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Das Zentrum selbstbestimmt Leben Sachsen hat sich mit einem offenen Brief an den sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer gewandt. Anlass sind seine Äußerungen zur sogenannten Brandmauer sowie die aktuellen Gespräche zwischen Bund und Ländern über die finanzielle Situation der Kommunen und den sogenannten Zukunftspakt. Viele Menschen mit Behinderungen befürchten, dass eine politische Zusammenarbeit mit der AfD zu einer Normalisierung von Positionen führen könnte, die Inklusion und gleichberechtigte Teilhabe infrage stellen. Gleichzeitig wächst die Sorge, dass individuelle Rechtsansprüche in der Eingliederungshilfe unter finanziellen Druck geraten.
In einer Produktionslinie von Karopack Meißen Foto: Andrea Djifroudi
MEISENHEIM (kobinet)
"Seit vier Jahren ist unsere Werkstatt für Menschen mit Beeinträchtigungen in Meisenheim auf dem Gelände des Bodelschwingh Zentrums Partner von Karopack. Was als kleiner Testlauf begann, ist mittlerweile ein solides wirtschaftliches Standbein für den Betrieb. Denn die nachhaltigen und umweltfreundlichen Verpackungspolster, die hier von den Beschäftigten hergestellt werden, sind gefragt. Gingen vor zwei Jahren schon monatlich 10.000 mit den weißen gekreuzten Schwertern von Meißner Porzellan am Glan vom Band, rollen heute wöchentlich 15.000 Polstertüten mit den Emblemen der verschiedensten Industriekunden per Lkw vom Hof der Werkstatt. Dazu zählen Firmen aus der Kosmetikbranche ebenso wie Maschinenbauer und andere Industriekunden. Sie alle vertrauen ihre Waren den Verpackungspolstern an, damit diese sicher und heil beim Kunden ankommen. Die Beschäftigten der Werkstatt und natürlich auch Betriebsleiter Rüdiger Fett macht das stolz." So heißt es in einer Presseinformation der Stiftung kreuznacher Diakonie.
Flagge Bundesland Nordrhein-Westfalen Foto: Gemeinfrei, public domain
DÜSSELDORF (kobinet)
Die kostenfreie Ausbildung trägt nach Einschätzung der Landesregierung wirkungsvoll zur Fachkräftesicherung bei. Nordrhein-Westfalen führt in diesem Zusammenhang die Schulgeldfreiheit für die Ausbildungen in den Gesundheitsfachberufen weitere fünf Jahre fort. Eine entsprechende Förderrichtlinie tritt zum 1. Januar 2027 in Kraft. Im Rahmen der Förderung erstattet das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) das von der jeweiligen Ausbildungsstätte erhobene Schulgeld je besetztem Ausbildungsplatz vollständig. Auszubildende zahlen so auch weiterhin nicht selbst für ihre Ausbildung. Mit der Förderrichtlinie Gesundheitsfachberufe werden Ausbildungsplätze in der Ergotherapie, Logopädie, Physiotherapie, Podologie, pharmazeutisch-technischen Assistenz, der Berufe in der medizinischen Technologie sowie der Masseurinnen und medizinischen Bademeisterinnen und Masseuren und medizinischen Bademeistern finanziert, sofern die Schulen oder Ausbildungen nicht am Krankenhaus stattfinden. Im Jahr 2025 gab es in Nordrhein-Westfalen ungefähr 15.800 belegte Ausbildungsplätze in den Gesundheitsfachberufen. Rund 11.200 davon wurden durch die Schulgeldfreiheit finanziert, die Übrigen über das Krankenhausfinanzierungsgesetz. Das Land stellt für die Schulgeldfreiheit allein in diesem Jahr rund 67 Millionen Euro zur Verfügung.
Das Projekt-Team beim Aufnehmen eines Audio Guide Foto: Procap
OLTEN (kobinet)
Jeder Ort erzählt Geschichten. Mit einem Projekt des schweizerischen Procap Reisen werden diese auf einem Audioguide gespeichert. Mit dessen Hilfe lassen sich diese Geschichten dann mit eigenen Sinnen und in Ihrem eigenen Tempo entdecken. Die Entwicklung eines Audioguides beginnt mit der Auswahl geeigneter Standorte entlang der Route. Gemeinsam mit Fachpersonen und Menschen mit Behinderungen werden spannende Inhalte zu Natur, Kultur, Geschichte und Inklusion erarbeitet. Die Audioaufnahmen entstehen direkt vor Ort, um authentische Eindrücke einzufangen. Anschliessend werden die Hörbeiträge und Transkriptionen in die App MyWay Pro integriert und entlang der Route auch über QR-Codes zugänglich gemacht.
Tobias Hardt bei seiner Para-Voltigier-Prüfung Foto: Jella Dehmer
FRECHEN-BUSCHBELL (kobinet)
Das Pferdesport- und Reittherapiezentrum (PRZ) der Gold-Kraemer-Stiftung war erneut der Austragungsort der Rheinischen Meisterschaften im Voltigieren. In einer Atmosphäre voller Teamgeist und Freude zeigten die über 100 Athletinnen und Athleten den über 700 Gästen, die dort Spitzensport, Teamgeist und gelebte Inklusion erleben konnten, beeindruckende sportliche Leistungen. Die hervorragende Zusammenarbeit zwischen dem Pferdesportverband Rheinland und dem Team des PRZ um Betriebsleiterin Inga Nelle schuf, trotz sommerlicher Temperaturen, optimale Bedingungen und machte die Veranstaltung zu einem vollen Erfolg. Die Voltigiererinnen und Voltigierer des gastgebenden Vereins PRZ Frechen e.V. überzeugten auf ganzer Linie. Besonders im Para-Voltigieren dominierten die Athleten des PRZ: Tobias Hardt verteidigte souverän seinen Meistertitel aus dem Vorjahr. Die Silber- und Bronzemedaillen gingen an seine Teamkolleginnen Ricarda Scheidt und Siri Bar auf ihrem Pferd Nando, longiert von Rebekka Stöckele. Bei den Para-Gruppen siegte die "Samstaggruppe" des PRZ.
Hintergrund in Herzform darauf Symboöe des Saarlandes und ide Ausschrift "Special Olympics Nationale Spiele Saarland 2626 Foto: SOD Saarland
BERLIN (kobinet)
Sechs Tage lang hat das Saarland gezeigt, welches Potenzial entsteht, wenn Menschen mit geistiger Behinderung die Bühne bekommen, die sie verdienen. Mit herausragenden persönlichen Leistungen, einer nie dagewesenen gesellschaftlichen und medialen Aufmerksamkeit sowie zahlreichen Neuerungen haben die Special Olympics Nationalen Spiele Saarland 2026 neue Maßstäbe für inklusiven Sport in Deutschland gesetzt.