rahmenbedingungen 02 Oct 2026 05:01:20

Bild eines Arbeiters an einer Werkbank mit Handwerkzeug und Maschinenteilen
Bild eines Arbeiters an einer Werkbank mit Handwerkzeug und Maschinenteilen
Foto: tanrıca In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

BERLIN (kobinet)

Die 28 Berufsförderungswerke (BFW) mit rund 100 Standorten verzeichnen eine steigende Nachfrage nach beruflicher Rehabilitation, bedingt durch den demografischen Wandel und veränderte Anforderungen der Arbeitswelt. Besonders bei psychischen oder chronischen Erkrankungen benötigen immer mehr Menschen Unterstützung für einen beruflichen Neustart. Wie der Bundesverband Deutscher Berufsförderungswerke (BV BFW) mitteilt, gelingt über 78 Prozent der Absolventinnen und Absolventen nach ihrer Rehabilitation der Weg in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung.

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DRK sieht Licht und Schatten 02 Oct 2026 04:51:20

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Foto: planet_fox

BERLIN (kobinet)

Die Bundesregierung hat den Gesetzentwurf für ein Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG) beschlossen. Damit beginnt das parlamentarische Verfahren zur Neuordnung der Pflegeversicherung. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) sieht Licht und Schatten: Begrüßt wird die Rücknahme der Absenkung von Rentenansprüchen pflegender Angehöriger und die Beibehaltung der gestaffelten Leistungszuschüsse in stationären Pflegeeinrichtungen. Unterstützt wird auch die geplante fachliche Pflegebegleitung und Stärkung der Prävention und Rehabilitation. Allerdings sieht das DRK bei der langfristigen Finanzierung der Pflege weiterhin grundlegenden Handlungsbedarf. "Die Pflege steht vor großen Herausforderungen. Gleichzeitig wird die Finanzierung der Versorgung für Pflegebedürftige, Angehörige und Einrichtungen zunehmend schwieriger. Deshalb brauchen wir eine Reform, die nicht nur kurzfristig die Pflegeversicherung stabilisiert, sondern die Pflege dauerhaft verlässlich absichert", sagt Christian Reuter, Generalsekretär des DRK.

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