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Info blau Symbol Foto: Susanne Göbel Wittenberge (kobinet) "Lebensrealitäten und Systeme - Warum staatliche Strukturen an den Menschen vorbeiarbeiten - und wie ein Perspektivwechsel Lösungen eröffnet", so lautet der Titel eines im Januar 2026 erschienenen Buches von Marcus Düring. "Dieses Buch untersucht, warum staatliche Strukturen in Deutschland zunehmend an den realen Lebenslagen der Menschen vorbeiarbeiten. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass soziale Sicherungssysteme, Verwaltungspraxis und institutionelle Zuständigkeiten häufig fragmentiert, bürokratisch und nur begrenzt lebensnah ausgestaltet sind. Dies führt sowohl auf Seiten der Bürgerinnen und Bürger als auch innerhalb der Institutionen zu Überforderung, Ineffizienz und Vertrauensverlust. Auf Grundlage persönlicher Erfahrungsräume, systemischer Analyse und sozialpolitischer Einordnung werden zentrale Schwachstellen im Sozial-, Gesundheits-, Pflege-, Renten- und Verwaltungssystem herausgearbeitet. Dabei wird gezeigt, wie historisch gewachsene Zuständigkeitslogiken, sektorale Reformen und formalisierte Verfahren den Blick auf tatsächliche Lebensverläufe, Krisen und Übergänge verstellen", heißt es u.a. in der Ankündigung des kostenfrei zugänglichen Buches.
Logo ForseA 300x89 Foto: ForseA Hollenbach (kobinet) "Recht haben – aber auch Recht bekommen?" So lautet der Titel eines Beitrags, den der Vorsitzende des Forum selbstbestimmter Assistnez behinderter Menschen (ForseA), Gerhard Bartz auf der Internetseite des Verbands veröffentlicht hat. "Ein Thema, das uns bereits vor Vereinsgründung – damals als Arbeitsgruppe unter dem Dach der ISL – beschäftigte, ist, Recht zu bekommen. Zum einen waren die Gesetze (damals noch im Wesentlichen das Bundessozialhilfegesetz) so komplex und handwerklich schlecht, unübersichtlich und sich zum Teil widersprechend geschrieben. Und zum anderen öffneten sie interpreta tionsfreudigen Kostenträgern Tür und Tor. Das hat sich bis heute nach den Umsetzungen in die Sozialgesetzbücher nicht geändert", schreibt Gerhard Bartz in der Einleitung des Beitrags.
Symbol Prozent Foto: ht Berlin (kobinet) In einer repräsentativen YouGov-Umfrage für den Sozialverband VdK sprachen sich drei Viertel (75 Prozent) der Befragten für eine Beibehaltung des abschlagsfreien Rentenzugangs ab 65 Jahren für besonders langjährig Versicherte aus. Noch deutlicher war die Zustimmung für Menschen mit einer Schwerbehinderung (78 Prozent). Die breite Akzeptanz für diese beiden vorgezogenen Rentenarten unterscheidet sich nach Informationen des VdK kaum nach Parteipräferenz, Geschlecht, Bildungsstand oder Region. Selbst bei den Jüngeren will noch mehr als jede zweite befragte Person diese Wege in die Rente offenhalten.
auf eine behindertenpolitische Versuchung Foto: Hubertus Thomasius Staufen (kobinet) Wie krass oder zynisch wäre denn das, dies behindertenpolitisch zu fordern? Um einer die Bevölkerung auf Kriegstüchtigkeit trimmenden Regierungspolitik moralisch Druck zu machen.
Cover des Buchs von Uwe Heineker zur Umsetzung der UN-BRK Foto: Uwe Heineker Wehrheim (kobinet) "2031 Deutschland, die Welt blickt auf dich! Anklage-Protokoll des eklatanten Völkerrechtsbruchs", so lautet der Titel des im Juni 2026 erschienenen Buchs von Uwe Heineker, in dem sich dieser mit dem aktuellen Stand der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in einigen Bereichen auseinandersetzt. "Bereits in den Jahren 2015 und 2023 wurde die Bundesrepublik Deutschland vom UN-Ausschuss in Genf für ihre ausgrenzenden Sonderwelten aufs Schärfste gerügt. Doch die deutsche Politik ignoriert und blockiert diese völkerrechtlichen Vorgaben bis heute beharrlich. Die Abschaffung von Sonderschulen, Heimen und ausbeuterischen Werkstätten wird verweigert. Dies ist ein eklatanter Bruch der Menschenrechte. Im Schlüsseljahr 2031 läuft nun die ultimative Frist der Vereinten Nationen ab: das Ende aller Ausreden ist da. Der Aktivist und Diplom-Sozialarbeiter Uwe Heineker liefert mit diesem Werk eine messerscharfe juristische und gesellschaftliche Anklage. Seine Kritik speist sich aus jahrzehntelangem Kampf an der Basis und seiner eigenen, tief bewegenden Biografie: Vom Gesundheitsamt einst als BILDUNGSUNFÄHIG abgestempelt, erkämpfte er sich einen prämierten Universitätsabschluss und prägte 1978 mit seiner historischen Kongressrede die autonome Behindertenbewegung", heißt es u.a. in der Ankändigung des Buches auf Amazon.
Symbol DGS Gebärdensprache Foto: public domain Berlin (kobinet) Das Parlamentsfernsehen des Deutschen Bundestages überträgt am Montag, den 8. Juni 2026, ab 13 Uhr die öffentliche Sitzung des Petitionsausschusses zum Thema: "Keine Kürzungen der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung" als zusätzlichen Livestream in Deutscher Gebärdensprache (DGS). Wie gewohnt werden die Debatten am Vormittag (Kernzeit) ab 9:00 Uhr am Donnerstag, 11. Juni 2026, und am Freitag, 12. Juni 2026, in Deutscher Gebärdensprache (DGS) und mit Untertiteln (UT) live übertragen. Darauf hat der Deutsche Bundestag aufmerksam gemacht.