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Zwei Hände eines alten Menschen mit zwei Euro-Münzen Foto: Pixabay/anaterate
BERLIN (kobinet)
Der Deutsche Caritasverband begrüßt, dass der Gesetzentwurf zum Pflegeneuordnungsgesetz zwei geplante Kürzungen für pflegende Angehörige nicht mehr vorsieht: Die Rentenbeiträge für pflegende Angehörige bleiben erhalten, und das Pflegegeld für die Pflegegrade 2 und 3 wird in den ersten drei Monaten nicht gekürzt. Auch die geplanten höheren Eigenanteile für Familien mit Angehörigen in Pflegeheimen wurden gestrichen. Gleichzeitig warnt der Verband vor negativen Auswirkungen auf die ambulante Pflege. Ab dem 1. Januar 2027 dürfen Pflegedienste keine niedrigschwelligen Unterstützungsangebote mehr anbieten, wie etwa Begleitung zu Arztpraxen, Ämtern oder Senioren-Cafés sowie Haushaltshilfen wie Einkaufen oder Wohnungsputz. Bisher wurden diese Leistungen flächendeckend von den Pflegediensten übernommen. Kritisch sieht der Caritasverband auch die geplanten Änderungen für die Tagespflege. Bisher wurde der Fahrdienst zur Tagespflege und zurück vielfach aus dem Entlastungsbetrag bezahlt. Entfällt diese Möglichkeit, können sich viele die Tagespflege nicht mehr leisten.
Bei der Jubiläumsfeier im Auhof Foto: Andreas Freund
HIlPOLDSTEIN (kobinet)
Am 28. Oktober 2026 fand die jährliche Jubiläumsfeier am Auhof statt, welche ganz im Zeichen der Wertschätzung, der gemeinsamen Erlebnisse und der langjährigen Verbundenheit stand. Rund 150 Gäste, darunter 115 Jubilarinnen und Jubilare, kamen zusammen, um ihre persönlichen Jubiläen zu feiern und auf viele gemeinsame Jahre am Auhof zurückzublicken. Besonders beeindruckend: Gleich 19 Bewohnerinnen und Bewohner leben bereits seit 50 Jahren in der Einrichtung. Bei den Mitarbeitenden blickten gleich mehrere auf 40 Jahre Dienstzeit zurück. Der Höhepunkt der Feier war die Ehrung der Jubilare. Begleitet von Musik aus den jeweiligen Jahrzehnten wurden die Bewohner, Beschäftigten der WfbM sowie Mitarbeitenden einzeln aufgerufen. Sie erhielten eine Urkunde und eine Blume als Zeichen der Anerkennung.
Die Lebenshilfe Gießen sieht in einem medizinischen Behandlungszentrum für Erwachsene mit Behinderung (MZEB) einen wichtigen Baustein und möchte es langfristig für Mittelhessen erreichen, damit die medizinische Versorgung erwachsener Menschen mit geistiger oder komplexer Mehrfachbehinderung in der Region verbessert wird. Dazu waren rund 50 Fachleute aus Politik, Medizin, Wohlfahrtsverbänden und Selbsthilfe auf Einladung der Lebenshilfe Gießen zum Runden Tisch "MZEB in Mittelhessen" in die Asklepios Klinik Lich gekommen. Die Aussprache hatte gezeigt, dass die Versorgung insgesamt nicht als gut einzuschätzen ist und es, wie man so sagt, "noch viel Luft nach oben" gibt. Weitere Einzelheiten sind unter diesem Link im Internet zu erfahren.
Die Bundesregierung will das Ziel eines vollständig barrierefreien Nahverkehrs aufgeben. In einem Gesetzentwurf zum Bürokratieabbau vom 7. Oktober 2026 (Bundestags-Drucksache 21/8404) bezeichnet sie das Vorhaben als "wünschenswert, aber nicht realistisch". Geplant ist, "starre Fristen" für die Barrierefreiheit zu streichen. Künftig sollen Ausnahmen aus topografischen, technischen oder rechtlichen Gründen möglich sein, wenn Barrierefreiheit nur mit "unangemessen hohem wirtschaftlichem Aufwand" umsetzbar ist. Als Beispiel werden Busse genannt, deren Umrüstung "wirtschaftlich nicht darstellbar" sei. Der Entwurf liegt derzeit im Verkehrsausschuss des Bundestags. Thomas Gruetze, Rollstuhlfahrer aus dem Landkreis Meißen, erlebt die Folgen solcher Ausnahmen täglich. Nach eigenen Angaben kann er selten mit einem barrierefreien Bus rechnen. In seiner Petition fordert er den sächsischen Inklusionsbeauftragten Michael Welsch auf, sich für die Abschaffung der Ausnahmeregelung einzusetzen. Bisher haben über 51.600 Menschen die Petition unterstützt.
Buchstaben LWH Hessen mit liegendem Semikolon als angedeutetes Lächeln auf weißem Grund Foto: gemeinfrei
KASSEL (kobinet)
Das LWV Hessen Integrationsamt hat 2025 mehr als 92 Millionen Euro für die Förderung der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am Arbeitsleben eingesetzt. Am 4. November 2026 wurde der Jahresbericht 2025 veröffentlicht, der die Ergebnisse der Arbeit darlegt. Durch die Maßnahmen konnten mehr als 9.000 Arbeitsplätze von Menschen mit Behinderungen gesichert werden, etwa durch individuelle Arbeitsplatzanpassungen oder Lohnkostenzuschüsse. Im Rahmen des Hessischen Perspektivprogramms zur Verbesserung der Arbeitsmarktchancen schwerbehinderter Menschen (HePAS) wurden 2025 zudem 640 Prämien für Praktika, Probebeschäftigungen, Ausbildungen und neue sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse bewilligt. Das Programm wird vom Hessischen Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales (HMSI) und dem LWV Hessen getragen.
Für kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul, der die Midterm-Wahlen in den USA aufmerksam auf CNN und in anderen Medien verfolgt hat, war es eine lange, für ihn aber sehr erfreuliche, Nacht. Er sieht anhand der massiven Gewinne der Demokraten gegen die weitgehend auf Hass und Ausgrenzung fokusierte Politik von Donald Trump und vieler Republikaner*innen Hoffnung für die Demokratie und stellt in seinem Kommentar fest: "Vielfalt kann gewinnen und Geld ist nicht alles!"