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Nach den Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen hat der Ausschuss für Inklusion des Landschaftsverband Rheinland (LVR) im Juni 2026 beschlossen: Der LVR-Beirat für Inklusion und Menschenrechte wird auch für die neue Wahlperiode wieder eingerichtet. Der Beirat tagt in der Regel in gemeinsamer Sitzung mit dem Ausschuss für Inklusion. Die erste gemeinsame Sitzung findet am 8. Oktober 2026 statt, wie der LVR in seinem neuesten Newsletter mitteilte.
Seit 30 Jahren setzt sich das Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen in Würzburg für die Verbesserung der Lebensverhältnisse und der Teilhabe behinderter Menschen in der Stadt ein. Heute, am 25. September 2026 wird das 30jährige Bestehen des Vereins WüSL - Selbstbestimmt Leben Würzburg im Burkadushaus in Würzburg gefeiert. Mit dabei sind u.a. Barbara Vieweg, die ein Grußwort für die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) halten wird, und der Comedian Tan Caglar. WüSL hat in den vergangenen 30 Jahren immer wieder spannende Veranstaltung zur Behindertenpolitik durchgeführt, so war Adolf Ratzka aus Schweden dort beispielhaft zu Gast. Mit der Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB) unterhält der Verein ein von behinderten Menschen selbst gestaltetes Beratungsangebot.
Portraitfoto Jürgen Dusel sitzen, wießes Hemd, dunkler Anzug, erklärt mit den Handbewegungen Foto: Irina Tischer
Berlin (kobinet)
Am 25. September 2026 wird der Bundesrat den Entwurf der Bundesregierung eines Ersten Gesetzes zur Strukturreform der Kinder- und Jugendhilfe (1. KJHSRG) beraten. Die Beauftragten von Bund und Ländern für Menschen mit Behinderungen (KBB) fordern die Mitglieder des Bundesrates auf, in wesentlichen Punkten Nachbesserungen von der Bundesregierung zu verlangen und veröffentlichen dazu ein gemeinsames Positionspapier. Eine Zustimmung des Bundesrates zu dem Gesetz ist für das weitere Gesetzgebungsverfahren nötig.
A child covers their face with hands, hidden under a striped cloth against a dark background. Foto: Aedrian Salazar
BERLIN (kobinet)
Die Unabhängige Kommission des Bundes zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs hat am 24. September 2026 die Broschüre *"Der Blick von Menschen mit Heimerfahrung auf das Älterwerden: Sorgen, Wünsche und Forderungen"* veröffentlicht. Die Publikation richtet sich an Betroffene, die in ihrer Kindheit oder Jugend sexualisierte Gewalt in der Heimerziehung erlebt haben und sich mit ihrer Versorgung im Alter beschäftigen. Gleichzeitig bietet sie Fachkräften in der Altenpflege praktische Hinweise für ihre Arbeit, um die Versorgung von Betroffenen zu verbessernDie Broschüre enthält neben einem inhaltlichen Teil einen umfangreichen Anhang mit einem Überblick über bestehende Projekte, Materialien und Anlaufstellen für Betroffene.
Blick in eine braune Geldbörse in welcher sich kein Geld befindet. Foto: Pixabay/Chronomarchie
DÜSSELDORF (kobinet)
Der Wohn- und der Sozialausschuss des Bundesrates empfehlen eine Ablehnung der von Bundesbauministerin Verena Hubertz eingebrachten Wohngeldreform. Am morgigen Freitag stimmt das Bundesratsplenum über die Empfehlung ab. Das Bündnis "Wir wollen wohnen!" fordert die NRW-Landesregierung auf, den Empfehlungen der Ausschüsse zu folgen, und die Wohngeldreform zu stoppen. "Von den geplanten Kürzungen des Wohngeldes wären rund 350.000 Haushalte in Nordrhein-Westfalen betroffen. Ein großer Teil der Einsparung geht auf Kosten der Kommunen.", stellt das Bündnis in diesem Zusammenhang fest. Die Kürzungen, so wird vom Bündnis erwartet, treffen Ältere mit kleinen Renten und Alleinerziehende, Kinder und Haushalte mit geringem Einkommen, die dann ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen können, sowie die eh schon überschuldeten Kommunen.
Logo Diakonie Deutschland - Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e.V. Foto: Diakonie Deutschland - Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e.V.
BERLIN (kobinet)
Diakonie-Präsident Pfarrer Rüdiger Schuch hat sich am 24. September 2026 nach den Landtags- und Abgeordnetenhauswahlen zu den anstehenden Aufgaben der Bundesregierung geäußert. Die Koalition müsse die Sorgen und Ängste der Menschen ernst nehmen, betonte Schuch. Ein "Weiter-so" bei den Sozialreformen dürfe es nicht geben. Bundesregierung und Koalitionsfraktionen im Bundestag müssten eine deutliche Kurskorrektur vornehmen, so der Präsident. Reformen seien notwendig, aber sie müssten sozial gerecht sein, sagte Schuch. Umfragen zeigten, dass sich die Menschen um ihr finanzielles Auskommen, ihre Zukunft sowie die wirtschaftliche und soziale Entwicklung des Landes sorgten – und das zu Recht. Die Pflegereform in ihrer aktuellen Form würde Pflegebedürftige und ihre Angehörigen enorm belasten, den Pflegeberuf schwächen und insbesondere die gemeinnützigen Pflegedienste in ihrer wirtschaftlichen Existenz gefährden. Diese Entwicklung dürfe die Bundesregierung nicht in Kauf nehmen, so Schuch. Die Bundesregierung müsse verstehen, dass Reformen nur mit den Menschen funktionierten, nicht ohne den Rückhalt der eigenen Bevölkerung, betonte Schuch. Aus den Sparprogrammen müssten Pläne für eine gerechte Zukunft für die Menschen werden.