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Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) zeigen: Bis Ende Juni 2026 gab es in Niedersachsen bereits 510 Hitzetote – und die nächsten heißen Tage stehen bereits bevor. Besonders leiden ältere Menschen. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen fordert deshalb von Land, Kommunen und Pflegeheimbetreiber*innen, die Klimatisierung von Räumen zur obersten Priorität zu machen und langfristig verbindlich und strukturiert in den Hitzeschutz zu investieren. Alle haben noch die Bilder von evakuierten Pflegeheimen während der letzten Hitzewelle vor Augen. Nun sollen ab dem 29. Juli die Temperaturen wieder weit über 30 Grad klettern. Aus Sicht des SoVD in Niedersachsen ist jedoch trotz der teils dramatischen Zustände in Pflegeheimen und Krankenhäusern bislang nichts passiert. "Es scheint, als würden die Verantwortlichen die Folgen vergessen, sobald es sich etwas abgekühlt hat. Dabei muss jetzt endlich gehandelt werden, damit die Zahl der Hitzetoten nicht weiter steigt", fordert Dirk Swinke, Vorstandsvorsitzender des SoVD in Niedersachsen.
Mit großer Bestürzung und tiefer Trauer haben die Aktiven vom Zentrum für selbstbestimmtes Leben Norddeutschland (ZSL Nord) erfahren, dass das langjähriges Vorstandsmitglied Marcel Wölk im Alter von nur 30 Jahren nach einer Erkrankung verstorben ist. "Mit Marcel verlieren wir einen Menschen, der den Verein und viele von uns über Jahre hinweg mit seiner Persönlichkeit, seinem Engagement und seiner positiven Ausstrahlung bereichert hat. Seit 2021 gehörte er dem Vorstand des Zentrums für selbstbestimmtes Leben Norddeutschland an und setzte sich mit großem Einsatz für die Rechte, Selbstbestimmung und gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen ein", heißt es in einem Nachruf des ZSL Nord.
Kurz vor der sommerlichen Reisezeit hat sich die Europäische Union auf neue Rechte für Fluggäste geeinigt, die auch wesentliche Verbesserungen für Reisende mit Behinderungen einschließen. Zu den wichtigsten Verbesserungen zählt, dass Fluglinien künftig die vollen Kosten erstatten müssen, wenn Hilfsmittel wie Rollstühle verloren gehen oder beschädigt werden. Auch bei Verletzungen von Assistenzhunden sind Entschädigungen vorgesehen. Das ist ein großer Fortschritt gegenüber der bisherigen Rechtslage, bei der die Haftung meist auf rund 3.000 Euro begrenzt war – ein Betrag, der für Reparatur oder Ersatz vieler Hilfsmittel bei Weitem nicht ausreicht. Wenn Hilfsmittel verloren gehen oder beschädigt werden, müssen Fluglinien außerdem kostenlos einen vorübergehenden Ersatz bereitstellen. Auch bei verletzten Assistenzhunden ist eine Entschädigung vorgesehen.
Dennis Petschner (34) wurde am 27. März 2026 von den Abgeordneten der Fraktionen des Thüringer Landtags zum neuen Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderungen in Thüringen gewählt.In den zurückliegenden Monaten traf Dennis Petschner mit Vertreter*innen der fünf Fraktionen im Thüringer Landtag zu Gesprächen zusammen.Bei den Terminen ging es u.a. um das Teilnahmerecht des Landesbeauftragten an Ausschusssitzungen im Landtag, wie es im neuesten Newsletter des Landesbehindertenbeauftragten von Thüringen heißt.
Bild eines Mannes an einem Bankautomat Foto: Pixabay/Mohamed_hassan
MARBURG (kobinet)
Die Europäische Blindenunion (EBU) arbeitet derzeit intensiv am Thema der nicht-barrierefreien Zahlungsterminals. Hintergrund ist, dass immer mehr Bankautomaten- und Zahlungsterminals im Handel über Touchscreens bedient werden. Für blinde und sehbehinderte Menschen bedeutet das insbesondere dann eine erhebliche Barriere, wenn zusätzlich keine taktilen Tasten, keine Sprachausgabe oder kein verlässlicher Barrierefreiheitsmodus vorhanden sind. Eine neue Arbeitsgruppe bringt Vertreter und Vertreterinnen der EBU, nationaler Blindenorganisationen sowie Akteure und Akteurinnen aus der Industrie zusammen.
Der Unmut in der SPD wächst angesichts der derzeitigen Pläne und Aktivitäten der Regierungskoalition aus CDU/CSU und SPD zu Kürzungen und Verschlechterungen im sozialen Bereich, so auch bei Selbst Aktiv, der AG von Menschen mit Behinderungen in der SPD Hessen-Süd, wie Julia Maiano den kobinet-nachrichten mitteilte. Die hessischen Arbeitsgemeinschaften der SPD ASG, AG Selbst Aktiv, AG 60+, Jusos, SPD Frauen, SPD Queer und AfA haben gemeinsam einen offenen Brief an die SPD-Bundestagsfraktion und den Parteivorstand veröffentlicht. Darin fordern sie eine klare Kurskorrektur gegen Sozialabbau und für eine Politik, die soziale Sicherheit, Gesundheit, Teilhabe und Chancengerechtigkeit stärkt. Besonders kritisiert werden Einschnitte bei Pflege, Unterhaltsvorschuss, Elterngeld, Eingliederungshilfe, BGG, Wohngeld, Gesundheitsversorgung sowie Arbeitnehmerrechten.