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Schräge am Hauteingang des Deutschen Hygienemuseums in Dresden Foto: H. Smikac TÜBINGEN (kobinet) Der Diskussionspunkt ist bekannt: Es soll die Para-Sportlerin @carys_crps_fight bei einer Sportler-Ehrung in Tübingen geehrt werden, aber der Raum, und vor allem die Bühne sind nicht barrierefrei. Diese Schräge braucht die Frau im Rollstuhl aber, um auf die Bühne zu kommen. (kobinet hatte darüber berichtet) Wir hatten ebenso darüber informiert, dass durch die Spende eines Unternehmers, das Problem gelöst zu sein schien. Aber das ist eben in Tübingen nicht so. Dort hatte der Oberbürgermeister entschieden, dass es diese Schräge nicht geben kann. Die Schräge nehme zu viel Platz weg, hatte der parteilose Oberbürgermeister dann auch dem Südwestdeutschen Rundfunk mitgeteilt. Also: Wenn Oberbürgermeister Palmer entschieden hat, dann bleibt das trotz der Bereitschaft zu Spenden und vieler Proteste von Verbänden auch so - oder ? Auch falls eine solche Entscheidung einen ganzen Stapel europäischer Entscheidungen und deutscher Gesetze verletzt ?
Touchscreen eines Smartphone Foto: stevepb In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen Wien (kobinet) "Dank 'Apple Intelligence' werden Hilfsmittel wie VoiceOver und Sprachsteuerung intuitiver. Zudem wird es geräteübergreifende automatische Video-Untertitel und die Steuerung von Elektrorollstühlen per Vision Pro geben." Darauf macht Markus Ladstätter in einem Beitrag des österreichischen Online-Nachrichtendienst BIZEPS aufmerksam. "Apple hat eine Reihe neuer Bedienungshilfen vorgestellt, die im Laufe dieses Jahres für Nutzer:innen verfügbar sein werden. Im Mittelpunkt steht die Integration der hauseigenen künstlichen Intelligenz 'Apple Intelligence'. Diese soll bestehende Funktionen auf Apple-Geräten erheblich verbessern, den Alltag von Menschen mit Behinderungen erleichtern und neue Wege der selbstbestimmten Nutzung eröffnen", heißt es weiter in dem Beitrag.
VdK Nordrhein-Westfalen Foto: VdK Nordrhein-Westfalen DÜSSELDORF (kobinet) Die zögerliche Entscheidung über die künftige Finanzierung der Pflegeversicherung verschärft aus Sicht des Sozialverbandes VdK Nordrhein-Westfalen die ohnehin angespannte Lage. Dieser Verband stimmt zu, eine Reform nicht länger aufzuschieben. Besonders kritisch sieht der Verband jedoch, dass die aus der Pflegeversicherung getragenen Kosten zur Bewältigung der Coronapandemie in Höhe von 5,2 Milliarden Euro bis heute nicht erstattet wurden. Dies trägt maßgeblich zur finanziellen Schieflage des Systems bei. "Es kann nicht sein, dass die Versicherten immer weiter belastet werden, während der Bund seine Verantwortung nicht wahrnimmt", erklärt Horst Vöge, Präsident des VdK NRW. "Die ausstehenden Pandemiekosten müssen endlich beglichen werden. Auch die Rentenansprüche für pflegende Angehörige sollten vom Bund übernommen werden." Vöge fordert die Politik auf, zügig handlungsfähige Lösungen zu erarbeiten. Eine weitere Belastung der Beitragszahlenden sei sozialpolitisch nicht vertretbar.
Logo der Antidiskriminierungsstelle des Bundes Foto: ADS Berlin (kobinet) "Möglichkeiten und Grenzen der Übertragung von Aufgaben und Befugnissen auf die Antidiskriminierungsstelle des Bundes aus rechtlicher, rechtsvergleichender und rechtspolitischer Perspektive", so lautet der Titel eines Rechtsgutachten, das im Auftrag der Antidiskriminierungsstelle des Bundes erstellt und am 27. Mai 2026 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Gerade im Hinblick auf zunehemende Diskriminierungen, aber auch bezüglich der anstehenden Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) greift das Rechtsgutachten eine Reihe von aktuellen Fragen der Rechtsdurchsetzung auf. Für den 11. Juni ist die Debatte zur ersten Lesung des Gesetzes zu Änderungen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz im Bundestag geplant.
Aktion Mensch Foto: Aktion Mensch Bonn / Dresden (kobinet) "Dialogforum 'Partizipation vor Ort: Teilhaben. Aushandeln. Verantwortung teilen'", so lautet der Titel einer Veranstaltung zu der die Aktion Mensch im Rahmen ihrer Initiative Inklusion im Sozialraum für den 21. September 2026 nach Dresden einlädt. "Echte Partizipation entsteht nicht von selbst — sie braucht Verständigung, Verantwortung und Menschen, die sie gemeinsam gestalten. Partizipation ist mehr als ein einzelnes Beteiligungsformat: Sie ist eine Voraussetzung für inklusive Sozialräume und zugleich mit hohen Erwartungen, unterschiedlichen Interessen und strukturellen Herausforderungen verbunden. Das Dialogforum bringt Führungs- und Fachkräfte, Selbstvertreter*innen aus kommunalen Strukturen sowie Gestalter*innen von Inklusion im Sozialraum zusammen. Es eröffnet fachliche Orientierung, macht Spannungsfelder partizipativer Praxis sichtbar und lädt ein, miteinander ins Gespräch zu kommen. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach wirksamer Teilhabe, nach der Gestaltung von Aushandlungsprozessen, nach Verantwortung, Entscheidung und Umsetzung — und nach dem Potenzial von Partizipation für gesellschaftliche Transformation und demokratischen Zusammenhalt", heißt es u.a. in der Ankündigung der Veranstaltung für die noch bis zum 31. Juli 2026 die Anmeldung möglich ist.
Dr. Sigrid Arnade Foto: Günter Heiden Berlin (kobinet)
"Viele Menschen engagieren sich in Berlin für Inklusion und gegen Diskriminierung – in Initiativen, Wissenschaft, Kultur oder Selbstvertretung. Mit unseren Kurzportraits stellen wir einige von ihnen persönlich vor und geben Einblicke in ihre Arbeit, Perspektiven und Motivation", so heißt es auf der Internetseite Berl(in)klusiv, dem Blog für barrierefreies Leben, Persönliche Assistenz und kritische Soziale Arbeit. Vor kurzem wurde auf der Plattform auch ein Kurzportrait von Dr. Sigrid Arnade veröffentlicht. Dazu heißt es u.a.: "Dr. Sigrid Arnade wurde 2023 von der Alice Salomon Hochschule Berlin (ASH) zur Honorarprofessorin ernannt und ist eine Pionierin für die Rechte von Frauen mit Behinderung. Seit den 1980er-Jahren setzt sie sich für Selbstermächtigung und Selbstorganisation ein, gründete Organisationen wie das Netzwerk behinderter Frauen Berlin e.V. und war maßgeblich an den Verhandlungen zur UN-Behindertenrechtskonvention beteiligt. Ihr Motto 'Immer dranbleiben, nachhaken, niemals aufgeben' prägt ihr Engagement, das mit Auszeichnungen wie dem Bundesverdienstkreuz gewürdigt wurde."