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Logo der Inklusionstage 2026 Foto: BMAS Berlin (kobinet) "Ausbildung und Arbeit für junge Menschen mit Behinderungen: barrierefrei • selbstbestimmt • zeitgemäß", so lautet der Titel der zweitätigen Inklusionstage 2026, die heute am 6. Juli 2026 um 10:30 Uhr im Cafe Moskau in Berlin vor Ort beginnen und teilweise auch im Livestream übertragen werden. Veranstalter ist wieder das Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Ninia LaGrande wird durch das Programm führen und die Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Bärbel Bas, wird die Teilnehmenden willkommen heißen bevor die Verleihung des Bundesteilhabepreis 2026 stattfindet. Die diesjährigen Inklusionstage enden am 7. Juli 2026 um 15:00 Uhr. Im Hinblick auf eine Reihe von geplanten Gesetzesreformen, die behinderte Menschen betreffen, darf man vor allem gespannt darauf sein, welche Botschaften von Vertreter*innen der Bundesregierung an die Teilnehmenden verbreitet werden.
Blick auf das Bundeskanzleramt Foto: H. Smikac Berlin (kobinet) Viel wird derzeit darüber diskutiert, welche Einsparungen und Einschränkungen im Bereich der Eingliederungshilfe geplant sind. Ein konkreter Anhaltspunkt dafür, wohin die Reise in diesem Bereich gehen könnte, bietet die Anlage zum Beschluss zum Tagesordnungspunkt 3.1. der Bund-Länder-AG zur Veranlassungskonnexität zum Treffen des Bundeskanzlers mit den Ministerpräsident*innen vom 25. Juni 2026 mit dem Titel "Effizienter Ressourceneinsatz bei Leistungsgesetzen". Nach Ansicht von kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul lohnt sich ein genauer Blick auf dieses Papier, denn dies dürfte die Grundlage für mögliche Gesetzesänderungen im Herbst 2026 sein und enthält eine Reihe von Rückschritten bei den Rechten behinderter Menschen und der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland. Die kobinet-nachrichten dokumentieren daher Auszüge aus der Anlage zu dem Beschluss mit der Überschrift "Effizienter Ressourceneinsatz bei Leistungsgesetzen".
Katrin Fey Foto: Katrin Fey Berlin (kobinet) Deutschland hat sich mit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet, ein inklusives Schulsystem zu schaffen. Eine aktuelle bundesweite Studie des Deutschen Institut für Menschenrechte macht jedoch deutlich, dass dieses Ziel noch immer in weiter Ferne liegt. Dazu hat sich die Bundestagsabgeordnete Katrin Fey, Obfrau im Ausschuss für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe des Deutschen Bundestages zu Wort gemeldet und bekräftigt, dass Deutschland trotz der Verpflichtung der Vereintan Nationen weiterhin an echter Inklusion scheitert. "Die Ergebnisse der Studie sind eine schallende Ohrfeige für die Inklusionspolitik in Deutschland. Mehr als 15 Jahre nach Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention wird Kindern mit Behinderungen noch immer das Recht auf gleichberechtigte Bildung verwehrt - nicht aus Mangel an Wissen, sondern weil der politische Wille fehlt", betonte Katrin Fey, die seit März 2025 Mitglied des Deutschen Bundestags in der Fraktion Die Linke. und Sprecherin für Bürger- und Menschenrechte ist.
Logo der BAG Inklusionsfirmen Foto: bag if Potsdam (kobinet) Mit ihrer Jahrestagung unter dem Motto "Inklusionsunternehmen: MehrWirkung – MehrWert" haben die Bundesarbeitsgemeinschaft Inklusionsfirmen (bag if) und die FAF GmbH am 23. und 24. Juni 2026 ihre Jahrestagung im Kongresshotel Potsdam rund 300 Gäste aus Politik, Praxis und Verwaltung zusammengebracht. Im Vorfeld der Jahrestagung wählte die Mitgliederversammlung Prof. Dr. Helga Seel zur neuen 1. Vorsitzenden der bag if. Sie löst Ulrich Adlhoch ab, der sechs Jahre lang die bag if prägte.
"Geliebtes Amerika" Folge 2 in kobinet Storytelling Foto: Momentmal In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen Staufen (kobinet) Diese Folge (Folge 1 erschien am 26.06.2026) beginnt mit einem Rückblick auf das "making off", das Werden jenes Amerikas, dem ich in meiner Kindheit (den 1950er und frühen 1960er Jahren) begegnete und das ich von da an lieben sollte. Nach einem historischen Datum oder Ereignis gefragt, das für so etwas wie die Geburtsstunde meines "geliebten Amerikas" stehen könnte, wäre meine Antwort: Zum einen in gesellschaftlicher Hinsicht die Präsidentschaft von Franklin D. Roosevelt mit dem Wirtschafts- und Sozialprogramm des "New Deal". Zum anderen politisch der Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg. Aus dieser Periode datieren die USA als jenes gesellschaftliche Fortschrittsmodell, das insbesondere für die junge Generation im Nachkriegsdeutschland eine außerordentliche Anziehungskraft besaß. Sie verkörperten das Land der "Freien und Gleichen", in dem ein exemplarisch geführter Kampf für Bürgerrechte möglich war. Das wirtschaftliche Prosperität und Massenwohlstand bot. Dessen liberale Kultur und freiheitlicher Lebensstil die weltweit ausstrahlende Jugend- und Popkultur der 1960er. Und nicht zuletzt das Amerika eines Demokratieversprechens, das nicht von vornherein oder zur Gänze ideologieverdächtig erschien.