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Plakat der Aktion Mensch zum Europäischen Protesttag 2026 Foto: Aktion Mensch
Berlin (kobinet)
Um den 5. Mai 2026 herum gingen bundesweit zehntausende behinderte und nichtbehinderte Menschen auf die Straße, um für Teilhabe und Gleichstellung zu demonstrieren. Bei den aktuellen Diskussionen und noch zur Entscheidung anstehenden Gesetzesreformen werden im Herbst 2026 sicherlich weitere Proteste folgen. Als Einstimmung und Mutmacher wurde nun einen Video mit deinem Rückblick auf den Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai 2026 veröffentlicht. Wie in jedem Jahr fand in Berlin eine Demonstration und eine Abschlusskundgebung am Roten Rathaus statt. Am Berliner Protesttag 2026 nahmen 4.500 Teilnehmende teil. "Schauen Sie sich diese bunte Demonstration noch einmal auf YouTube an", heißt es im aktuellen Newsletter des Berliner Behindertenverband.
Wie der österreichische Online-Nachrichtendienst BIZEPS in seinem Newsletter berichtet, geht der Österreichische Rundfunk (ORF) einen weiteren Schritt in Richtung umfassender Inklusion: Seit dem 27. Juli 2026 können Werbetreibende ihre Spots ab sofort auch mit Untertiteln und audiodeskription anbieten. Über die ORF-Enterprise lassen sich die barrierefreien Werbemittel im ORF-Fernsehen, im ORF.at-Network und auf der Streamingplattform ORF ON ausspielen. Matthias Seiringer, CEO der ORF-Enterprise, betonte nach erfolgreichen Testphasen, dass Unternehmen ihre Zielgruppen dadurch effektiver und empathischer erreichen können. Ein erstes Praxisbeispiel zeigt die ORF-Enterprise bereits auf ihrer Website: Ein Spot für das Waschmittel Ariel Max Power (Procter & Gamble) ist dort mit beiden Barrierefreiheits-Optionen abrufbar.
Mehrere Paragraphenzeichen auf einem Blatt Foto: Pixabay/geralt
NEUSS (kobinet)
Fikriye Sahan-Fröhlich, eine Frau mit Schwerbehinderung (GdB 100, Merkzeichen aG, B, H, RF) und dauerhafter Rollstuhlnutzung, hat eine dringende Petition beim Deutschen Bundestag eingereicht. Darin fordert sie Anpassungen im Prozess- und Familienrecht (ZPO, FamFG, BGB), um Schutzlücken für Menschen in akuten gesundheitlichen Notlagen zu schließen.
Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband - Gesamtverband e. V. Foto: Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband - Gesamtverband e. V.
BERLIN (kobinet)
Der Paritätische Gesamtverband begrüßt das am 15. August 2026 vorgelegte Sofortprogramm Klimaanpassung und Hitzeschutz der SPD-geführten Bundesministerien. Anlässlich des Papiers betonte Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Verbands, dass ein Förderprogramm zur energetischen Sanierung sozialer Einrichtungen längst überfällig sei. Kurzfristige Maßnahmen wie richtiges Lüften oder die Bereitstellung von Wasser reichten, nach den Worten des Hauptgeschäftsführers dieses Verbandes, angesichts extremer Hitze nicht aus.
Vorn ein Findling mit Inschrift Willis Blick, dahinter Bäume im Sonnenlicht im hellen Grün. Foto: Hubertus Thomasius
Staufen (kobinet)
Quälend lange Wochen seit Beginn dieses Hitzekatastrophensommers mit Höchsttemperaturen um die 40 Grad hat es gebraucht, bis Stimmen aus der behindertenpolitischen Interessenvertretung etwas darüber haben verlauten lassen. Obgleich ihre "Klientel", behinderte Menschen, zu den Hauptbetroffenen und Leidtragenden zählen. Und was nun endlich über die Ausmaße dieser Katastrophe und das menschliche Leiden von dort verlautet, sind oft genug auch bloße Verlautbarungen. Mit Daten und Fakten über mangelnden Hitzeschutz insbesondere für vulnerable Gruppen sowie Hinweise auf entsprechende "Stellschrauben", mittels derer "Sofortmaßnahmen" in Sachen Hitzeschutz auf den Weg gebracht werden müssten. Ein nüchtern objektiver Berichterstattungsduktus der die Drastik der katastrophischen Ereignisse und deren menschliche Leidensdramatik nicht annähernd wiedergibt und damit auch ihrem Wahrheitsanspruch letztlich nicht gerecht wird. Die Dimension der Tragödie kommt so gut wie nicht zum Ausdruck.
"Echter Schutz vor Diskriminierung - für ein wirksames Gleichbehandlungsgesetz", sol lautet der Titel einer Petition, die sich an die Mitglieder des Rechtsausschusses und des Ausschusses für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend des Deutschen Bundestages, sowie die Bundestagsabgeordneten richtet und vom Bündnis AGG Reform Jetzt! auf der Petitionsplattform von Campact WE ACT gestartet wurde. Aktueller HIntergrund der vor kurzem gestarteten und bereits von über 50.000 Menschen unterstützten Petition ist, dass dem Deutschen Bundestag ein Gesetzentwurf für die Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) der Bundesregierung vorliegt. Dieser bleibet aber weit hinter dem zurück, was Betroffene, Fachverbände und juristische Expert*innen seit Jahren fordern: Ein Gleichbehandlungsgesetz, das seinen Namen verdient.