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Forum selbstbestimmter Assistenz behinderter Menschen e.V.


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Kobinet Nachrichten

62 Jahre Aktion Mensch – Das Inklusionsspektakel 10 Oct 2026 15:28:38

roter Schriftzug
roter Schriftzug "aktionismus Mensch"
Foto: Ralph Milewski

Fladungen (kobinet)

Herzlichen Glückwunsch! Aktion Mensch feiert ihren 62. Geburtstag. Über 5,4 Milliarden Euro wurden seit der Gründung 1964 in soziale Projekte investiert. Eine beeindruckende Summe. Dazu unzählige Kampagnen, Aktionstage, Modellprojekte, Studien und öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen. Es wurde gefördert, gefeiert, geworben und aufgeklärt. Die Erfolgsgeschichte ist geschrieben, das Publikum darf applaudieren.

Nur eine Kleinigkeit fehlt: die Bilanz der nachhaltigen gesellschaftlichen Veränderungen.

Nicht die Zahl der Projekte, nicht die Höhe der Fördersummen, sondern die Frage, was von alledem dauerhaft geblieben ist. Welche aussondernden Strukturen wurden abgeschafft? Welche regulären gesellschaftlichen Strukturen so verändert, dass Menschen mit Behinderung selbstverständlich dazugehören? Wie viele der geförderten Sonderangebote sind inzwischen überflüssig geworden?

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Kontaktgespräch Psychiatrie: Kein Generalverdacht gegen psychisch erkrankte Menschen 10 Oct 2026 07:19:29

Logo des BeB
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Foto: Bundesverband evangelische Behindertenhilfe

BERLIN (kobinet)

Anlässlich des Tages der seelischen Gesundheit am 10. Oktober 2026 warnen Verbände des Kontaktgesprächs Psychiatrie vor einer zunehmenden Ausgrenzung und Diskriminierung psychisch erkrankter Menschen. In den letzten Monaten sei ein gesellschaftliches Klima entstanden, das diese Gruppe unter Generalverdacht stelle, heißt es in einer Pressemitteilung. Medien berichteten oft unreflektiert über Menschen mit Gewaltpotenzial, wobei ein Bezug zu psychischen Erkrankungen hergestellt werde, selbst wenn unklar sei, ob eine solche vorliege oder mit der Tat im Zusammenhang stehe.

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Gute Palliativversorgung gehört in die Suizidprävention 10 Oct 2026 05:16:00

Elderly woman in a wheelchair engaging with caregiver in a bright, welcoming environment.
Elderly woman in a wheelchair engaging with caregiver in a bright, welcoming environment.
Foto: Jsme MILA

BERLIN (kobinet)

Zum heutigen Welthospiztag fordert die Caritas, die Hospiz- und Palliativversorgung im geplanten Suizidpräventionsgesetz zu stärken. "Solange Menschen Angst haben, bei einer schweren Erkrankung über Monate mit Schmerzen allein gelassen zu werden, kann Suizidassistenz ihnen leicht als attraktive Alternative erscheinen. Das Versprechen einer guten Palliativversorgung und einer guten Begleitung Sterbenskranker mit den Angeboten der Hospizarbeit ist daher im besten Sinne Suizidprävention", betont Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa.

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Werkstatträte fordern Entgelt-Reform und solidarische Unterstützung für Mindestlohnklage 10 Oct 2026 05:11:00

Mehrere Paragraphenzeichen auf einem Blatt
Mehrere Paragraphenzeichen auf einem Blatt
Foto: Pixabay/geralt

HAMM (kobinet)

Die Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstatträte NRW und die Werkstatträte Deutschland e.V. positionieren sich zur Mindestlohnklage des Werkstattbeschäftigten Jürgen Linnemann. Anlässlich der Klage betonen die Werkstatträte, dass sie sich seit Jahren für eine nachhaltige und weitreichende Entgelt-Reform einsetzen. Diese soll allen 320.000 in Werkstätten beschäftigten Menschen ein nachvollziehbares, einfaches und auskömmliches Entgelt aus einer Hand bieten, das die besonderen Schutzrechte der Werkstattbeschäftigten weiterhin achtet. Das Entgelt müsse den gesamten Personenkreis behinderter Menschen erreichen, die dem Arbeitsmarkt nicht oder noch nicht für mehr als drei Stunden zur Verfügung stehen – inklusive schwerstmehrfachbehinderter Menschen in NRW und bundesweit.

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BSG: Schriftliche Arbeitslosmeldung in Papierform ausreichend bei Beratungsfehler der Agentur 10 Oct 2026 05:01:00

Logo VdK Deutschland
Logo VdK Deutschland
Foto: VdK Deutschland

Berlin (kobinet)

Das Bundessozialgericht (BSG) hat mit Urteil vom 7. Oktober 2026 (Az: B 11 AL 4/25 R) entschieden, dass eine schriftliche Arbeitslosmeldung in Papierform ausreicht, wenn die Arbeitsagentur ihre Beratungs- und Hinweispflichten verletzt hat. Damit ändert das Gericht seine bisherige Rechtsprechung. Gegenstand des Verfahrens war die Frage, ob sich eine Klägerin wirksam arbeitslos gemeldet hatte. Das VdK-Mitglied hatte im März 2023 schriftlich Arbeitslosengeld beantragt. Die Arbeitsagentur ging zunächst davon aus, dass eine persönliche oder Online-Meldung erforderlich sei. Allerdings wies die Behörde die Klägerin nicht auf den Formfehler hin. Erst nach einer erneuten Einsendung des Schreibens wurde sie am Telefon darauf hingewiesen, sich persönlich zu melden. Die Bewilligung von Arbeitslosengeld erfolgte daraufhin erst ab dem 8. Mai 2023.

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Dr. Brigitte Schumann: Sonderpädagogische Kontinuitäten beenden – Menschenrechte achten 10 Oct 2026 04:10:59

Dr. Brigitte Schumann
Schumann_Brigitte_Dr_Inklusiva
Foto: INKLUSIVA

Düsseldorf (kobinet)

"Mit dem sonderpädagogischen Feststellungsverfahren und seiner Diagnostik werden verdeckte sonderpädagogische Kontinuitäten zur Legitimation des Förderschulsystems strukturell fortgeführt. Damit zu brechen ist zur Verwirklichung des menschenrechtlichen Anspruchs auf Bildung überfällig." Dies schreibt die Bildungsjournalistin Dr. Brigitte Schumann in ihrem aktuellen Meinungsbeitrag auf der Plattform bildungsklick. Angesichts zunehmender autoritärer, nationalistischer und menschenfeindlicher Entwicklungen in der Gesellschaft ist es nach Ansicht der Autorin bildungspolitisch angezeigt, das den Menschenrechten und dem Grundgesetz zugrundeliegende Gleichheitsgebot zu stärken. Um rechtsextreme Narrative und Ausgrenzungspraktiken gegen gesellschaftlich schwache Gruppen wirksam zu bekämpfen, müssten auch sonderpädagogische Strukturen aufgedeckt und aufgehoben werden, die der Verwirklichung menschenrechtsbasierter und demokratischer Bildung entgegenstehen, heißt es u.a. in dem Beitrag.

Link zum Beitrag von Dr. Brigitte Schumann auf bildungsklick

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