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Der Schock sitzt bei vielen, so auch bei behinderten Menschen, nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt tief. Um damit umzugehen und nach Handlungsmöglichkeiten zu suchen, könnte die Tagung des Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) und des Projekt "Aktiv Teilhabe gestalten" des Kasseler Verein zur Förderung der Autonomie Behinderter (fab) am 16. und 17. Oktober 2026 in Kassel interessant sein. Die Veranstaltung steht unter dem Motto "Nicht neutral! Haltung zeigen und Inklusion verteidigen". "Wir erleben derzeit, wie ausgrenzende, ableistische und rechte Einstellungen wieder stärker werden. In politischen Debatten und gesellschaftlichen Diskussionen geraten Teilhabe, Selbstbestimmung und Rechte zunehmend unter Druck. Viele Aktivist*innen und Selbstvertreter*innen berichten außerdem von Anfeindungen im Alltag, in sozialen Medien oder bei öffentlichen Events. Mit unserer zweitägigen Veranstaltung wollen wir Raum schaffen, um über diese Entwicklungen ins Gespräch zu kommen. Gemeinsam wollen wir Erfahrungen austauschen, aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen einordnen und darüber diskutieren, wie wir uns gegenseitig stärken und solidarisch handeln können", heißt es in der Ankündigung der bundesweiten Veranstaltung, für die die Anmeldung noch möglich ist.
Mit dem Traktor kann der 15-Jährige künftig den Führerschein der Klasse T absolvieren und im Familienbetrieb mitarbeiten Foto: Paravan
PFONSTETTEN-AICHELAU (kobinet)
Wochenlang hatte Paul diesem Tag entgegengefiebert. Schon bei seiner Ankunft im Paravan Mobilitätspark Aichelau wurde deutlich, wie groß seine Leidenschaft für John Deere ist: Die Räder seines Rollstuhls zieren Motive der grünen Traktoren, selbst seine Orthesen tragen das typische John-Deere-Design. Als der 15-Jährige schließlich den Schlüssel für seinen individuell angepassten Traktor entgegennimmt, erfüllt sich für ihn und seine Familie ein lang gehegter Traum. Für Paul ist der John Deere weit mehr als eine Arbeitsmaschine – er eröffnet ihm die Möglichkeit, den Traktorführerschein der Klasse "T" auf seiner eigenen Maschine zu absolvieren und künftig im landwirtschaftlichen Betrieb seiner Eltern die Mitarbeiter zu unterstützen. Künftig wird Paul im Milchviehbetrieb seiner Eltern eigene Aufgaben übernehmen und mit dem Traktor selbstständig zu den Feldern fahren.
Nach den Parlamentsferien geht es ab heute, 8. September 2026, mit der Arbeit im Deutschen Bundestag wieder richtig los. Auf dem Programm steht die viertägige Beratung des Bundeshaushalts 2027. Die Haushaltsberatungen sind deshalb von entscheidender Bedeutung, weil hiermit der finanzielle Rahmen für das Handeln der Bundesregierung abgesteckt wird und entscheidende Richtungsstellungen erfolgen. Am 10. September wird voraussichtlich ab 17:50 Uhr der Haushaltsplan des Bundesgesundheitsministerium und am 11. September ab 9:00 Uhr der Haushalt des Bundesministerium für Arbeit und Soziales debattiert. Aber auch die Haushaltsdebatten zu den anderen Ressorts können für behinderte Menschen hochinteressant sein. Die Debatten werden auf www.bundestag.de live im Internet übertragen.
Am 23. und 24. Oktober 2026 findet in München der 19. MAIK Kongress (hervorgegangen aus dem Münchner Außerklinischer Intensiv Kongress) statt, dessen Thema die außerklinische Intensivversorgung unter den verschiedensten Blickwinkeln ist. Denn diese spezifische Versorgungsform für rund 30.000 Menschen unterschiedlichen Alters wird von vielen Berufsgruppen getragen. Deren Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Medizin, Pflege, Therapie unterschiedlicher Fachrichtung, Hilfsmittelversorgung, Krankenkassen, des Medizinischen Dienstes tauschen sich auf dem Kongress zwei Tage lang miteinander aus. Im Zentrum stehen die Menschen mit Bedarf an außerklinischer Intensivversorgung, die den Kongress aktiv mitgestalten. Genannt seien Dinah Radtke, Anika Zinken, Josephine Otto, Benjamin Bechtle, Amelie und Henriette Cartolano, Matthias Küffner, Michael Mehringer sowie eine Selbsthilfegruppe Tracheostoma. Auch pflegende Angehörige kommen zu Wort und es gibt Formate zu sozialrechtlichen Fragen sowohl in der häuslichen Versorgung als auch der Versorgung von Kindern und jungen Menschen, heißt es in der Ankündigung für den Kongress.