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Anlässlich der Abgeordnetenhauswahl in Berlin am 20. September 2026 hat die SoVD-Jugend Berlin-Brandenburg einen Wahlaufruf veröffentlicht. Darin betont sie, dass junge Menschen in Berlin erstmals ab 16 Jahren wählen dürfen – eine Forderung, für die sich die Jugend im Sozialverband Deutschland (SoVD) lange eingesetzt habe. Der Aufruf benennt zentrale Themen für junge Wähler*innen: das Recht auf inklusive und barrierefreie Bildung unabhängig von Herkunft, Einkommen oder Behinderung, ausreichend gut und fair bezahlte Ausbildungsplätze mit sicheren Perspektiven, bezahlbare und barrierefreie Mobilitätsangebote sowie bezahlbaren und zugänglichen Wohnraum als Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben. Zudem fordert die SoVD-Jugend Barrierefreiheit in allen Bereichen, um gleichberechtigte Teilhabe zu ermöglichen, sowie soziale Sicherheit, um Armut und soziale Ausgrenzung zu bekämpfen. "Es ist unsere Zukunft! Wir möchten alle noch nächstes Jahr in einem inklusiven, sozialen und demokratischen Berlin leben", sagte Charlotte Ruppin, Sprecherin der SoVD-Jugend Berlin-Brandenburg. Die Jugendorganisation ruft daher auf: "Geht wählen. Mischt euch ein. Nutzt eure Stimme."
Plakat zum Film "Voice of My People" Foto: eastside communications
MÜNCHEN (kobinet)
Sich in der Politik durchzusetzen, erfordert einen hohen Einsatz und einen starken Willen. Beides bringt Islam Alijaj mit. Der Schweizer möchte in den Nationalrat einziehen. Doch sein fremdländisch klingender Name ist nicht sein einziges Handicap. Er sitzt aufgrund einer Zerebralparese im Rollstuhl und ist durch eine schwere Sprechbeeinträchtigung auf Sprachübersetzer angewiesen. Das hindert ihn jedoch nicht daran, sich hohe Ziele zu setzen. Er möchte in der Schweiz Sprachrohr werden für alle Menschen mit einer Einschränkung, die auch dort politisch noch immer unterrepräsentiert sind. Trotz seiner aussichtslosen Position auf der Wahlliste seiner Partei und seiner starken Einschränkungen gelang dem selbstbewussten, charismatischen Kandidaten 2022 wie durch ein kleines Wunder die Wahl in den Zürcher Gemeinderat.
Eine neue Website der Inklusiven Hochschule Sachsen gibt einen Überblick über konkrete Maßnahmen zur inklusiven Hochschulentwicklung in Sachsen. Die Plattform stellt über 150 Projekte und Initiativen vor, die an sächsischen Hochschulen umgesetzt wurden, um Barrieren abzubauen und die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen zu verbessern. Die Beispiele umfassen bauliche und digitale Barrierefreiheit, technische Hilfsmittel, Beratungsangebote sowie Maßnahmen in Studium, Lehre, Sensibilisierung und strategischer Hochschulentwicklung.
"Meilenstein in der Debatte um Hamburgs Schulbegleitung: Erstmals empfing am 15. September 2026, Schulsenatorin Ksenija Bekeris die Petitionsstarterin Nicole Singh persönlich und nahm die mehr als 88.000 Unterschriften der Change.org-Petition 'Keine Kürzungen bei Schulbegleitung in Hamburg' entgegen. Begleitet wurde Singh von einem breiten Bündnis mit u.a. der GEW Hamburg, dem SoVD Hamburg und dem Kreiselternrat der Sonderschulen (KER SO). Im Anschluss fand ein fachlicher Austausch zwischen Bekeris, der Petitionsstarterin und Fachverbänden statt. Dabei las Singh emotionale Briefe betroffener Eltern vor, die an die Senatorin appellieren, die Kürzungen zurückzunehmen." So heißt es in einer von der Petitionsplattform Change.org verbreiteten Presseinformation.
Das Bildungszentrum Gartenstraße der Lebenshilfe Freising hat am 15. September neun Erstklässlerinnen und Erstklässler mit einer bewusst kurzen und ruhigen Feier willkommen geheißen. Die reduzierte Gestaltung ist Teil des pädagogischen Konzepts, um Kindern mit Unterstützungsbedarf den ersten Schultag als positives Erlebnis zu ermöglichen und sie nicht durch ein langes Programm zu überfordern. Gleichzeitig wurde eine Herausforderung deutlich: Von den neun Erstklässler hat derzeit nur ein Kind einen Platz in der heilpädagogischen Tagesstätte für die Betreuung nach dem Unterricht erhalten. Der erste Schultag zeigt damit nicht nur die Bedeutung von Gemeinschaft in der Schule, sondern auch den dringenden Bedarf an verlässlichen Betreuungsangeboten für Familien.
Der Wahl-O-Mat der Bundes- und Landeszentrale für politische Bildung ist nach seiner Selbstdefinition keine Wahlempfehlung, sondern ein Informationsangebot über Wahlen und Politik. Er bietet 38 Thesen an, auf die die Nutzenden mit "stimme zu", "neutral" oder "stimme nicht zu", aber auch mit "These überspringen" reagieren können. Die 18. These lautet: "In Berlin sollen mehr Schulen mit sonderpädagogischem Förderschwerpunkt ("Förderschulen") für Schülerinnen und Schüler mit Behinderung errichtet werden." Diese These führt nach Ansicht des Berliner Landesbeirat für Menschen mit Behinderungen in die Irre. Durch ihre Formulierung würden die Nutzenden, denen die Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Behinderungen wichtig ist, dahin gelenkt, dieser These die Zustimmung zu erteilen. Dabei enthalte diese These zugleich als Kehrseite die Absage eines vollständigen Erhalts und weiteren Ausbaus der Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Behinderung im Wege einer inklusiven Beschulung. Die jedoch sei nach Artikel 24 der UN-Behindertenrechtskonvention Aufgabe und Pflicht auch des Landes Berlin.