Bundesverband
Forum selbstbestimmter Assistenz behinderter Menschen e.V.


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Uwe Frevert: Die Selbstbestimmung wird bestraft

Bild: Uwe FrevertAls engagierter Streiter und Berater für die Selbstbestimmung Behinderter der ersten Stunde ist der Sozialpädagoge Uwe Frevert weit über die Grenzen Kassels hinaus bekannt und ein gefragter Referent. Daher muss der mit zwei Jahren an Kinderlähmung erkrankte und auf Assistenz angewiesene Elektrorollstuhlnutzer viele Dienstreisen unternehmen.

Nach vielfältigen Erfahrungen mit dem Leben in einer stationären Einrichtung oder mit der Unterstützung durch Ambulante Dienste, organisiert der Vater von zwei Kindern seit Jahren seine personellen Hilfen im Rahmen des Arbeitgebermodells selbst. Dass er jedoch für die eigenständige Einstellung, Anleitung und Lohnabrechnung der Assistenzkräfte im Rahmen seines eigens dafür angemeldeten Betriebes einmal bestraft wird, hätte sich der 45jährige nie träumen lassen.

Während dieses Modell der Selbstorganisation der Assistenz für die Betroffenen gut funktioniert und von den Sozialhilfeträgern anerkannt wird, werden diejenigen, die selbst Verantwortung für ihre Hilfen übernehmen, durch die Pflegeversicherung bestraft. "Wenn ich meine Hilfen selbst und nicht über einen Ambulanten Hilfsdienst organisiere, bekomme ich nur ca. die Hälfte des Geldes und kann damit weniger Stunden der Assistenz finanzieren. Diese Regelung ist mir völlig unverständlich, denn nur durch diese Form der Selbstorganisation der Assistenz kann ich für mich die nötige Ganzheitlichkeit der Hilfe sichern, um meiner Arbeit und der Kindererziehung verlässlich nachgehen zu können", beschreibt Uwe Frevert diese Ungerechtigkeit.

Auch das Argument, dass durch diese Übernahme der Eigenverantwortung der Betroffenen weitere dringend notwendige Kapazitäten bei den Ambulanten Diensten freigesetzt werden, hat bisher nichts an dieser unsinnigen Regelung geändert. "Ich werde also dafür bestraft, dass ich selbst Verantwortung übernehme, um selbstbestimmt leben und meiner Arbeit nachgehen zu können", resümiert Uwe Frevert diesen Missstand.

Uwe Frevert ist kein Einzelfall, daher fordern wir

Umfassendes Wahlrecht bei der Inanspruchnahme von Leistungen als Kostenerstattung im Arbeitgebermodell, als Sachleistung und/oder Persönliches Budget

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Bild: Uwe FrevertAls engagierter Streiter und Berater für die Selbstbestimmung Behinderter der ersten Stunde ist der Sozialpädagoge Uwe Frevert weit über die Grenzen Kassels hinaus bekannt und ein gefragter Referent. Daher muss der mit zwei Jahren an Kinderlähmung erkrankte und auf Assistenz angewiesene Elektrorollstuhlnutzer viele Dienstreisen unternehmen.

Nach vielfältigen Erfahrungen mit dem Leben in einer stationären Einrichtung oder mit der Unterstützung durch Ambulante Dienste, organisiert der Vater von zwei Kindern seit Jahren seine personellen Hilfen im Rahmen des Arbeitgebermodells selbst. Dass er jedoch für die eigenständige Einstellung, Anleitung und Lohnabrechnung der Assistenzkräfte im Rahmen seines eigens dafür angemeldeten Betriebes einmal bestraft wird, hätte sich der 45jährige nie träumen lassen.

Während dieses Modell der Selbstorganisation der Assistenz für die Betroffenen gut funktioniert und von den Sozialhilfeträgern anerkannt wird, werden diejenigen, die selbst Verantwortung für ihre Hilfen übernehmen, durch die Pflegeversicherung bestraft. "Wenn ich meine Hilfen selbst und nicht über einen Ambulanten Hilfsdienst organisiere, bekomme ich nur ca. die Hälfte des Geldes und kann damit weniger Stunden der Assistenz finanzieren. Diese Regelung ist mir völlig unverständlich, denn nur durch diese Form der Selbstorganisation der Assistenz kann ich für mich die nötige Ganzheitlichkeit der Hilfe sichern, um meiner Arbeit und der Kindererziehung verlässlich nachgehen zu können", beschreibt Uwe Frevert diese Ungerechtigkeit.

Auch das Argument, dass durch diese Übernahme der Eigenverantwortung der Betroffenen weitere dringend notwendige Kapazitäten bei den Ambulanten Diensten freigesetzt werden, hat bisher nichts an dieser unsinnigen Regelung geändert. "Ich werde also dafür bestraft, dass ich selbst Verantwortung übernehme, um selbstbestimmt leben und meiner Arbeit nachgehen zu können", resümiert Uwe Frevert diesen Missstand.

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