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Und wieder muss die Behindertenbewegung Abschied von einer Person nehmen, die zwar meist im Hintergrund wirkte, aber im wahrsten Sinne des Wortes Millionen bewegt hat. Abschied von Bärbel Maetz, der Verwaltungsfee, die viele Projekte in finanzieller Hinsicht sicher und zugewandt durch nicht immer ruhige Gewässer steuerte und auch als Rentnerin noch mit Rat und Tat bei Verwaltungsfrage bereit stand. Im Nachruf von Barbara Vieweg auf Bärbel Maetz heißt es: "Wir müssen Abschied von unserer Kollegin Bärbel Maetz nehmen. Bärbel ist am 19. Oktober 2026 verstorben. 25 Jahre lagen die Finanzen der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) und des Jenaer Zentrums für selbstbestimmtes Leben in ihren erfahrenen Händen. In großen Projekten mit vielen Partnern war sie für die Finanzen zuständig. Wir übertreiben nicht, wenn wir sagen 'sie bewegte Millionen'. Ihre Fachkompetenz, ihre Hartnäckigkeit und ihr Selbstbewusstsein waren einzigartig. Bärbel hatte keine Angst vor großen Tieren, egal ob das Bundesverwaltungsamt oder ein Ministerium. Für die Sache der Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen hat sie sich oft gegen die Bürokratie und Kleinkrämerei erfolgreich durchgesetzt. Wir verlieren mit ihr eine kluge, humorvolle und durchsetzungsstarke Kollegin, mit der wir auch freundschaftlich verbunden waren."
261026_Antonio_Florio_EFH_Ludwigsburg Foto: Antonio Florio
Ludwigsburg (kobinet)
Wenn Antonio Florio an der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg ein Seminar hält, ist das für ihn immer etwas Besonderes. Hier begann 2003 seine Laufbahn als Referent und später als Lehrbeauftragter. "Es ist also jedes Mal ein bisschen wie Heimkommen", schreibt Antonio Florio auf Facebook. Und weiter berichtet er: "In diesem Zusammenhang möchte ich auf eine Aussage von Frau Klöckner vor einigen Wochen eingehen. Sinngemäß meinte sie, dass in ihrer Heimatregion Menschen mit Behinderung zusammenleben, um sie vor Vereinsamung zu schützen. Das mag auf manche zutreffen. Aber daraus eine allgemeine Aussage zu machen, halte ich für grundlegend falsch! Ohne die persönliche Assistenz in meinen eigenen vier Wänden hätte ich meinen Weg niemals mit dieser Dynamik und diesen Erfolgen gehen können. Und jetzt werde ich bewusst etwas provokant: Will die Politik überhaupt, dass wir Menschen mit Behinderung Karriere machen und selbstbestimmt leben? Denn je selbstständiger und erfolgreicher wir werden, desto schwieriger wird es, uns in irgendwelche Heime abzuschieben! Zum Schluss noch ein Wort zu den Studierenden im ersten Teil meines Blockseminars: Es war klasse zu beobachten, wie sie meine Aufforderung, frecher zu sein und auf provokante Fragen auch mal frech zu antworten, umgesetzt haben. Genau darum geht es mir in meinen Seminaren: Berührungsängste abbauen, kritisch hinterfragen und auch mal frech sein!"
Kreis, der mit weiteren bunten Kreisen angefüllt ist. Foto: Aktion Mensch
Bonn (kobinet)
"Viele Menschen zeigen jeden Tag, wie Inklusion gelingt. Im Alltag. In der Freizeit. Bei der Arbeit. Geschichten wie diese machen Mut und zeigen, wie Zusammenhalt wächst", so heißt es auf der Internetseite der Aktion Mensch, auf der Geschichten von Menschen veröffentlicht werden, die Inklusion in verschiedenen Bereichen leben.
Dass sich im Rentensystem etwas ändern muss, ist klar. Allerdings kann sich die Bundesregierung derzeit nicht einigen, wie genau die Reformen aussehen müssen. Mit seinem Fachtag "Arbeit, Alter, Gerechtigkeit – die Zukunft der Rente" lädt der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen deshalb alle Interessierten dazu ein, gemeinsam zu diskutieren, wie die gesetzliche Rente so gestaltet werden kann, dass sie unterschiedlichen Anforderungen gerecht wird – heute und in Zukunft. Der SoVD-Fachtag findet am Montag, 16. November 2026, von 9.45 bis 16.00 Uhr im Veranstaltungszentrum Rotation in den ver.di-Höfen (Goseriede 10, 30159 Hannover) statt. Eine Anmeldung ist bis zum 5. November 2026 unter dieser Internet-Adresse möglich.
"Im Ernstfall mitgedacht? Menschen mit Behinderung im Katastrophenschutz", so lautet der Titel der 3. Folge der Serie "Berlin und seine Behindertenpolitik" mit der Landesbehindertenbeauftragten von Berlin, Christine Braunert-Rümenapf, im Rahmen des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). "Was passiert, wenn der Strom ausfällt – und mit ihm Aufzüge, Hilfsmittel und wichtige Informationswege? In Episode 353 des IGEL-Podcasts geht es um Katastrophenschutz, der Menschen mit Behinderungen erreicht", heißt es in der Ankündigung des Podcast. Sascha Lang und Christine Braunert-Rümenapf besprechen dabei u.a. Lehren aus dem Berliner Stromausfall Anfang 2026.
Diejenigen, die einen Verein gründen, in einem Vereinsvorstand aktiv sind oder Projekte beantragen und verwalten, müssen einiges wissen. Auf der Internetseite vom Haus des Stiftens werden Webinare mit 60-minutigen Vorträgen, gehalten von Expertinnen und Experten aus der jeweiligen Branche für Non-Profit-Organisationen angeboten. "Sie sind kostenfrei und bieten einen ersten Überblick über relevante Themen aus den Bereichen IT, Kommunikation, Fundraising und mehr. Nach dem Vortrag ist Zeit für ausgewählte Fragen", heißt es dazu auf der Internetseite des Haus des Stiftens, auf die Sabine Lohner die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht hat.