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Teilnehmende der Laufveranstaltung Foto: lebenshilfe-fs
FREISING (kobinet)
Fast 66 Marathonstrecken – so weit reichte die gemeinsame Leistung der 310 Läuferinnen und Läufer beim 14. Lebenslauf der Stiftung Lebenshilfe Freising. Am Kichweihsonntag drehten sie insgesamt 2.139 Runden entlang der Moosachwiesen. Die zurückgelegte Strecke von 2.780,7 Kilometern ist nicht nur sportlich beachtlich: Durch das Engagement der Teilnehmenden und ihrer Sponsoren kommen voraussichtlich rund 22.000 Euro für die Arbeit der Stiftung Lebenshilfe Freising zusammen. Das Motto "Gemeinsam bewegen wir mehr" wurde damit eindrucksvoll mit Leben gefüllt. Die Einnahmen unterstützen die Einrichtungen und Projekte der Lebenshilfe Freising und kommen damit Menschen mit Unterstützungsbedarf in der Region zugute.
Zeichnung einer Frau im Rollstuhl, die vor drei Stufen stehen bleibenmuss Foto: Lebenshilfe Bremen /Stefan Albers
ERFURT (kobinet)
Der Thüringer Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen (TLMB), Dennis Petschner, kritisiert die unzureichende Barrierefreiheit am kürzlich wiedereröffneten Bahnhof in Themar (Landkreis Hildburghausen). Trotz eines Projektumfangs von 6,2 Millionen Euro, davon rund 658.000 Euro aus Landesmitteln, sei nur ein Bahnsteig stufenlos erreichbar, erklärte Petschner am 28. Oktober 2026. Die übrigen Gleise seien weiterhin ausschließlich über Treppenanlagen im neuen Personentunnel zugänglich. "Ein Bahnhof ist erst zukunftsfähig, wenn er für alle Menschen gleichermaßen nutzbar ist", betonte Petschner. Die Begründung, der Verzicht auf Aufzüge oder Rampen sei aufgrund geringerer Fahrgastzahlen und wirtschaftlicher Abwägungen notwendig, sei nicht hinnehmbar. "Barrierefreiheit ist ein Menschenrecht, fest verankert in der UN-Behindertenrechtskonvention. Sie darf niemals unter Haushaltsvorbehalt gestellt oder als optionaler Luxus behandelt werden, der erst ab einer bestimmten Passagierquote gewährt wird", sagte der Landesbeauftragte.
Die Vorschläge für die Wahl der Sportlerinnen und Sportler des Jahres Foto: Telekom / SOD
BERLIN (kobinet)
Auf Initiative der Deutschen Telekom wird auch 2026 ein / eine Athlet / Athletin von Special Olympics Deutschland im Rahmen der Wahl "Sportler des Jahres" ausgezeichnet. Bei der Premiere im vergangenen Jahr wurde Short Track Athletin Sophie Dziadek als erste Special Olympics Sportlerin des Jahres geehrt. Wer die Auszeichnung in diesem Jahr erhält, entscheidet eine prominent besetzte Jury. Die Jury stimmt vom 26. Oktober bis zum 7. November 2026 über die Nominierten ab. Die Auszeichnung wird am 20. Dezember 2026 im Rahmen der Gala "Sportler des Jahres" in Baden-Baden verliehen. Weitere Einzelheiten über diese Sportlerinnen und Sportler sind auf dieser Internetseite zu erfahren.
Goldene Statue Justitia mit Schwert und Waage Foto: Sang Hyun Cho auf Pixabay
Bayreuth (kobinet)
Behinderte Menschen sind in höherem Maße von Gewalt und Missbrauch betroffen, das haben verschiedene Studien gezeigt. Und viel zu oft werden diese Taten nicht geahndet. Nun wird einem ZEIT-Bericht zufolge ab dem 7. Dezember 2026 gegen einen Pfleger wegen des sexuellen Missbrauchs von 24 behinderten Menschen, darunter auch Kinder, in Bayreuth vor dem Landgericht verhandelt. "Die Staatsanwaltschaft wirft dem 33-Jährigen neben sexuellem Missbrauch von Kindern, Kranken und Hilfsbedürftigen auch Herstellung und Besitz kinderpornographischer Inhalte sowie Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs und von Persönlichkeitsrechten durch Bildaufnahmen vor", heißt es dazu u.a. im Bericht vom 26. Oktober 2026 in DIE ZEIT.
"Mehr Selbstbestimmung im Alltag: Der neue digitale Wegweiser für Menschen mit Hilfebedarf macht Informationen zur Barrierefreiheit von mehr als 100 öffentlich zugänglichen Gebäuden in der Kasseler Innenstadt online verfügbar. Ob Eingänge, Türbreiten, Stufen, Aufzüge oder barrierefreie Toiletten, die Angaben helfen Menschen mit Behinderung, Seniorinnen und Senioren sowie Familien mit Kinderwagen, ihren Alltag besser und eigenständiger zu planen", heißt es in einem Facebook-Post von kassel.de.
261104_Lesung_Udo_Mannheim Foto: AG Barrierefreiheit Rhein-Neckar
Mannheim (kobinet)
Die Arbeitsgemeinschaft Barrierefreiheit Rhein-Neckar lädt für den 4. November 2026 um 18:00 Uhr zu einer Buchvorstellung und Diskussion über Behindertenrechte mit dem Aktivisten und Autor Udo Sierck in das Mannheimer Stadthaus in N1 ein. Die kostenfreie Veranstaltung findet im Raum 52/53 auf der Empore statt. Einlass ist ab 17:30 Uhr. Udo Sierck stellt sein 2025 erschienenes Buch "Frech und frei: 50 Jahre Kämpfe der Behindertenbewegung" vor. "Behindertsein ist schön!", "Lieber lebendig als normal!" oder "Nichts über uns – ohne uns!" – diese Ausrufe sind kennzeichnend für ein starkes Selbstbewusstsein behinderter Menschen. Doch der Aufbruch vom dankbaren Objekt der Fürsorge zum Ziel der Autonomie und Selbstbestimmung erforderte Kämpfe, die in Vergessenheit zu geraten drohen, schreibt der Verlag Assoziation A in seiner Ankündigung zum Buch.