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Vor fast 20 Jahren wurde die UN-Behindertenrechtskonvention am 13. Dezember 2006 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet. Diese Menschenrechtskonvention, die von Deutschland ratifiziert wurde und am 26. März 2009 hierzulande in Kraft trat, hat vieles in Sachen Inklusion in Bewegung gebracht und macht deutlich, was noch zu tun ist. Besonders während der Corona-Zeit wurde deutlich, dass es auch konkrete Maßnahmen für den Schutz der Rechte von älteren Menschen braucht, eine Konvention über die Menschenrechte von älteren Menschen. Auch wenn Deutschland noch nicht als Treiber für eine solche Menschenrechtskonvention älterer Menschen bezeichnet werden kann, hat die Entwicklung einer solchen Menschenrechtskonvention für die Rechte älterer Menschen auf der Ebene der Vereinten Nationen konkrete Formen angenommen. Diese Woche, vom 26. bis 30. Oktober 2026, finden in Genf die Beratungen für eine solche Menschenrechtskonvention bei den Vereinten Nationen statt, die auch live im Internet über das UN-TV übertragen werden. Gerade auch für ältere Menschen mit Behinderungen ist dieser Prozess zur Stärkung ihrer Rechte wichtig.
Unter dem Titel "Nicht an der Zukunft sparen – Jugendarmut bekämpfen, Teilhabe sichern" warnt das Bündnis "Ratschlag Kinderarmut" vor tiefgreifenden Einsparungen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen.
Mit 56 Jahren lebt Petra in einem Pflegeheim, vor allem, weil die höheren Kosten der ambulanten Pflege im Vergleich zu der Pflegeeinrichtung vom Sozialamt nicht übernommen werden. "Mit 56 Jahren ist Petra hier noch sehr jung. Das durchschnittliche Eintrittsalter in Pflegeheimein liegt in Deutschland bei über 80 Jahren", berichtet Caren Miosga in der am 26. Oktober um 20:15 Uhr in der ARD ausgestrahlten Dokumentation mit dem Titel "Pflegende Angehörige am Rande der Erschöpfung". Im Dialog mit der auf Assistenz angewiesenen Frau wird deutlich, dass sie ganz andere Wünsche hat. Dort heißt es u.a. im Gespräch von Caren Miosga mit ihr: "Petra hat Probleme mit dem Sprechen, doch sie möchte uns, das wird schnell deutlich, unbedingt erzählen, wie es ihr geht in ihrem neuen Zuhause. 'Wie fühlen Sie sich hier?' 'Ich möchte nach Hause.' 'Sie möchten nach Hause. In Ihre Wohnung?' 'Leider geht das jetzt nicht mehr.' 'Verstehen Sie, warum das nicht mehr geht?' 'Finanziell.' 'Wenn es finanziell ginge, wenn Sie sich das wünschen könnten, wie wäre das?' 'Ich möchte nach Hause ...'" Auch wenn in dieser Sendung und der anschließenden Diskussion in hart aber fair die Situation der pflegenden Angehörigen im Mittelpunkt stand, machte diese Filmsequenz deutlich, was viele derjenigen, die "gepflegt" bzw. unterstützt werden, anhand der zum Teil miserablen Situation in Deutschland empfinden und sich wünschen.
Beim Rollstuhlbasketball-Turnier in Achim Foto: Frank Scheffka
ACHIM / BREMEN (kobinet)
Mit einem regelmäßigen Rollstuhlbasketball-Training im Bremer Stadtteil Vahr setzt sich der Martinsclub dafür ein, den Breitensport für Menschen mit Behinderung weiter zu öffnen. Aus Bremen, Osnabrück, Münster, Hannover und Hamburg waren die Sportlerinnen und Sportler angereist, um gemeinsam den "Weserpokal" auszuspielen. In gemischten Teams gingen sie in der Sporthalle Am Arenkamp in Achum-Uphusen auf Körbejagd und boten ein tolles Spektakel. "Wir haben spannende Spiele gesehen, es war actionreich und hat großen Spaß gemacht", findet auch Ines Herrmann, die das Rollstuhlbasketball-Angebot beim Martinsclub künftig koordiniert. "Teamgeist, Spaß und ein respektvolles, sportliches Miteinander waren allgegenwärtig. Es ging trotz sportlichem Ehrgeiz nicht ums Gewinnen, sondern um den gemeinsamen Spaß an der Sache – so soll es sein!" Ermöglicht wurde das Turnier durch eine Kooperation zwischen dem Martinsclub und dem TSV Achim sowie durch eine private Spende. "Vielen Dank an alle Sportlerinnen und Sportler sowie an alle, die mitgeholfen haben, das Turnier organisatorisch und finanziell auf die Beine zu stellen", ergänzt Herrmann.
"Die Menschenrechte, auch, wenn sie immer ein westlich dominiertes Projekt waren, immer auch in Kontext von Kolonialismus und Imperialismus, missbraucht und instrumentalisiert worden sind, haben doch die Menschheit vorangebracht. Sie kodifizieren die Idee des Humanismus. Und, dass sich hierauf fast alle Staaten im Rahmen der Vereinten Nationen geeinigt haben, ist humanistischer Fortschritt. Aber Inklusion im Kontext von Menschenrechten gedacht, ist die einzige Hoffnung. Etwas Besseres haben wir noch nicht gefunden. Inklusion ist ein Bestandteil der Menschenrechte, insbesondere durch die UN-Behindertenrechtskonvention geworden. Und das ist ja auch das großartige an der UN- Behindertenrechtskonvention: Dass sie die Menschenrechte modernisiert hat." Dieses Zitat von Prof. Theresia Degener wird in der Ankündigung des Interviews, das Wibke Roth vom Kompetenzzentrum Selbstbestimmt Leben (KSL.NRW) mit der renommierten Juristen in der Reihe Fensterblick geführt hat.
Bei den Sportivationstage 2026 emngagiert dabei Foto: BSN / Volker Minkus
HANNOVER (kobinet)
Die Sportivationstage des Behinderten-Sportverbandes Niedersachsen (BSN) standen erneut im Zeichen von Bewegung, Begegnung und gemeinsamer Freude am Sport. Kinder und Jugendliche mit Behinderungen sowie Kinder ohne Behinderung kamen zusammen, um abwechslungsreiche und besondere Sportfeste in Aurich, Braunschweig, Hannover, Holzminden, Lingen, Osnabrück, Osterode am Harz, Rotenburg/Wümme und in Sandkrug zu erleben. Ein wichtiger Bestandteil war die Abnahme des Deutschen Sportabzeichens.