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Hapticguide unterstützt beim Orientieren Foto: Kreye Siebdruck GmbH
KOBLENZ (kobinet)
Für blinde und sehbehinderte Menschen ergeben sich beim Betreten von Räumen immer die Fragen: Wo befindet sich jetzt genau was? Wo sind, zum Beispiel in einer Toilette, Waschbecken und weitere Einrichtungen genau? Wie ist der Raum aufgebaut? Und wie lässt sich all das herausfinden, ohne sich im Beisein anderer Menschen erst vorsichtig tastend orientieren zu müssen? Die Fragen berühren einen wesentlichen Aspekt selbstbestimmter Teilhabe: die Möglichkeit, alltägliche Wege möglichst eigenständig, sicher und ohne unnötige Bloßstellung bewältigen zu können. Hier setzt HapticGuide an. Er ermöglicht blinden und sehbehinderten Menschen, sich bereits vor dem Betreten einer öffentlichen WC-Anlage mit deren räumlicher Struktur vertraut zu machen. Das Herzstück ist ein tastbarer Grundrissplan, der die Anordnung der Einrichtungen räumlich erfahrbar macht. Eine Legende in Braille- und Pyramidenschrift erläutert die dargestellten Elemente. Ergänzend kann eine Audiofunktion den Grundrissplan erklären und damit eine weitere Form der Informationsaufnahme anbieten. Weitere Einzelheiten sind dazu auf dieser Internetseite zu erfahren.
"Von hier an blind - Zwischen Systembruch, Subkultur und Sehverlust", mit einem Beitrag mit diesem Titel ist Jennifer Sonntag Teil des aktuell erschienenen Buches "Die anderen 50 Prozent", herausgegeben von Sandra Strauß und Schwarwel. Das 728 Seiten starke Werk thematisiert weibliche Alltagswelten in (Ost-)Deutschland, von 1949 über 1989 bis heute. Es bündelt über 50 Beteiligte und zeigt zahlreiche Fotos und Illustrationen. Gefördert wurde es von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Eine digitale Bildungsplattform zu den Buchinhalten ist zusätzlich im Aufbau. "Persönlich bewegt mich natürlich auch die in das Buch eingeflossene Familientragödie meines Partners Dirk Rotzsch unter dem Titel: 'Bis dahin hatte ich mich über die neue Deckenlampe in der Küche nicht gewundert'", schreibt Jennifer Sonntag in ihrem Hinweis auf das neue Buch auf Facebook.
Menschen mit einer chronischen Erkrankung oder einer Behinderung stoßen im deutschen Gesundheitswesen auf Barrieren und haben keinen gleichberechtigten Zugang zu einer angemessenen Versorgung. Anlässlich des 40-jährigen Bestehens des Forums chronisch kranker und behinderter Menschen im Paritätischen hat der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) deshalb gemeinsam mit weiteren 18 Organisationen eine Erklärung mit dem Titel "Gesundheit ist Menschenrecht - für ein Gesundheitswesen, das chronisch kranke und behinderte Menschen ins Zentrum stellt".
"Tag der pflegenden Eltern: Mein Kind wird 18 – die Pflege bleibt, der Behördenmarathon beginnt", so lautet der Titel der aktuellen Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) mit der 2. Folge der Serie mit dem Verein wir pflegen. "Der 18. Geburtstag verspricht Freiheit und neue Möglichkeiten – doch für pflegende Familien bringt er auch viele neue Fragen. Zum Tag der pflegenden Eltern am 24. Oktober widmet sich die IGEL-Folge 352 diesem Übergang. Sascha Lang spricht mit Susanne Zellmer über das Erwachsenwerden mit Behinderung und die Herausforderungen für die ganze Familie", heißt es u.a. in der Ankündigung des am 24. Oktober 2026 erschienenen IGEL-Podcast.
Anna Bornemann und Dario Redecker sind als Special Olympics Athleten gemeinsam mit Mirko Slomka die Gesichter der Special Olympics Landesspiele 2027 in Göttingen. Foto: Oliver Vosshage Photography
HANNOVER (kobinet)
Beim ersten Inklusionsspieltag der TSV Hannover-Burgdorf in der ZAG Arena wurde sichtbar, dass Sport verbindet, Gemeinschaft schafft, Begeisterung weckt und Menschen zusammenbringt. Dort hat Special Olympics Niedersachsen die drei "Gesichter der Spiele" für die Special Olympics Landesspiele 2027 in Göttingen vorgestellt: die Schwimmerin Anna Bornemann aus Göttingen, den Tischtennis- und Hockeyspieler Dario Redecker aus Hannover und Fußballpersönlichkeit Mirko Slomka. Bereits vor dem Handball-Bundesligaspiel gegen den TBV Lemgo traten zwei Mannschaften von Special Olympics Niedersachsen bei einem Einlagespiel auf dem Spielfeld der Arena gegeneinander an. Damit wurde deutlich: Menschen mit geistiger Behinderung gehören selbstverständlich in die Mitte des Sportgeschehens.
Sonnenschein über der Silhouette einer Stadt Foto: Fatih Turan
Kassel (kobinet)
Der Sommer 2026 war aufgrund seiner zum Teil sehr großen und andauernden Hitze gerade auch für viele behinderte und chronisch kranke Menschen äusserst herausfordernd bzw. gesundheitlich gefährlich. Seit Beginn der Aufzeichnungen gab es nach Informationen der tagesschau noch nie so viele Hitzetote in Europa wie im Sommer 2026. Das hat eine britische Analyse ergeben. "Die Folgen der von Menschen gemachten Klimaerwärmung werden den Forschern zufolge immer deutlicher. Der Hitzesommer 2026 kostete nach Schätzung britischer Wissenschaftler in europäischen Städten etwa 50.000 Menschen das Leben - das seien mehr als je zuvor seit Beginn der Aufzeichnungen. Fast zwei Drittel (65 Prozent) der Todesfälle führen die Forscher direkt auf den von Menschen verursachten Klimawandel zurück", heißt es in einem tageschau-Bericht. Und weiter heißt es dort: "Besonders drastisch wirkte sich den Forschern zufolge der Juni 2026 aus. Demnach entfiel fast ein Drittel aller Todesfälle durch Hitze auf den Zeitraum vom 17. Juni bis 1. Juli. In dieser Zeit lagen die Temperaturen im Schnitt fünf Grad über dem Mittel der Vergleichszeiträume in den Jahren 1991 bis 2020."