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Mehrere Paragraphenzeichen auf einem Blatt Foto: Pixabay/geralt
NEUSS (kobinet)
Fikriye Sahan-Fröhlich, eine Frau mit Schwerbehinderung (GdB 100, Merkzeichen aG, B, H, RF) und dauerhafter Rollstuhlnutzung, hat eine dringende Petition beim Deutschen Bundestag eingereicht. Darin fordert sie Anpassungen im Prozess- und Familienrecht (ZPO, FamFG, BGB), um Schutzlücken für Menschen in akuten gesundheitlichen Notlagen zu schließen.
Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband - Gesamtverband e. V. Foto: Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband - Gesamtverband e. V.
BERLIN (kobinet)
Der Paritätische Gesamtverband begrüßt das am 15. August 2026 vorgelegte Sofortprogramm Klimaanpassung und Hitzeschutz der SPD-geführten Bundesministerien. Anlässlich des Papiers betonte Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Verbands, dass ein Förderprogramm zur energetischen Sanierung sozialer Einrichtungen längst überfällig sei. Kurzfristige Maßnahmen wie richtiges Lüften oder die Bereitstellung von Wasser reichten, nach den Worten des Hauptgeschäftsführers dieses Verbandes, angesichts extremer Hitze nicht aus.
Vorn ein Findling mit Inschrift Willis Blick, dahinter Bäume im Sonnenlicht im hellen Grün. Foto: Hubertus Thomasius
Staufen (kobinet)
Quälend lange Wochen seit Beginn dieses Hitzekatastrophensommers mit Höchsttemperaturen um die 40 Grad hat es gebraucht, bis Stimmen aus der behindertenpolitischen Interessenvertretung etwas darüber haben verlauten lassen. Obgleich ihre "Klientel", behinderte Menschen, zu den Hauptbetroffenen und Leidtragenden zählen. Und was nun endlich über die Ausmaße dieser Katastrophe und das menschliche Leiden von dort verlautet, sind oft genug auch bloße Verlautbarungen. Mit Daten und Fakten über mangelnden Hitzeschutz insbesondere für vulnerable Gruppen sowie Hinweise auf entsprechende "Stellschrauben", mittels derer "Sofortmaßnahmen" in Sachen Hitzeschutz auf den Weg gebracht werden müssten. Ein nüchtern objektiver Berichterstattungsduktus der die Drastik der katastrophischen Ereignisse und deren menschliche Leidensdramatik nicht annähernd wiedergibt und damit auch ihrem Wahrheitsanspruch letztlich nicht gerecht wird. Die Dimension der Tragödie kommt so gut wie nicht zum Ausdruck.
"Echter Schutz vor Diskriminierung - für ein wirksames Gleichbehandlungsgesetz", sol lautet der Titel einer Petition, die sich an die Mitglieder des Rechtsausschusses und des Ausschusses für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend des Deutschen Bundestages, sowie die Bundestagsabgeordneten richtet und vom Bündnis AGG Reform Jetzt! auf der Petitionsplattform von Campact WE ACT gestartet wurde. Aktueller HIntergrund der vor kurzem gestarteten und bereits von über 50.000 Menschen unterstützten Petition ist, dass dem Deutschen Bundestag ein Gesetzentwurf für die Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) der Bundesregierung vorliegt. Dieser bleibet aber weit hinter dem zurück, was Betroffene, Fachverbände und juristische Expert*innen seit Jahren fordern: Ein Gleichbehandlungsgesetz, das seinen Namen verdient.
Die deutsche Rollstuhlrugby-Nationalmannschaft erwartet bei der vom 17. bis 24. August anstehenden Weltmeisterschaft in São Paulo (Brasilien) von Beginn an ein anspruchsvolles Turnier. Bereits in der Vorrunde trifft die Auswahl von Cheftrainer Christoph Werner unter anderem auf den amtierenden Paralympics-Sieger Japan. Doch trotz der schweren Gruppe ist das Ziel klar: Deutschland will das Viertelfinale erreichen. Nachdem die Mannschaft die Paralympics 2021 in Tokio knapp verpasst hatte, sicherte sie sich mit der Qualifikation für Paris 2024 den größten Erfolg der vergangenen Jahre. Dort belegte Deutschland zwar Platz acht und verlor alle Spiele, zeigte gegen die Weltspitze aber gute Leistungen und hielt die Begegnungen eng. "Am Ende war es noch eine Nummer zu groß", sagt Christoph Werner rückblickend. Bei der letzten Europameisterschaft im Vorjahr landete sein Team dann auf Platz vier. Auf dieser Seite gibt es im Internet weitere Informationen, den Spielplan und Ergebnisse.
Die im September in Sachsen-Anhalt, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern stattfindenden und auch für die Behindertenpolitik wichtigen Landtagswahlen rücken näher. Am 29. August 2026 veranstaltet der Berliner Behindertenverband eine Info-Veranstaltung zur Wahl des Abgeordnetenhauses von Berlin. Die Wahl findet am 20. September statt. Zu der Veranstaltung, die im BVV-Saal (1. Etage mit Lift) im Rathaus Berlin-Mitte, Karl-Marx-Allee 31, in 10179 Berlin von 15:00 bis 17:45 Uhr stattfindet, wurden Vertreter und Vertreterinnen der demokratischen Parteien eingeladen, die derzeit im Abgeordnetenhaus vertreten sind, wie es im neuesten Newsletter des Berliner Behindertenverband heißt.