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260724_Dusel_Krankschreibung Foto: Behindertenbeauftragter der Bundesregierung
Berlin (kobinet)
"Für viele Diskussionen hat die Entscheidung des Koalitionsausschusses gesorgt, eine Attestpflicht ab dem ersten Krankheitstag einführen zu wollen. Bisher gilt die gesetzliche Regelung, dass Beschäftigte ab dem vierten Tag ihrer Arbeitsunfähigkeit eine Bescheinigung von einer Arztpraxis brauchen. Die neue Regelung ist noch nicht beschlossen, sondern vorerst eine Vereinbarung zwischen den Koalitionsfraktionen. Wie die Änderung im Gesetz genau gestaltet werden soll, ist noch offen. Jürgen Dusel sieht in dem Vorschlag eine zusätzliche Belastung für Menschen mit Behinderungen. Unabhängig davon, ob die Arbeitsunfähigkeit auf der Behinderung beruht oder nicht, erschweren Barrieren im Gesundheitssystem das Aufsuchen einer Arztpraxis. Zudem würden dadurch Arzttermine für wichtige Behandlungen fehlen." Darauf weist der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Jürgen Dusel, in einem aktuellen Facebook-Post hin.
Der Sozialverband VdK Deutschland hat eine ausführliche Bewertung zu den Ergebnissen des Dialogprozesses Eingliederungshilfe aus seiner Sicht veröffentlicht. Die Analyse ist auf der Website des Verbands abrufbar. Die Bewertung des VdK beleuchtet die Ergebnisse dieses Prozesses und ordnet sie aus Sicht des Verbandes ein.
Wie der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) mitteilte, wird in diesem Jahr keine Verleihung des Deutschen Preises für Audiostories stattfinden. Hintergrund ist der Ausstieg der Film- und Medienstiftung NRW (FMS) aus der Trägerschaft des ehemaligen Hörspielpreises der Kriegsblinden. Nach mehr als 30 Jahren zieht sich die Stiftung zudem auch aus der Umsetzung des Preises zurück. Als gemeinnützige Selbsthilfeorganisation ist der DBSV nicht in der Lage, die alleinige Trägerschaft zu übernehmen – der Verband kann die Veranstaltung ohne weitere Partner weder finanziell noch personell umsetzen.
Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband - Gesamtverband e. V. Foto: Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband - Gesamtverband e. V.
Berlin (kobinet)
Die von der Bundesregierung geplanten Kürzungen beim Wohngeld würden vor allem Familien mit Kindern, Erwerbstätige mit niedrigen Einkommen und Rentner*innen mit kleinen Renten treffen. Das zeigt eine neue Kurzexpertise der Paritätischen Forschungsstelle. 70 Prozent der Bevölkerung im Wohngeld lebt in Haushalten mit Kindern. Nicht einmal vier Prozent der Wohngeld-Beziehenden sind arbeitslos. 22 Prozent sind hingegen erwerbstätig und 15 Prozent befinden sich im Ruhestand. Die größte Gruppe stellen mit 37,5 Prozent Kinder. Die geplanten Kürzungen beim Wohngeld treffen demzufolge vor allem Haushalte mit Kindern sowie Menschen mit niedrigen Erwerbseinkommen und bzw. niedrigen Renten.
Vorn ein Findling mit Inschrift Willis Blick, dahinter Bäume im Sonnenlicht im hellen Grün. Foto: Hubertus Thomasius
Staufen (kobinet)
Beinahe schon verzweifelt wünsche ich mir, mich zu täuschen, suche nach Anhaltspunkten, dass dem nicht so ist. Innerhalb der "Community" und unter BehindertenaktivstInnen. Doch vernehme ich von da gerade kein Zeichen der Betroffenheit. Hallo Leute, rufe ich verzweifelt, sind denn unter euch nicht welche, denen es ähnlich geht wie mir? Die leiden "wie die Hunde", verschmachten unter "kriminellen Temperaturen", die für nicht wenige tatsächliche lebensbedrohlich sind. Ist wirklich niemand von euch ebenso wie ich geschockt durch das, was an Katastrophe und menschlichen Dramen sich hier abspielt und an womöglich "Schlimmerem" uns erst bevorsteht?
Der FC Bayern München lässt seine Allianz Arena anlässlich des erstmals in München stattfindenden "Disability Pride Month" am Freitag, den 24. Juli 2026 von 21:00 bis 23:00 Uhr in den entsprechenden Farben erstrahlen. Darauf hat die Behindertenbeauftragte der Stadt München, Daniela Maier, die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht: "Rot steht für körperliche Behinderungen, Gelb für kognitive Behinderungen, Weiß repräsentiert nicht sichtbare Behinderungen, Blau symbolisiert psychische Einschränkungen, Grün eingeschränkte Sinneswahrnehmungen und Schwarz erinnert an Menschen, die aufgrund von Benachteiligung gestorben sind. Es ist ein sichtbares Zeichen für Respekt, Selbstbestimmung und eine inklusive Gesellschaft. Mit der Landeshauptstadt München setzt der Deutsche Meister damit ein deutliches Signal: Menschen mit Behinderungen gehören selbstverständlich zur Mitte der Gesellschaft – auch im Sport und im Stadion", heißt es auf der Internetseite des FC Bayern München.