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Kobinet Nachrichten

Demonstration gegen Gesetzentwurf zum Behindertengleichstellungsgesetz am 15. Juni 2026 vor der CDU in Hamburg 13 Jun 2026 04:35:04

Plakat zur Demo zur BGG Reform am 15. Juni 2026 in Hamburg
Plakat zur Demo zur BGG Reform am 15. Juni 2026 in Hamburg
Foto: privat

Hamburg (kobinet) "Wir werden laut – und wir brauchen euch! Kurz bevor das BGG (Behindertengleichstellungsgesetz) in die Expert*innenanhörung geht, zeigen wir der CDU Hamburg: So geht es nicht weiter! Wir haben es satt, immer wieder vertröstet zu werden. Wir haben es satt, um unsere Rechte bitten und betteln zu müssen, nur um irgendwo rineinzukommen. Barrierefreiheit ist kein Gefallen, sondern ein Menschenrecht. Statt unverbindlicher Versprechen brauchen wir endlich klare, verbindliche Regeln. Kommt zur Kundgebung und setzt mit uns ein deutliches Zeichen für echte Barrierefreiheit! Am 15.06.2026 von 15:00–17:00 Uhr vor der CDU Hamburg, Leinpfad 74, 22299 Hamburg. Keine Ausnahmen. Keine leeren Phrasen. Barrierefreiheit jetzt!" So heißt es in einem Facebook-Post auf den Kassandra Ruhm die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht hat. Neben der Demonstration am 15. Juni 2026 wurde bereits von René Schaar, dessen Petition für echte Barrierefreiheit bei der BGG-Reform von über 160.000 Menschen unterstützt wird, eine Demonstration vor der Anhörung im Bundestag am 22. Juni von 14:00 bis 17:00 Uhr am Paul-Löbe-Haus des Bundestages in Berlin angekündigt.

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Reform des Behindertengleichstellungsgesetz: Barrierefreiheit ist kein Luxus 13 Jun 2026 03:40:04

Heidi Reichinnek und Sören Pellmann: Barrierefreiheit ist kein Luxus
Heidi Reichinnek und Sören Pellmann: Barrierefreiheit ist kein Luxus
Foto: Heidi Reichinnek

Berlin (kobinet) "Die Bundesregierung will das Behindertengleichstellungsgesetz ändern, aber die Privatwirtschaft soll wieder außen vor bleiben. Begründung: zu teuer. 8 Millionen Menschen mit Schwerbehinderung in Deutschland hören seit Jahrzehnten denselben Satz: 'Ihr seid uns zu teuer.' Aber Barrierefreiheit ist kein Bonus. Sie ist ein Menschenrecht. Und solange die Würde von Menschen gegen Unternehmensbilanzen aufgerechnet wird, machen wir Krach." So heißt es in einem Post von Heidi Reichinnek von den LINKEN mit einem Sharepic zusammen mit Sören Pellmann. Dieses Statement der LINKEN macht im Vorfeld der am 22. Juni 2026 anstehenden Anhörung zum Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Reform des Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) deutlich, wie unterschiedlich die Positionen der Regierungsfraktionen aus CDU/CSU und SPD und der Opposition im Bundestag sind.

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Wohnstätte in Beratzhausen eröffnet 12 Jun 2026 14:33:13

Wappen Bundesland Bayern
Wappen Bayern
Foto: Gemeinfrei, public domain

MÜNCHEN (kobinet) Die Lebenshilfe Regensburg hat in Beratzhausen zeitgemäße Wohnplätze für Menschen mit Behinderung geschaffen, die in einer Werkstätte beschäftigt sind. Die Wohnstätte verfügt über 24 barrierefreie Einzelzimmer – sechs davon sind für Rollstuhlfahrer. In einer der drei Wohngemeinschaften sind die Einzelzimmer mit einer eigenen Kochzeile ausgestattet. Außerdem gibt es gemeinsame Aufenthalts- und Speiseräume. Das Besondere an dem Bau ist, dass ein Teil des Gebäudes in einer ehemaligen evangelischen Erlöserkirche integriert ist, in der auch ein Kinderhort beheimatet ist. Die gute Infrastruktur der Wohnstätte mit einem nahegelegenen Bahnhof ermöglicht eine Teilhabe am kulturellen und gesellschaftlichen Leben im Landkreis und in der Stadt Regensburg. Die Lebenshilfe Regensburg hat die Wohnstätte errichtet und dafür knapp 3,5 Millionen Euro Fördermittel vom Freistaat Bayern erhalten.

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Paritätische Gesamtverband unterbreitet 37 Vorschläge für echte Einsparpotenziale 12 Jun 2026 11:18:55

50 Euro-Scheine aufgefächert auf dem Tisch liegend in Draufsicht. schwarz-weiß Foto
Geld für Exklusion
Foto: Ralph Milewski

BERLIN (kobinet) Im Kanzleramt tagt seit Monaten eine Arbeitsgruppe, die Kürzungen im Sozialbereich auslotet. Was durchgesickert ist, ist nach Einschätzung des Paritätischen Gesamtverbandes alarmierend: Schulassistenzen für Kinder mit Behinderung sollen wegfallen, der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung verschoben werden. Die Bundesregierung hat sich nach eigenen Angaben noch keine abschließende Meinung gebildet. Wohlfahrtsverbände, andere Sachverständige oder der Beauftragte für Menschen mit Behinderung wurden dazu bislang nicht angehört. Jetzt legt der Paritätische Gesamtverband aus eigener Initiative lösungsorientierte Ideen und Vorschläge vor. Der Paritätische erkennt an, dass viele Kommunen in finanzieller Notlage stecken und grundsätzlicher Reformbedarf dringend geboten ist. Er warnt aber eindringlich vor Kürzungen, die die Lebenslagen von Menschen verschlechtern, die ohnehin benachteiligt sind. Viele der bekannt gewordenen Vorschläge verlagern Kosten allenfalls, aber leisten keinen Beitrag zu einem effizienten Ressourceneinsatz. Der Verband legt deshalb 37 konkrete Vorschläge vor, wie Kosten sinnvoll gesenkt, Prozesse vereinfacht und soziale Leistungen solide finanziert werden können. Sie kommen aus allen Bereichen der Sozialpolitik, von Gesundheit und Pflege über Grundsicherung und Eingliederungshilfe bis hin zur Staatsorganisation selbst.

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Hamburg Elternverein entsetzt über Sparmaßnahmen der Bunderegierung 12 Jun 2026 11:10:27

Blick in das Plenum des Deutschen Bundestages
Blick in das Plenum des Deutschen Bundestages
Foto: Deutscher Bundestag / Achim Melde

HAMBURG (kobinet) Anlässlich der aktuellen Sparvorschläge der Bundesregierung im Bereich Pflege, Eingliederungshilfe und Hilfsmittelversorgung zeigten sich die Mitglieder des Leben mit Behinderung Hamburg Elternvereins am 11. Juni auf ihrer Mitgliederversammlung besorgt. Für den Verein, der in diesem Jahr sein 70. Jubiläum feiert, sind die Ankündigungen eine Abkehr von Inklusion und Teilhabe. Vieles was in der Vergangenheit erreicht wurde und zum Teil als rechtssicher galt, wird nun in Frage gestellt. "Unser Aufschrei ist groß und wir werden keine Ruhe geben", so das Resümee von Kerrin Stumpf, der Geschäftsführerin des Elternvereins.

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Berufsbetreuer*innen protestierten vor der Justizminister*innenkonferenz in Hamburg 12 Jun 2026 09:35:11

Protest der Berufsbetreuer*innen am 11. Juni 2026 in Hamburg
Protest der Berufsbetreuer*innen am 11. Juni 2026 in Hamburg
Foto: Paul Schirnhofer/BdB

Hamburg (kobinet) Zur Eröffnung der 97. Justizministerkonferenz (JuMiKo) in Hamburg am 11. Juni 2026 haben etwa 60 Berufsbetreuer*innen vor Ort lautstark mehr (und schnellen) Einsatz auf landespolitischer Ebene für das Betreuungswesen gefordert. Die 97. Justizministerkonferenz (JuMiKo), auf der sich am 11. und 12. Juni die Justiz-minister*innen der Länder in Hamburg treffen, ist in besonderer Weise geeignet, die heikle Lage von Deutschlands Betreuungswesen zu thematisieren, da hier die landesseitige Zuständigkeit für das Betreuungswesen liegt. Viele Berufsbetreuer*innen arbeiten unter erheblichem wirtschaftlichem und organisatorischem Druck. Der Bundesverband der Berufsbetreuer*innen (BdB) sieht akuten politischen Handlungsbedarf und warnt vor einem weiteren Wegbrechen professioneller Betreuungsstrukturen: Wenn noch mehr Berufsbetreuer*innen in andere, fairer vergütete Berufe wechseln und Betreuungsvereine schließen, verstärkt sich auch der Druck auf die Betreuungsbehörden weiter. "Das bedeutet konkret, dass damit die Unterstützung von Hunderttausenden Menschen gefährdet ist", machte BdB-Vorsitzende Hülya Özkan vor Ort deutlich. Der Verband, dessen Geschäftsstelle in Hamburg sitzt, hatte deshalb zu einer Protestaktion in der Hamburger HafenCity aufgerufen.

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