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Zwei Hände halten eine leere geöffnete Geldbörse Foto: undefined
MAINZ (kobinet)
Kinderarmut zeigt sich nicht in Statistiken, sondern im Alltag von Familien, die jeden Euro zweimal umdrehen müssen. Der Kinderschutzbund Landesverband Rheinland-Pfalz e.V. hat deshalb die rheinland-pfälzischen Bundestagsabgeordneten von CDU, Grünen, Linken und SPD aufgefordert, die geplante Streichung des Sofortzuschlags für Familien im Kinderzuschlag in Höhe von 25 Euro monatlich nicht mitzutragen. Der Regelbedarf für ein Kind zwischen null und fünf Jahren liegt 2026 bei 357 Euro im Monat. Davon sind 117,15 Euro für Ernährung vorgesehen, umgerechnet 3,91 Euro am Tag. Für Bildung und Kultur bleiben 1,93 Euro im Monat übrig. Ein Betrag, in dem weder Buntstifte noch ein Buch oder ein Ausmalheft Platz finden.
Der Niedersächsische Inklusionsrat von Menschen mit Behinderungen (NIR) hat am 27. August 2026 in Stade im Rahmen seiner 60. Vollversammlung und gleichzeitig der Jubiläumsveranstaltung zum 30-jährigen Bestehen die Stader Erklärung zum inklusiven Katastrophenschutz in Niedersachsen verabschiedet. Darin fordert der NIR, die Belange von Menschen mit Behinderungen systematisch in die Planung, Vorbereitung und Bewältigung von Krisen- und Katastrophenlagen einzubeziehen.
"Der Gedenkort-T4 erinnert am 4. September 2026 an die Opfer der 'Euthanasie' im Nationalsozialismus. Um 14:30 Uhr geht's in der Tiergartenstraße 4 in Berlin los. Die Dolmetschung in Leichte Sprache und Deutsche Gebärdensprache (DGS) wird angeboten. Kommt vorbei und tut etwas gegen das Vergessen!" Auf diese Veranstaltung hat die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) auf Facebook aufmerksam gemacht.
Ableismus jenseits der Systeme Foto: Ralph Milewski / KI
Fladungen (kobinet)
Warum ist unser Menschenbild so, wie es ist?
In meinem Essay "Ableismus jenseits der Systeme" bin ich der Frage nachgegangen, ob sich die fortdauernde Ausgrenzung von Menschen mit Behinderung tatsächlich aus einem bestimmten politischen oder wirtschaftlichen System erklären lässt. Der historische Vergleich macht eine solche Erklärung schwierig. Menschen mit Behinderung wurden in kapitalistischen Gesellschaften separiert, aber ebenso im Realsozialismus. Sie wurden unter konservativen, sozialdemokratischen und sozialistischen Regierungen in Sonderstrukturen verwiesen. Rechte Ideologien haben ihre Abwertung bis zum Äußersten radikalisiert. Aber sie haben sie nicht erfunden.
Blaue Hand, Finger bilden die Buchstaben HI, rechts daneben handicap international Foto: HI
BERLIN / KATMANDU (kobinet)
Eine verheerende Flut aus Eis, Schlamm und Geröll hat im Norden Nepals ganze Dörfer zerstört und zahlreiche Menschenleben gefordert. Zu den Helfern gehört auch Handicap International (HI), gegenwärtig Nothilfemaßnahmen vorbereitet, um die betroffene Bevölkerung schnell zu unterstützen. Unter anderem wird mit Rollstühlen und Krücken sowie Hilfsgütern wie Decken, Kleidung, Küchenutensilien und Seife geholfen werden. Sie sollen zunächst an rund hundert besonders betroffene Haushalte verteilt werden. Besonders wichtig ist dabei, dass die Hilfe alle Menschen erreicht - auch Menschen mit Behinderung oder Ältere. "Unsere Nothilfe muss inklusiv sein. Menschen mit Behinderungen, ältere Menschen und andere besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen müssen von Anfang an mitgedacht und gezielt unterstützt werden", Rajesh Chandra, Leiter des Nepal-Programms von Handicap International.
Landkarte Lage Saarland in Deutschland Foto: Gemeinfrei https://de.wikipedia.org/wiki/Flaggen_und_Wappen_der_L%C3%A4nder_der_Bundesrepublik_Deutschland
BERLIN / SAARBRÜCKEN (kobinet)
Das vom Landtag beschlossene "Gesetz zur verbesserten Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention im Saarland" ist ein wichtiger Meilenstein. "Wir begrüßen, dass das Saarland sich mit dem neuen Gesetz vornimmt, nicht nur die öffentlich zugänglichen Bereiche der Dienstgebäude barrierefrei zu machen, sondern auch die nicht-öffentlichen Bereiche", sagt Leander Palleit, Leiter der Monitoring-Stelle UN-Behindertenrechtskonvention des Deutschen Instituts für Menschenrechte. "Damit wird ein wichtiger Schritt hinsichtlich der Barrierefreiheit von Arbeitsstätten unternommen, der sich bundesweit sehen lassen kann."