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Ein Pfleger soll nach Meldungen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) jahrelang behinderte Kinder, Jugendliche und Erwachsene sexuell missbraucht haben. Wie die bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg angesiedelte Zentralstelle Cybercrime Bayern mitteilte, hat das angegliederte Zentrum zur Bekämpfung von Kinderpornografie und sexuellem Missbrauch im Internet den 33-Jährigen angeklagt. Die Taten sollen sich seit Oktober 2018 in drei verschiedenen Einrichtungen in Bayern ereignet haben. Die Ermittler gehen von 24 Opfern aus. Ausgangspunkt der Ermittlungen war ein Hinweis aus den USA durch das National Center for Missing & Exploited Children (NCMEC), wonach zahlreiche Videos mit kinderpornografischen Inhalten auf eine Cloud hochgeladen wurden.
Logo des BeB Foto: Bundesverband evangelische Behindertenhilfe
BERLIN (kobinet)
Die Mitgliederversammlung des Evangelischen Bundesverbandes für Teilhabe e.V. (BeB) hat am 18. September 2026 Dr. Christian Geyer zum neuen Vorsitzenden gewählt. Er folgt auf Pfarrer Frank Stefan, der sich aufgrund seines bevorstehenden Ruhestands nicht erneut für das Amt beworben hatte. Der BeB dankte Stefan für sein langjähriges und engagiertes Wirken. Dr. Christian Geyer ist dem BeB seit vielen Jahren verbunden und hat die strategische Entwicklung des Verbandes maßgeblich mitgestaltet. Seine fachlichen Schwerpunkte liegen in den Bereichen Digitalisierung, Sozialpolitik und Verbandsentwicklung. Zudem vertritt er den Verband in zahlreichen Fachgremien, ist Redaktionsleiter des Fachmagazins Orientierung und seit 14 Jahren Fachlicher Vorstand des Bathildisheim e.V. in Nordhessen. Zusätzlich ist er Lehrbeauftragter an Hochschulen sowie Aufsichtsratsmitglied der Diakonie Hessen. Mit Blick auf aktuelle gesellschafts- und sozialpolitische Herausforderungen betonte Geyer: "Inklusion braucht Demokratie. Die Teilhabe von Menschen mit Behinderung darf nicht kaputtgespart werden. Inklusion, Selbstbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe sind Grundrechte und keine Frage der Haushaltslage. Dafür wird sich der BeB auch künftig mit Nachdruck einsetzen."
Wie die Interessen von Menschen mit Behinderungen in kommunalen Entscheidungen wirksamer berücksichtigt werden können, war zentrales Thema der Klausurtagung der Landesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Beauftragten für Menschen mit Behinderungen (LAG) am 16. und 17. September 2026 im Zinzendorfhaus in Neudietendorf. Im Mittelpunkt standen dabei die Rahmenbedingungen für die Arbeit der Beauftragten sowie ihre Rolle im Kontext der Weiterentwicklung des Thüringer Gesetzes zur Inklusion und Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen (ThürGIG). Zwei Tage lang tauschten sich die Teilnehmenden über aktuelle Herausforderungen aus der kommunalen Praxis aus. Ein besonderer Fokus lag auf der Frage, wie die Expertise der Beauftragten frühzeitig und wirkungsvoll in politische und administrative Entscheidungsprozesse einfließen kann. "Ob ein öffentlicher Raum barrierefrei ist, ob Menschen mit Behinderungen Zugang zu Angeboten und Dienstleistungen haben oder ob ihre Perspektive bei Planungen von Anfang an berücksichtigt wird – viele Fragen der Inklusion entscheiden sich unmittelbar vor Ort", erklärte Dennis Petschner, Thüringer Landesbeauftragter für Menschen mit Behinderungen. "Die kommunalen Beauftragten kennen die Situation in ihren Landkreisen und Städten und wissen aus ihrer täglichen Arbeit, wo Barrieren bestehen. Diese Expertise müssen wir nutzen und ihre Beteiligungsmöglichkeiten weiter stärken."
Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband - Gesamtverband e. V. Foto: Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband - Gesamtverband e. V.
BERLIN (kobinet)
Der Paritätische Gesamtverband hat sich zum Zehn-Punkte-Plan der Bundesregierung gegen Sozialmissbrauch geäußert. Dr. Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Verbands, betonte gestern in dem Zusammenhang, dass kriminelle Netzwerke, die Notlagen ausnutzen, konsequent verfolgt werden müssten. Gleichzeitig warnte er davor, die Opfer solcher Strukturen durch Verschärfungen der Anspruchsvoraussetzungen zu belasten. "Wer die Notlage von Menschen ausnutzt, sich an Schrottimmobilien bereichert und ausbeuterische Arbeitsverhältnisse und Sozialleistungsmissbrauch zum Geschäftsmodell macht, muss mit allen rechtlichen Mitteln zur Verantwortung gezogen werden", sagte Rock. Die Opfer dürften jedoch nicht zu den Leidtragenden des Aktionsplans werden. Der Verband lehnt daher Verschärfungen ab, die Menschen aufgrund ihrer Herkunft oder sozialen Lage unter Generalverdacht stellen. Als wirksamsten Schutz vor Ausbeutung nannte Rock die Unabhängigkeit der Betroffenen durch Zugang zu Sprache, Bildung, Beratung, guter Arbeit und sozialer Teilhabe. Kritisch merkte er an, dass die geplanten Kürzungen bei den Integrationskursen diesem Ziel widersprächen. "Wer kriminellen Netzwerken ihre Geschäftsgrundlage entziehen will, muss nicht nur die Täter konsequent verfolgen, sondern auch diejenigen stärken, deren Notlage von ihnen ausgenutzt wird", so Rock.
Logo Aktion Mensch e. V. Foto: Aktion Mensch e. V.
Bonn (kobinet)
Ein peinliches Bild, ein verletzender Kommentar – für Betroffene kann sich daraus ein Albtraum entwickeln: Cybermobbing ist kein harmloser Streit im Netz, sondern ein ernsthaftes Problem mit weitreichenden Folgen. Das bestätigen auch die Ergebnisse einer Umfrage unter den 65.820 Schüler*innen aus allen Teilen Deutschlands, die am 17. September 2026 an der klicksafe Schulstunde unter dem Motto "Online gemobbt. Real verletzt. Gemeinsam gegen Cybermobbing!" teilnahmen. Insgesamt schalteten sich 2.194 Schulklassen der Jahrgangsstufen fünf bis acht zu dem interaktiven inklusiven Streamingformat dazu, um die Mechanismen und weitreichenden Auswirkungen von digitaler Anfeindung zu verstehen, zu diskutieren und zu reflektieren. Gemeinsam mit Fachexpert*innen erarbeiteten die Teilnehmenden konkrete Strategien, wie sie Cybermobbing erkennen, Betroffene unterstützen und zu einem respektvollen Miteinander im Netz beitragen können. Mit dabei: "Germany’s Next Topmodel"-Finalist Tony Eberhardt, der persönliche Einblicke in seine Erfahrungen mit Mobbing teilte, wie es in einer Presseinformation der Aktion Mensch heißt.
Angesichts der aktuell hohen Spritpreise in Deutschland hat VdK-Präsidentin Verena Bentele die angekündigten Entlastungen der Bundesregierung kommentiert. Diese dürften kein Rettungsprogramm für Mineralölkonzerne werden, sondern müssten gezielt bei den Menschen ankommen, die sich die hohen Spritpreise nicht mehr leisten könnten, betonte Verena Bentele heute am 18. September 2026. Betroffen seien insbesondere mobile Pflegekräfte, deren Fahrtkosten nicht mehr gedeckt seien, Menschen mit Behinderung, für die Busse und Bahnen oft keine barrierefreie Alternative zum eigenen Auto böten, sowie Menschen im ländlichen Raum, die auf das Auto angewiesen seien.